Projekt der Weltdekade - Bildung für nachhaltige Entwicklung
artefact-Zentrum in Glücksburg wird Projekt der UN-Dekade
Die Vereinten Nationen starten im Jahr 2005 die Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung", doch nicht nur in New York , sondern mit vielen Partnern, die das Leitmotiv erfolgreich mit Leben füllen. Kein Wunder, dass die Bundesjury dabei auf das bundesweit einzigartige artefact-Zentrum im schleswig-holsteinischen Glücksburg stieß, dass alljährlich tausende Kinder, Jugendliche und Erwachsene anzieht und Nachhaltigkeit begreifbar macht. "Allein mehr als 3000 Schüler kamen in 2004 zu Projekttagen zu uns" so Werner Kiwitt, der Geschäftsführer der gemeinnützigen GmbH für globales Lernen und lokales Handeln, die seit vier Jahren das Zentrum betreibt. "Mit grünen Themen schwarze Zahlen schreiben" ist das Betriebskonzept für die wirtschaftliche Nachhaltigkeit des Zentrums: "Neben hiesigen Teilnehmern an Fachkursen etwa zu Solarenergie und Pflanzenölumrüstung kommen immer häufiger Gäste aus dem Ausland, die das Energieeinspeisegesetz kennenlernen wollen.
So hatten wir allein in den letzten Wochen Fachleute aus Korea, Äthiopien
und Usbekistan zu Besuch, die dieses in Schleswig-Holstein entwickelte Erfolgsmodell
kennenlernen und für ihre Länder anpassen wollen, inklusive möglicher
Synergieeffekte für unsere hiesigen Exportprodukte."
Ein weiteres Argument für die UN-Jury war die erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit
von artefact: das auch für Touristen und andere Veranstalter offene Gästehaus
und Deutschlands erster Energieerlebnispark führen alljährlich viele
tausend Besucher erstmals heran an die
Notwendigkeit, aber auch die Chancen nachhaltiger Entwicklung. Unter www.artefact.de
sind weitere Informationen zu finden. Die Auszeichnung
der UN wird am 1. März in Stuttgart übergeben.
UN-Pressemitteilung
Auszeichnung der ersten offiziellen deutschen Projekte der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“
Im Rahmen des UNESCO-Tags der Bildungsmesse didacta werden am 1. März 2005 in Stuttgart die ersten Projekte ausgezeichnet, die das Deutsche Nationalkomitee als offiziellen deutschen Beitrag für die UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ anerkannt hat. Die Projekte stehen beispielhaft für eine innovative und breitenwirksame Umsetzung der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Ihre Anerkennung soll dazu beitragen, die Anliegen der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ flächendeckend in Deutschland sichtbar zu machen.
Ziel der dieses Jahr beginnenden Weltdekade der Vereinten Nationen „Bildung
für nachhaltige Entwicklung“ ist die Verankerung des Gedankens
einer ökonomisch, ökologisch und sozial zukunftsfähigen Entwicklung
der Weltgesellschaft in allen Bereichen des Bildungssystems. Nachhaltigkeit
lernen soll für jeden Einzelnen im Bildungswesen zu einer Selbstverständlichkeit
werden. Der zu Grunde liegende Gedanke: Soll das Überleben der Menschheit
dauerhaft gesichert werden, ist jeder Einzelne gehalten, sein Verhalten zu
ändern. Der einzige Weg zu einer umfassenden Verhaltensänderung
und einem globalen Umdenken sind verstärkte Anstrengungen für die
Bildung.
Die UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ wird
in den nächsten zehn Jahren eine Vielzahl von Aktionen und Initiativen
umfassen. Für die Koordinierung sind in Deutschland die Deutsche UNESCO-Kommission
und das von ihr berufene Nationalkomitee zuständig. Zusammen mit zahlreichen
Akteuren hat das Nationalkomitee einen Aktionsplan erarbeitet, in dem die
wichtigsten Ziele und programmatischen Vorhaben für die Dekade festgehalten
sind.
Eine der wichtigsten Strategien zur Umsetzung der Dekade ist die Unterstützung
der einzelnen Akteure der Bildung für nachhaltige Entwicklung vor Ort.
Nachhaltigkeit – so wurde nicht zuletzt bei den großen Weltkonferenzen
in Rio de Janeiro und Johannesburg deutlich – lässt sich nur dezentral
realisieren. Die Anerkennung offizieller Dekadeprojekte stellt diesen Gedanken
in den Mittelpunkt. Anerkannte Dekadeprojekte erhalten das Recht, für
zwei Jahre das Logo der Dekade zu führen. Das Nationalkomitee wird die
Projekte national und international als deutschen Beitrag präsentieren.
Nach den vom Nationalkomitee formulierten Auswahlkriterien sollte ein anerkanntes
Dekadeprojekt:
- innovativen Charakter haben
- in die Breite wirken
- bestimmten Qualitätsstandards entsprechen
- mindestens zwei Dimensionen der Nachhaltigkeit abdecken
- sich um Vernetzung mit anderen Projekten bemühen
- das bloße Planungsstadium deutlich überschritten haben
Für die Auszeichnung am 1. März hat die Jury des Nationalkomitees
von 82 eingegangenen Bewerbungen insgesamt 60 Projekte ausgewählt. Die
Verleihung wird auf der Stuttgarter Bildungsmesse von einer Podiumsdiskussion
und einem Vortrag durch den Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesministerium
für Bildung und Forschung umrahmt. Interessierte können sich über
die unten stehende Internet-Adresse für die Teilnahme an der Veranstaltung
anmelden. Die Teilnahme berechtigt am UNESCO-Tag zum kostenlosen Eintritt
in die Messe:
