Entwicklungszusammenarbeit
Veranstaltungen |
Solarschule |
Lehmbau |
Entwicklungszusammenarbeit |
Energie-Infotage |
naturtec |
Flyer Entwicklungszusammenarbeit herunterladen (PDF-Dokument, 0.2MB)
Entwicklungszusammenarbeit: mehr als Technologietransfer
Die Kluft zwischen armen und reichen Ländern droht sich immer weiter
zu öffnen. Der Zugang zu Grundbedürfnissen wie Wasser und Bildung
wird oft zusätzlich erschwert durch die Auswirkungen des Klimawandels
wie geringere Niederschläge und Wasserkraftpotentiale.
Erneuerbaren Energien, die je nach Rahmenbedingungen mit oder ohne Netzanschluss
genutzt werden können, kommt deshalb eine immer größere Bedeutung
zu. Subventionierung von Technikexporten reicht aber nicht zur Problemlösung.
„Entwicklung muss von unten kommen“, wenn sie nachhaltig soziale
, wirtschaftliche und ökologische Verbesserungen erreichen soll.
Klärung energiepolitischer Rahmenbedingungen, Wirtschaftlichkeitsberechnungen,
Ausbildung und Qualifizierung, technisches Know how vor Ort, klare Verantwortlichkeiten
für Wartung, Reparatur, Refinanzierung, Marketing und soziale Kompetenz
– weitere Kriterien ließen sich für eine erfolgreiche Projektrealisierung
aufführen.
Im artefact-Zentrum gehören handwerklich-technische, aber auch viele
andere Lernziele zum „Capacity building“. In Theorie und Praxis,
im Energieausbildungspark wie auf Fachexkursionen zu deutschen und dänischen
Herstellern und Hochschulen, Betrieben und Betreibern wird das fachliche,
energie- und entwicklungspolitische Know how der Region einbezogen.

Das artefact-Zentrum selbst ist konzeptionell geprägt von internationalem
Kultur- und Technikaustausch in unterschiedlichste Richtungen: ehemalige Mitarbeiter
von Entwicklungsdiensten und GTZ brachten ihre Erfahrungen ebenso ein wie
Fachleute aus anderen Kulturen: nubische Gewölbe wurden mit indischen
Architekten geplant, innovative Ideen mit regionalem und internationalem Hintergrund
kombiniert. Der Anspruch war und ist, Resourcen für Bauen, Strom und
Wärme so energieeffizient einzusetzen, dass dies auch im Weltmaßstab
vertretbar ist, ohne auf Kosten Anderer heute und morgen zu leben.
Die daraus entwickelte eigene regenerative Energieversorgung, Gebäude-
und Wassermanagement sind Grundlage für die Beratungs- und Bildungstätigkeit
der gemeinnützigen GmbH.
Sie führt nicht selbst Projekte im Süden durch, sondern bietet vor
allem maßgeschneiderte Fortbildungen für unterschiedliche Zielgruppen
an.
Das Glücksburger artefact - Zentrum für nachhaltige Entwicklung ist seit mehr als zwanzig Jahren in der internationalen Personalqualifizierung und Durchführung von Studien und Weiterbildungen im In- und Ausland aktiv.
Sie benötigen Unterstützung für Qualifizierung, Capacity Building und Technologie-Transfer
- für regenerative Energien (Wind, Photovoltaik, Solarthermie, Biogas)
- für standortgerechtes Bauen mit Lehm und anderen Materialien
- für dezentrale Wasserversorgungs- und Abwasserbehandlungsmethoden
- für Umwelt- und Technikpädagogik, Curriculumentwicklung

Wir bieten Ihnen mehrsprachige Programme und Trainings zu
-
Information und Motivation von potentiellen Kooperationspartnern
- Organisation, sprachliche Betreuung und Durchführung von fachlichen und touristischen Programmen für Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft
- interkulturelles, sprachliches und fachliches Training für Ihr eigenes Personal vor Auslandseinsätzen
- Qualifizierung ausländischer Monteure, Service-Techniker etc. im Partnerland zur technischen, interkulturellen und sprachlichen Zusammenarbeit
-
Ausbildung zu/ Identifizierung notwendiger Rahmenbedingungen:
- technische Standards, Leitungsnetze,...
- politische Situation und Stabilität
- Interessengruppen in Wirtschaft, Verwaltung,...
- kulturelle und sprachliche Kenntnisse
- handwerkliche und Fachkenntnisse
- Bildungssystem und Qualifizierungsmöglichkeiten
-
Akzeptanzförderung und Konfliktmanagement im Zusammenspiel mit politischen, wirtschaftlichen,
ökologischen, touristischen und sozialen Akteuren

Das Ausbildungszentrum, das 1998 den Europäischen Solarpreis erhielt
und 2000 als Expo-Projekt für beispielhafte umweltgerechte Regionalwirtschaft
ausgezeichnet wurde, verfügt über eigene Seminar- und Tagungsräume,
Werkstätten, ein Gästehaus
für bis zu 32 Übernachtungsgäste mit eigener regenerativer
Stromversorgung und betreibt Deutschlands
ersten Energie-Erlebnis-Park. artefact verfügt über ausgezeichnete
Kontakte im deutsch-skandinavischen Raum zu Exkursionszielen und Fachleuten
mit technischem, pädagogischem und energiepolitischem Know-How im internationalen
Kontext.
Zu unseren internationalen Partnern und Auftraggebern gehören:
- Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH (früher DSE-ZGB und Carl Duisberg Gesellschaft)
- International Network for Sustainable Energy
- Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit GTZ
- DED (Deutscher Entwicklungsdienst)
- EED (Evangelischer Entwicklungsdienst)
- Studienbegleitprogramm/ESG, Nordelbisches Missionszentrum
- Stiftung Nord-Süd-Brücken
- Asian Pacific Centre for Technology Transfer APCTT New Delhi
- IREDA Indien, INTECAP Guatemala,...
- Zentralstelle für Arbeitsvermittlung im Ausland ZAV Bonn
- Energiestiftung Schleswig-Holstein
- Privatfirmen, Unternehmen
- Die Flensburger Hochschulen (Univ. Masters-Kurs SESAM: Sustainable Energy Systems and Management, Fachhochschule/Energietechnik)
Ein Beispiel für einen Einführungskurs
für ausreisende Fachkräfte der Nothilfe und der Entwicklungszusammenarbeit:

Auswahl und Einsatz von Technik zur nachhaltigen Projektförderung
Sich auf die Lebensbedingungen im Gastland einstellen, eigene Ideen mit Erwartungen
und Vorerfahrungen der Menschen verbinden zu “angepasster Technik“
und dann auch noch erfolgreich und „nachhaltig“ auf den Weg bringen
- dies ist oft der hohe Anspruch bei der Ausreise als EntwicklungskooperantIn
oder NothelferIn. Doch auch „angepasste Techniken“ gibt es nicht
von der Stange, fertige Rezepte sind meist zum Scheitern verurteilt.
Das einwöchige Seminar soll helfen, soziale und interkulturelle, betriebswirtschaftliche
wie ökologische und technische Bewertungskriterien anhand einer Vielzahl
von Handlungsfeldern zu entwickeln. Beispiele standortgerechten Bauens, Wasserver-
und entsorgungsmöglichkeiten, Koch- und elektrische Energie werden in
Theorie und Praxis auf die Möglichkeiten und Grenzen ihres Einsatzes
hin dargestellt und untersucht.
Auswahl und Einsatz von Technik zur nachhaltigen Projektförderung
Theorie-Praxis-Workshop zur Vorbereitung auf Auslandseinsätze
Tag |
Thema |
Sonntag |
ggfs. Anreise und Einquartierung |
Montag |
Identifizierung typischer Probleme |
nachmittags |
Was ist angepasste Technik? |
Dienstag |
Querschnittbereich Bauen |
nachmittags |
Demonstration praktischer Beispiele vonWandaufbau bis Bedachung |
Mittwoch |
Querschnittbereich Energieversorgung: Kochenergie
vom Lehm- bis zum E-herd |
nachmittags |
Ökonomische und soziokulturelle Grenzen des Einsatzes |
Donnerstag |
Elektrische Energie von Diesel bis PV |
nachmittags |
Praxis: Montage eines Solar Home Systems |
Freitag |
Wasserversorgung und Sanitation |
nachmittags |
Die Rolle des Entwicklungshelfers zwischen Zeitdruck und Nachhaltigkeit |
Fortbildung Elektrotechnik-Berufsschullehrer aus Mozambik
Je nach Interessenlage und vorheriger Absprache sind gegebenenfalls
unterschiedliche Schwerpunktsetzungen zu handwerklich-technischen Themen oder
Rahmenbedingungen möglich, wie gender und Technik: geschlechtsspezifische
Aspekte in der Projektentwicklung Projektmanagement und betriebswirtschaftliche
Konzepte (Beispiel: Existenzgründungsplanung mit dem
CEFE-Programm, revolving funds etc.).

Fachliche Leitung:
Werner Kiwitt, Technikpädagoge M.Sc. ARTES, seit 15 Jahren im In- und Ausland für GTZ, DSE, CDG und NGOs in Ausbildungs- und AT-Projekten tätig. Weitere ReferentInnen sind PädagogInnen und IngenieurInnen mit meist mehrjähriger Auslandserfahrung z.B. mit DED, DÜ, DRK und dem interna-tionalen Studiengang SESAM (Sustainable Energy Systems and Management) der Universität Flensburg.
Teilnehmerkreis:
MitarbeiterInnen von Entsendeorganisationen, GTZ, Nothilfeorganisationen
und andere Interessierte vor der (Wieder)ausreise. Technische Vorkenntnisse
sind nicht erforderlich.
Grundkenntnisse in typischen Querschnittbereichen werden vermittelt. Individuelle
Hilfestellung zur weiteren Vorbereitung durch Fachliteratur und Kurse wird
angeboten.
Für Angehörige, die nicht am Kurs teilnehmen, kann u. U. ein Familienprogramm
angeboten werden. Konditionen erfragen!
Weitere Fachseminare und Exkursionen zu Ihrem Wunschthema bieten wir gern maßgeschneidert für Ihre Organisation, Sprache und Zielgruppe an.
Neugierig geworden?
Dann sprechen Sie uns an!
Flyer Entwicklungszusammenarbeit herunterladen (PDF-Dokument, 0.2MB)





