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Aus der Presse

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Der Journalist Karl Rössel, Kurator der Ausstellung bei "artefact", leitete den Eröffnungs-Workshop. Foto: SH:Z31.07.2013 | Flensburger Tageblatt | Nils Leifeld

Jugendliche aus aller Welt bauen Solarduschen

Glücksburg. Teilnehmer des Internationalen Workcamp in Glücksburg trohnen auf den Früchten ihrer derzeitigen Arbeit (Foto). An dieser Stelle entsteht eine nur durch Sonnen kraft angetriebene Dusche. Das Projekt wird auf dem Gelände des Artefact-Zentrums realisiert, welches unter anderem im Bereich der internationalen Entwicklungszusammenarbeit Forschungsarbeit leistet. Die Teilnehmer im Camp kommen aus aller Welt, zum Beispiel aus China. Ein weiteres Projekt von Artefact nennt sich Solivol, in dessen Rahmen junge Leute im Auftrag von Artefact nach Ostafrika entsandt werden.

 

31.07.2013 | Flensburger Tageblatt

Rennradfahrer besucht artefact

Glücksburg. An der Flensburger Förde freuen sich alle auf den zwölften „Ostseeman“ in Glücksburg. Neben sportlichem Ehrgeiz treibt den Rennradfahrer Sebastian Bock noch etwas an: 2900 Kilometer fährt er kreuz und quer durch Deutschland, von Bürgerwindparks zu Vorzeigegemeinden, die alle zum Gelingen einer effizienten Energiewende beitragen. Mit seiner Rundfahrt will Bock aufmerksam machen auf die Notwendigkeit, mit erneuerbaren Energien das Abbremsen des Klimawandels zu erreichen. Am Sonnabend, 3. August, wird er im Zentrum für nachhaltige Entwicklung „artefact“ erwartet, um sich bei einer Führung von Geschäftsführer Werner Kiwitt über die Aktivitäten des Bildungszentrums zu informieren und seine Erfahrungen von den Etappen vorzustellen. Die monatelange Tour kann im Internet verfolgt werden: www.windbewegt.de. Ein weiterer Stopp ist Sonnabendnachmittag vorgesehen: Nach kurzer Tandem-Fahrt zur Kurpromenade werden dort Bock und Kiwitt ab 14 Uhr die Kinder beim Start und Zieleinlauf anfeuern, die sich beim Kinder-Triathlon ins Zeug legen.

 

19.07.2013 | Flensburger Tageblatt

Der Zweite Weltkrieg aus neuer Perspektive

Der Journalist Karl Rössel, Kurator der Ausstellung bei "artefact", leitete den Eröffnungs-Workshop. Foto: SH:ZGlücksburg. Wann begann der Zweite Weltkrieg? Alle Workshop-Teilnehmer waren sich einig: "Beschuss der Westerplatte vor Danzig im September 1939." Doch nicht nur diese Gewissheit wurde durch den Eröffnungs-Workshop der Wanderausstellung "Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg", der unter der Leitung des Kurators Karl Rössel im Zentrum für nachhaltige Entwicklung "artefact" in Glücksburg stattfand, erschüttert.

Denn Soldaten aus 17 Nationen waren bereits seit 1935 in einem Krieg in Ostafrika im Einsatz, mit dem die Kolonialmacht Italien versuchte, das noch unabhängige Abessinien zu unterwerfen. Japan führte bereits Krieg gegen asiatische Nachbarn, bevor der Weltkrieg auch Europa erreichte.

Weit über zehn Jahre lang recherchierten der Journalist Rössel und weitere Aktive auf fünf Kontinenten, um nicht nur Zahlen, sondern auch eindrucksvolle, oft bedrückende Aussagen und Bilder von Zeitzeugen zusammenzutragen, die weder für die ehemaligen Achsenmächte noch für die Alliierten des Zweiten Weltkriegs angenehm sind. Millionen Soldaten wurden weltweit in sogenannten Entwicklungsländern zwangsrekrutiert und meist als Kanonenfutter in die ersten Frontreihen geschickt. Die strategische Kontrolle von rohstoffreichen Regionen war meist wichtiger als Menschenrechte. Hunderttausende Frauen aus China, Südkorea, von den Philippinen und aus anderen asiatischen Ländern, die von der japanischen Armee als Zwangsprostituierte gehalten wurden, fehlen in den meisten Statistiken ebenso wie die Angriffe auf Nachbarländer weit vor dem Jahr 1939. Im europäischen Geschichtsunterricht zählen bis heute oft nur europäische Tote.

