Fortbildung zur Fachkraft im Lehmbau ab 18. Mai 2026 in Glücksburg

Lehmbau entwickelt sich immer mehr zu einer ernstzunehmenden Alternative zu zementhaltigen Putzen im Innenausbau. Doch auch tragendes Mauerwerk aus Lehmsteinen erfüllt inzwischen erforderliche Anforderungen an Statik und andere Auflagen – vorausgesetzt das Produkt ist entsprechend zertifiziert und das ausführende Fachpersonal qualifiziert. Entsprechend erfreuen sich berufliche Weiterbildungen bundesweit wachsender Beliebtheit.

Seit vier Jahren gibt es entsprechende Kurse auch in Norddeutschland – ausgerechnet in Glücksburg an der Flensburger Förde, wohin bereits 1992 die Exkursion der Gründungsversammlung des Dachverbandes Lehm führte: das Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact, wurde schon damals zu großen Teilen mit regionalen Lehm-Vorkommen errichtet.

Für die Etablierung der Weiterbildung, die mit einer Prüfung durch die Handwerkskammer Flensburg abgeschlossen wird, war es aber damals noch zu früh. Im dritten Anlauf klappte es und nun kommen alljährlich engagierte Zimmerleute und andere Bauhandwerker, doch auch Bauingenieure und Architekten zu dem dreiwöchigen Theorie-Praxis-Workshop, mit dem sich für Manche mit der Eintragung in die Handwerkerrolle auch die Tür zur Selbständigkeit öffnet. Etwa ein Drittel der Teilnehmenden in dem auch körperlich herausfordernden Kurs sind in Glücksburg erfahrungsgemäß Frauen. Im Mai und Juni dieses Jahres findet er erneut statt, ein Großteil der begrenzten Plätze ist bereits belegt.