Zwei Bundessiege für Schleswig-Holstein-Teams beim SolarMobil Deutschland  

Erfolgreichste Teilnahme seit 16 Jahren

 

Schleswig-Holsteins Nachwuchs-Ingenieure strahlten mit der Sonne um die Wette: nach spannenden Wettrennen und Poster-Präsentationen hatten die neun Jungen und Mädchen allen Grund zur Freude. Mit ihren selbstgebauten Solarbooten und-autos waren sie bei den Deutschen Meisterschaften trotz eines rekordverdächtigen Teilnehmerfeldes so erfolgreich wie noch nie seit dem Start des Bundeswettbewerbs im Jahr 2009. Gleich zwei Bundessieger-Pokale und drei weitere gute Platzierungen wurden bei den Deutschen Meisterschaften in Dortmund erobert.

Das war nichts für schwache Nerven: nach überzeugenden Vorlaufzeiten gegen Teams aus ganzDeutschland blieb „Lightning”, der 30 cm lange Photovoltaik-Flitzer von Annika Benckert und Hannah Petersen im Halbfinale nach wenigen Metern auf der Rennstrecke plötzlich stehen. Die Wiederholung wegen Fehlstarts und eine Blitzreparatur ermöglichten eine zweite Chance und die Fahrt in´s Finale., wo sie zweimal die schnellste Rennzeit über 20 Meter ablieferten. Die beiden vierzehnjährigen Mädchen aus Hohenwestedt, die sich auch im Schülerforschungszentrum Kiel engagieren, knüpften damit an den Erfolg von zwei Schülerinnen der Schule Hohe Geest an, die vor sieben Jahren letztmals den Bundespokal nach Schleswig-Holstein holten.
Anton Wellnitz aus Freienwill bei Flensburg hatte es trotz mehrfach errungener Landesmeisterschaften noch nie soweit im Dortmunder DASA-Museum geschafft, das sich als Pokalfinal-Standort des SolarMobil Deutschland etabliert hat. Nach Abschluss seiner Ausbildung bei den Stadtwerken Flensburg optimierten er und sein Mitstreiter Jens Jessen in mehreren Testreihen etliche Details ihres Solarfahrzeugs wie die Übertragung des Drehmoments auf die Achsen, um die Beschleunigung auf den 4×10 Meter-Rennstrecken inklusive Tunnelfahrt zu verbessern. Die Mischung aus Hartnäckigkeit und Tüftellust hat sich offensichtlich gelohnt: mit Bahnrekord schockten die beiden Nordlichter die bundesweite Konkurrenz in der Azubi-Klasse bis 25 Jahre und holten diesen Pokal zum erstenmal überhaupt nach Schleswig-Holstein.

Weitere positive Erfahrungen und Erfolge sammelten auch die drei weiteren Teams aus dem Norden: Amir Hazim von der Johannes Brahms Schule Pinneberg belegte in der Ultraleichtklasse (15-18 Jahre) mit seinem Boliden „Verstappen” den 4. Platz. In der Kreativklasse hatten sich gleich zwei Teams beim Regionalwettbewerb im Glücksburger Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact mit selbstgebauten solaren Traumschiffen qualifiziert. Das vierköpfige Schüler-Team der Zehn- bis Zwölfjährigen Emil, Karl, Anni und Leevke von der Domschule in Schleswig belegten mit ihrem sagenumwobenen Traumschiff „Apyw 3″ den sechsten und Annika Benckert mit „Be happy” den achten Platz in dem diesmal besonders großen Teilnehmerfeld der inzwischen sechzehnten Deutschen Meisterschaften. Seit bereits 17 Jahren richtet das Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact, den Schleswig-Holstein-weiten Regionalwettbewerb durch und freut sich gemeinsam mit den Hauptsponsoren 2025 VFE SH und Stadtwerke Flensburg sowie der NOSPA, Autoschmiede Ringsberg, Stadtwerke SH, Wattmanufaktur, IGMetall Flensburg, SAT und Solar Andresen in diesem Jahr ganz besonders über die offensichtlich erfolgreiche Nachwuchsförderung.

Das solarcup-Team bei den Deutschen Meisterschaften
Team JATEC

vordere Reihe: > das Team "APYW3" der Domschule Schleswig , 6. Platz Kategorie "Solare Traumschiffe" 2.Reihe links: Team "Lightning" (Annika Benckert, Hannah Petersen) (1. Platz Ultraleicht A und 8. Platz Kategorie Traumschiffe mit "Be happy") hintere Reihe: (Werner Kiwitt, artefact), Team "JATEC" (Jens Jessen, Anton Wellnitz) aus Flensburg 1.Platz Azubi-Klasse, Team "Verstappen" (Amir Hazim), Johannes Brahms Schule Pinneberg, 4.Platz Ultraleicht B