Lena Seehausen, die die Wanderausstellung nach Glücksburg holte, war bei der Eröffnung der Ausstellung erfreut über Gäste aus der ganzen Region. Vom landesweiten Bündnis "Eine Welt" war unter anderem die Vorsitzende Irene Fröhlich gekommen, die trotz erheblichen Vorwissens erschüttert war von vielen Details der sorgfältig recherchierten Ausstellung.

Der Blick auf für ihre Unabhängigkeit streitende Afrikaner, Asiaten oder Ozeanier wird in der Schau durch bislang kaum veröffentlichte Dokumente und Zeitzeugen-Aussagen deutlich und hält dem Betrachter einen Spiegel vor. Manch etablierte Gedankengang wird durch unbequeme Wahrheiten in Frage gestellt, wenn je nach Perspektive Opfer auch Täter, Befreier oder Kollaborateure sein können.

"Sehr empfehlenswert für jeden Geschichtskurs - und nicht nur dafür", sagte eine Workshop-Teilnehmerin. Eine Vor- und Nachbereitung des Ausstellungsbesuchs wird von den Organisatoren angeboten. Ansprechpartnerin Lena Seehausen ist erreichbar per E-Mail an lena.seehausen@artefact.de, Nicole Gifhorn: nicole.gifhorn@bei-sh.org.

Karl Rössel arbeitete von 1983 bis 2011 im "Rheinischen JournalistInnenbüro" in Köln als Autor für Hörfunk und Printmedien zu internationalen Themen und ist Mitbegründer des Vereins "Recherche International e.V.".

Besucht werden kann die Ausstellung bei "artefact" in der Bremsbergallee 35: wochentags 9 bis 18 sowie an Wochenenden und im Oktober ab 10 Uhr. Eintritt drei Euro, vier Euro inklusive Besuch des Powerparks. Für Einzelpersonen besteht jeden Donnerstag (Ausnahme: 1. August) ab 15 Uhr die Möglichkeit, an einer Führung teilzunehmen, Gruppen können separate Termine vereinbaren.Weitere Infos: www.3www2.de

 

17.07.2013 | Flensburger Tageblatt | Juliane Kahlke

Zukunftsbranche Erneuerbare Energien

Glücksburger Round Table mit Wirtschaft, Politik und Wissenschaft: Energiewende bis 2030 machbar

Diskutierten über die Bedeutung erneuerbarer Energien für Schleswig-Holstein (v. l.): Werner Kiwitt, Dirk Nicolaisen, Ingrid Nestle, Carlo Jolly, Jess Jessen, Olav Hohmeyer, Rainer Hingst und Ole Hering. Foto: sh:zGlücksburg. Im Bereich der erneuerbaren Energien (EE) steckt in Schleswig-Holstein noch viel Potenzial. Darüber waren sich die Teilnehmer des Round Table "Schleswig-Holstein - mehr Energie, mehr Zukunft?" der Kampagne Neue Energiewirtschaft (NEW) einig. Doch dafür müssen die politischen Rahmenbedingungen verlässlich sein, die Stromnetze ausgebaut und - wie auch die norwegische Wasserkraft - als Speicher genutzt werden, wie Vertreter aus Wirtschaft und Politik in Glücksburg forderten. Die Branche könne aus ihren Erfahrungen in der EE-Wirtschaft profitieren und andere Länder informieren.

Barbara Rudek, Kampagnenleitung NEW, hatte zu Artefact in Glücksburg eingeladen. In dem Zentrum für nachhaltige Entwicklung trafen die Energie-Unternehmer oder Projekt-Manager Rainer Hingst, Ole Hering, Jess Jessen und Werner Kiwitt auf Vertreter aus Wirtschaft und Politik. Die promovierte Staatssekretärin Ingrid Nestle, Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume in Kiel, Olav Hohmeyer, Professor an der Universität Flensburg, und Dirk Nicolaisen, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Flensburg, saßen mit am Tisch. Die Moderation hatte Carlo Jolly, Redaktionsleiter des Flensburger Tageblatts.

Die Energie-Unternehmer forderten verlässliche Aussagen der Politik. "Es herrscht Ungewissheit bei der Politik und bei den Banken", äußerte Ole Hering, Geschäftsführer von North Tec, einem Hersteller von Biogasanlagen in Bredstedt. Die Unternehmer erhielten keine Unterstützung der Kreditinstitute. "Monetär muss da etwas passieren", forderte der Maschinenbauer aus Nordfriesland.

Einer der ersten Windmüller in Schleswig-Holstein dürfte Jess Jessen sein. Der Landwirt nutzt die nachhaltige Energieform seit 1987. Seit 2005 ist sein Osterhof auch im Solarbereich aktiv. Jessen fordert ein gutes Stromnetz. "Die Westküstenleitung ist eine hervorragende Idee", sagte er, empfahl aber, die Rahmenbedingungen für Teilhaber zu verbessern.

Rainer Hingst vertrat die 450 Einwohner von Honigsee (Kreis Plön), die 2006 begannen, eine eigene Energieversorgung aufzubauen, damals noch ohne Marktanreize, wie er betonte. Der Bürgermeister sprach von den sozialen Komponenten, die dem Gemeinschaftsprojekt seinen Erfolg bescherten. "Wir kannten uns lange aus, mit dem Erarbeiten von Zielen", sagte Hingst. Und sie hätten nicht gleich aufgegeben. Erst der dritte Ingenieur habe mit ihnen ihre gewünschtes Nahwärmekonzept umsetzen können. Heute hingen 98 von 103 Haushalten an dem bürgereigenen Nahwärmenetz, gespeist aus der Abwärme eines Biogas-Blockheizkraftwerks (www.energieversorgung-honigsee.de).

Für Olav Hohmeyer ist Honigsee ein "wunderbares Beispiel" für das Potenzial bürgerschaftlichen Miteinanders. "Es sind Schlüsselakteure nötig, die dasselbe wollen, viel Ausdauer im Hintergrund und ein erster Kern, der gemeinsam handelt." In Honigsee gaben zwei Landwirte mit ihrem Wunsch nach Biogas den Anstoß. 32 Personen bildeten den harten Kern, der das Bürgermodell entwickelte. IHK-Mann Nicolaisen hält die Wirtschaft der erneuerbaren Energien für einen echten Gewinn. "Die EE-Wirtschaft entwickelt sich zu einer Branche, die wir vorher nicht hatten." In Nordfriesland gebe es in einigen Regionen nur noch Energiewirte, keine Landwirte mehr.

Die Rede war vom grünen Tourismus, für den eine fest stehende Definition zwar fehlte, der Begriff aber letztlich auf die mögliche Kombination von EE-Wirtschaft und Tourismus verwies. Vor allem Mittelstand und Handwerk profitierten von der Entwicklung dieser Branchen, sagte Nicolaisen. Allerdings sei bezogen auf die Anzahl der Unternehmen und der Beschäftigten die Wertschöpfung in der EE-Wirtschaft höher als im Tourismus. Nestle stellte fest: "Ein Großteil der Wertschöpfung liegt in der Wartung und im Service, weniger in der Produktion." Nicolaisen sieht das Potenzial in der Zusammenarbeit." Er verwies auf Nutzungsansprüche des Unternehmens, auf die Imagepflege des Landes wie auch die touristische Vermarktung. Die könne gut mit konkreten Angeboten im Bereich der EE verknüpft werden, sagte er, mahnte aber zur Vorsicht beim Ausbau von Biogasnutzung. "Die Landschaftsveränderung kommt bei den Gästen schlecht an."

Olav Hohmeyer forderte am Ende auf, auch bei veränderter Ausrichtung der Bundespolitik am Ball zu bleiben. "Wenn wir das weiter ausbauen, können wir die absolute Spitzenrolle weltweit einnehmen", stellte er in Aussicht und gab noch ein Datum mit auf den Weg. "Wir können die Energiewende bis 2030 schaffen."

 

24.06.2013 | Flensburger Tageblatt | Matthias Möhl

Freie Fahrt für die Solar-Mobile

In Glücksburg fahren kleine Fahrzeuge mit Sonnenenergie.

Marie (rechts) und ihre Mitstreiterinnen waren besonders kreativ: Auf ihrem Solarmobil fahren zwei Vögel mit, die während der Fahrt abwechselnd aus dem Häuschen kommen. Das ist ein Siegermobil! Foto: MöhlFritz, Hennes und Derrick stehen an der Wasserbahn und halten ihre selbstgebauten Solarboote fest. Eine Leine wird vor die Boote gehalten und es folgt das Kommando „Auf die Plätze, fertig – los!“.

Fritz hat sein Boot in der Schule gebaut. Hennes und Derrick haben vom Solarcup in der Zeitung gelesen, sich zusammengetan und über einen Monat an ihrem Boot getüftelt. Die drei und viele weitere Teilnehmer des diesjährigen Solarcups sind voller Spannung im artefact Zentrum für nachhaltige Entwicklung. Viele Stunden haben sie selber ihre Solarboote entwickelt. Und nun?

Nun muss am besten die Sonne scheinen und der Wind von der richtigen Seite kommen. „Ich will doch gewinnen! Immerhin sind dies die Landesmeisterschaften im Solarmobil-Bau“, sagen die Teilnehmer. Anregungen und sogar fertige Bausätze haben sich alle bei der Anmeldung über die artefact-Internetseite besorgt.

Aber nicht nur Solarboote sind hier zu sehen. Auch Solarmobile auf Rädern fahren um die Wette. Hierfür ist eine extra Rennbahn mit ganz vielen Scheinwerfern in einer großen Scheune aufgebaut. So können die Rennen regensicher durchgeführt werden.

Lars aus Großsolt-Westerholz, Ronja aus Wanderup und Nils aus Langballig haben ihre Solarmobile in der Ultralight Klasse im Physikunterricht an der Eckener Schule gebaut. Vier Wochen lang haben sie mit der ganzen Klasse jede Woche zwei Schulstunden Zeit dafür bekommen. „Die heutige Teilnahme ist freiwillig“ sagt ihr Lehrer, Herr Rossow. „Und es wird diesmal richtig spannend.“

Ja, allerdings, denn der Sieger darf zu den Deutschen Solarmobil-Meisterschaften in Frankfurt fahren und dort Schleswig-Holstein vertreten. In der Ultraleichtklasse gelingt der Sieg in der Klasse der 10- bis 14-Jährigen Julian Hau, bei den 15- bis 18-Jährigen sind es die Flensburger Carina Rau und Jan Ulrichsen.

So ein richtig tolles kreatives Solarobjekt haben die Mädchen von der Johannes-Brahms-Schule in Pinneberg gebaut – ein Solarmobil mit Vogelhäuschen. Einige Mitstreiterinnen sind schon im Urlaub. Aber für Marie Sommer und ihre Mitschülerinnen hat sich der Weg nach Glücksburg gelohnt: Die Mädchen haben viel Spaß – und den ersten Platz in der Kreativklasse.

Auch dieses Jahr bekam jeder Solartechniker und jede Technikerin eine Urkunde. Und die Sieger der jeweiligen Alters- und Solarklassen nehmen sogar einen prächtigen Wanderpokal mit nach Hause.

 

19.06.2013 | Flensburger Tageblatt | shz

„Tour de Flens“: Energiewende zum Selbermachen

Innovative Gefährte: Einige Mobile der „Tour de Flens“ 2012 auf dem Messegelände von „Artefact“. Foto: IwersenZum dritten Mal radeln und fahren energiebewusste Bewohner und Gäste des Grenzlandes auf der „Tour der Flens“ mit Muskel-, Wind- und Sonnenpower am Sonnabend von Sonderburg nach Glücksburg. Neben persönlicher Fitness und herrlichen Ausblicken über die Flensburger Förde lockt viele Teilnehmer auch die Möglichkeit, zukunftsorientierte Mobilitätskonzepte kennenzulernen: drei beispielhafte Klimaschutzprojekte beiderseits der Grenze wollen beitragen zur Entwicklung einer nachhaltigen Fortbewegung in Alltag und Freizeit. Jeder Interessierte kann an der Fahrt teilnehmen – kostenlos.

Die Initiatoren des Sonderburger „Project Zero“, des Klimapakts Flensburg und und die Betreiber des Glücksburger Zentrums Artefact für nachhaltige Entwicklung wollen nicht warten, bis Klimaschutz auf Bundesebene wirksam wird. „Energiewende selber machen“ ist das Motto der Initiatoren, die auf Basisarbeit vor Ort setzen und allen Bürgern ein erstes Ausprobieren neuer Fortbewegungsmittel nahebringen.

So fahren einige Teilnehmer zum ersten Mal mit einem Pedelec oder einem Elektrofahrzeug. Auch Mitfahrgelegenheiten versuchen die Organisatoren zu vermitteln. Ganz Sportliche fahren mit Rädern ohne Hilfsmotor – die Hauptsache ist: ohne CO2-Ausstoß.

Ein morgendlicher Fahrrad-Shuttle nach Sonderburg ist geplant. Gestartet wird ab 9:30 Uhr an Sonderburgs Ideenschmiede I-Fabrikken, wo die Batterien nochmal aufgeladen werden können.

Nordeuropas größtes Solar-Kollektorfeld ist gerade durch eine Energiegenossenschaft der Bewohner in Gravenstein in Betrieb genommen worden. Bei einem Zwischenstopp mit Führung können die Teilnehmer mehr dazu erfahren. Die Route führt weiter nach Flensburg zum Mobilitätstag (10 bis 14 Uhr) auf dem Aktivbus-Gelände. Eine Zukunftsperspektive des öffentlichen Nahverkehrs wird dort bei einer Probefahrt mit einem Wasserstoffbus vorgestellt. Auch Elektrofahrzeuge stehen Interessierten für eine Testrunde zur Verfügung.

Eine weitere Etappe führt dann zum Campus der Flensburger Hochschulen, wo an der Fachhochschule eine Wind- und Sonnen-Ladestation für Elektrofahrzeuge vorgestellt wird.

Die letzten 12 von 50 Streckenkilometern führen dann nach Glücksburg, zur Abschlussparty im Artefact-Zentrum. Wer noch am Folgetag bei Naturtec und Solarcup eine Runde drehen will, kann sich im Gästehaus einquartieren. Unterstützt wird die 3. Tour de Flens von der Flensburger Brauerei und dem Energiewendeministerium. Die kurzfristige Anmeldung zur Teilnahme ist noch möglich unter www.tour-de-Flens.eu.

Am kommenden Sonntag findet die Naturtec, Deutschlands nördlichste Messe statt. Urlaubsfeeling und Fachberatung durch kompetente Aussteller kommen im Powerpark von Artefact in Glücksburg auf dem Bremsberg zusammen. Rund um nachhaltiges Bauen, erneuerbare Energien und Elektromobilität informieren Praktiker. Pedelecs stehen für Testfahrten zur Verfügung und so manches Elektrofahrzeug, das am Vortag erfolgreich die „Tour de Flens“ bestritten hat. Der Flensburger Klimapakt präsentiert erstmals seine neue Klimaaustellung in Glücksburg.

Landrat Wolfgang Buschmann wird um 12 Uhr zu einem offiziellen Rundgang erwartet. Ein ganz besonderes Highlight soll der Solarcup sein, der parallel zum Marktgeschehen stattfindet: Kinder und Jugendliche kommen mit ihren in den letzten Monaten selbst gebauten kleinen Solarflitzern zum Wettbewerb. Ab 11 Uhr steigen die Achtelfinalläufe, bis nach zahlreichen Rennen, Poster-Präsentationen und Jury-Entscheidungen die Landessieger in jeder Altersklasse gekürt werden.

 

28.05.2013 | Flensburger Tageblatt | Imke Hamann

Champignons vom Solargrill

Schüler waren bei „artefact“ als Projektleiter aktiv und bauten Sonnen-Küche und Mini-Blockheizkraftwerk

Kreativer Tüftler: Viggo Osterloh aus Munkbrarup wurde mit seinem Leichtbau-Fahrzeug Solarmeister 2012. Foto: IwersenDie Sonne lachte über dem „artefact“-Powerpark in Glücksburg, als acht Zwölftklässler der Frithjof-Nansen-Schule in Flensburg ihre Langzeitprojekte im Rahmen des Fachseminars für Projektorientiertes Lernen vorstellten. Mit Unterstützung des „artefact“-Teams haben sie ein Blockheizkraftwerk und eine Außenküche mit Solarreflektoren entwickelt und gebaut.

Gerade für die Präsentation der Küche war die strahlende Sonne Gold wert. So konnten solar-gegrillte Champignons an alle Zuschauer verteilt werden, und siehe da – die Solarküche hat ihre Feuerprobe bestanden. Das Wetter hatte Vanessa Witt, Verena Witt und Marco Nissen oft genug einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Arbeiten an der zu errichtenden Küche wurden durch Schnee und Kälte lange auf Eis gelegt, und daher war in den letzten Wochen sehr viel Fleiß nötig, um alles fertigzustellen. Vor allem das Mauern der Außenwand und das Vernageln der Holzverkleidung, gab Vanessa zu, „war eine große Herausforderung für uns als nicht geübte Handwerker“.

In der Endphase waren sie vier Mal pro Woche in Glücksburg, um ihr Projekt zu beenden. Umso größer war die Enttäuschung, dass die Mauer nicht bis ans Dach heranreicht – die historischen Steine waren ausgegangen. Aufmunternde und lobende Wort fand aber „artefact“-Leiter Werner Kiwitt: „Diese Küche mit allen Details fertigzubauen wäre gar nicht möglich gewesen.“ Er freut sich darüber, die Solarküche nun als Angebot in der steckdosenfreien Zone anpreisen zu können.

Zum Angebot des Powerparks gehört nun auch das Blockheizkraftwerk, das von Ole Bork, Julia Johannsen, Lukas Martensen, Flemming Petersen und Max Straßenburg entwickelt und gebaut wurde. Hiermit kann durch Wärme-Kraft-Kopplung eine effiziente Erzeugung von Strom und Heizenergie stattfinden. Bei der Anfertigung konnten die Schüler sich auch auf Jan-Hendrik Lausen von „Greylogix“ verlassen. Die Firma stiftete die Steuerung und stand bei technischen Fragen mit Rat und Tat zur Seite. Kiwitt: „Das war keine leichte Aufgabe, nur wenige Physiklehrer könnten so etwas aus dem Handgelenk schütteln.“ Er forderte die Schüler dazu auf, „artefact“ auf die Finger zu schauen, ob das Kraftwerk auch richtig gepflegt wird. Einen Wartungsplan hatte die Gruppe dafür schon vorbereitet.

Vor allem die Teamarbeit hat den Schülern gut gefallen. Daher wog es umso schwerer, dass das Küchenteam schon früh ein Mitglied verlor – und somit auch die Motivation. Dennoch konnten sie sich als Gruppe zusammenraufen und ihr Objekt betriebsfertig machen. Beim Bau des Blockheizkraftwerks gab es zwar kleine Dispute, aber diese konnten stets beigelegt werden. Als Fazit ließ Flemming Petersen durchblicken, dass das Fachseminar „durchaus ein sinnvolles Projekt“ ist. Auch Max Straßenburg unterstrich, wie toll die Möglichkeit ist, „aktiv zu lernen, wie man ein Projekt selbst umsetzt“. Klassenlehrerin Claudia Hofmann war sichtlich stolz auf ihre Schüler. Später wurde trotz des Solargrills dann aber doch auf traditionelle Weise mit einem Holzkohlegrill für das Mittagessen gesorgt.

 

28.05.2013 | Flensburger Tageblatt | shz

Letzter Einstieg: Durchstarten beim Solarcup

Kreativer Tüftler: Viggo Osterloh aus Munkbrarup wurde mit seinem Leichtbau-Fahrzeug Solarmeister 2012. Foto: IwersenWeit über hundert Kinder und Jugendliche haben sich bereits Bausätze schicken lassen, um beim Solarcup mit selbst gebauten „Licht-mobilen“ am 23. Juni für Furore zu sorgen: dann finden in Glücksburg im artefact Zentrum für nachhaltige Entwicklung die fünften Landesmeisterschaften statt.

Einige Pokalsieger des letzten Jahres sind bereits angemeldet und wollen den begehrten Wanderpokal verteidigen. Doch die Konkurrenz schläft nicht: Von Niebüll bis Lübeck und von Pinneberg bis Flensburg ist ganz Schleswig-Holstein bei den Anmeldungen vertreten. Sogar aus dem dänischen Sonderburg hat sich ein Team angemeldet. „Von manchen Schulen wie aus Heikendorf haben sich gleich zehn Teams angemeldet“, freut sich Kiwitt über die rege Beteiligung.

Und es können noch mehr werden. Noch bis zum 2. Juni läuft die Anmeldefrist zur Bestellung der Bausätze aus Motor, Modulen und – bei den älteren Tüftlern – erstmals ein Kondensator für eine lichtlose Tunneldurchfahrt.

Um Zeit für den Postweg zu sparen, können sich die Nachwuchsingenieure den Bausatz auch persönlich abholen: bei artefact in Glücksburg.

Seit 2009 finden alljährlich die Landesmeisterschaften im Solarmobil-Bau statt. Schleswig-Holsteins Pokalsieger nahmen 2010 erfolgreich am ersten Bundesfinale 2010 teil. 2012 wurde der Solarcup vom Bundespräsidenten als „Ort der Ideen“ ausgezeichnet. Kiwitt: „Wir laden wieder alle Kinder und Jugendlichen zum Mitmachen am Solarcup ein. Mit Workshops und Mitmachaktionen informieren und motivieren wir landauf, landab.“

Ein neu zusammengestellter Bausatz kann bestellt oder direkt abgeholt und zum individuellen Solarflitzer umgebaut werden. Mit vier Zellen, einem Motor und einigen Übersetzungen erhalten die 10- bis 14-Jährigen einen „Starter-Kit“, der viel Raum lässt für verschiedene Verschaltungen und eine aerodynamische Karosserie und Leichtbaufelgen aus selbst gewählten Materialien. Noch kniffliger wird’s diesmal für die 15- bis 18-Jährigen, die zusätzlich mithilfe eines mitgelieferten Kondensators Strom speichern müssen für eine kurze Tunneldurchfahrt auf der Rennstrecke. In jedem Fall ist auch je Team ein Poster zu erstellen, dessen Präsentation von einer Jury in die Bewertung einbezogen wird.

Die gleiche Grundausstattung, aber mehr Raum für witzige Ideen und liebevolle Detailgestaltung bietet die Teilnahme in der Kreativklasse, die im letzten Jahr wieder mit besonders abgefahrenen Fahrzeugen auffiel und vor allem von Mixed-Teams und Mädchengruppen dominiert wird.

Das landesweite Solarcup-Finale findet am 23. Juni in Glücksburg im Energieerlebnispark und als Programmteil der Ausstellung „naturtec“ statt, auf der sich Teilnehmer, Fans und Familien auch über straßentaugliche Elektro-Fahrzeuge informieren können.

Im September finden in Frankfurt die Deutschen Solarmobil-Meisterschaften statt, für die sich die schleswig-holsteinischen Landesmeister automatisch qualifiziert haben.

 

20.03.2013 | Flensburger Tageblatt | ft

Solarcup regt Tüftler zum Basteln an

Alle „Daniel Düsentriebs“ aufgepasst: Für den fünften Schleswig-Holstein-Solarcup auf der Messe „New Energy“ (21. bis 24. März in Husum) nimmt „artefact“, Zentrum für nachhaltige Entwicklung in Glücksburg, Anmeldungen entgegen. Alle findigen Köpfe sind eingeladen, bis zu den Meisterschaften im Juni zu tüfteln und zu experimentieren

Während der vier Messe-Tage lädt das „artefact“-Solarcup-Team Kinder und Jugendliche, Schulklassen und Lehrer zu Schnupperkursen zum Bau von kleinen Solar-Vehikeln aller Art ein. Teilnehmer erhalten den aktuellen Bausatz mit Karosserie und Verschaltung der vier Spezialmodule. Am 23. Juni gipfelt der landesweite Solarbau-Wettbewerb mit den Finalläufen in Glücksburg, wo dann zehn- bis 18-jährige Tüftler aus Schleswig-Holstein und dem südlichen Dänemark mit ihren Ultraleicht- und Kreativ-Fahrzeugen an den Start gehen und einen Wanderpokal oder andere Preise gewinnen können.

Die Zehn- bis 14-Jährigen bekommen ein „Starter-Kit“ mit vier Zellen, Motor und einigen Übersetzungen, das viel Raum für Verschaltungen, eine aerodynamische Karosserie und Leichtbaufelgen aus selbst gewählten Materialien lässt. Kniffliger wird es für die 15- bis 18-Jährigen: Sie müssen zusätzlich mit einem Kondensator Strom speichern für eine kurze Tunnelfahrt auf der Rennstrecke.

 

11.02.2013 | Flensburger Tageblatt | ft

50. Solarschul-Kursus mit „erfreulichen“ Ergebnissen

Thomas Josten aus Husby (rechts) erhält von Werner Kiwitt sein Solarfachberater-Zertifikat. Foto: SH:ZDer Prüfungsstress hat sich gelohnt: Im Zentrum für nachhaltige Entwicklung „artefact“ in Glücksburg erhielten nun bei winterlichen Temperaturen die erfolgreich getesteten Kursteilnehmer des 50. Solarschul-Durchgangs ihre Urkunden. Als zertifizierter Weiterbildungsträger und Partner der Deutschen Gesellschaft für Solarenergie ist „artefact“ seit nunmehr 13 Jahren die nördlichste Solarschule Deutschlands. „Diesmal waren die Prüfungsergebnisse im Bereich Photovoltaik besonders erfreulich“, berichtet Solarschulleiter Werner Kiwitt. „Die meisten Kandidaten haben mit mehr als 70 Prozent der maximalen Punktzahl die Qualifizierung Solarfachberater erreicht.“

Jahrgangsbester wurde mit 89,1 Prozent Thomas Josten aus Husby, der es sich nicht nehmen ließ, die Urkunde in Glücksburg persönlich in Empfang zu nehmen.

Einig waren sich laut Kiwitt alle Teilnehmer, „dass die Erfolgsgeschichte der Solarenergie weiter gehen muss – und auch weitergehen wird, trotz zuletzt oft irritierender Vorschläge aus der Berliner Politik“. Kiwitt rechnet vor: „Dabei erhält heute jeder Stromverbraucher pro Cent schon vier Mal soviel Solarstrom wie noch vor zehn Jahren. Fossile Energien werden stattdessen immer knapper und teurer.“

Bereits jetzt hätten sich die ersten Interessenten für die nächsten Schulungen in diesem Jahr angemeldet: Im April und im Mai bietet die Solarschule „artefact“ wieder viertägige Intensivkurse zu Photovoltaik und zu thermischen Anlagen an. Weitere Informationen unter www.artefact.de.