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Aus der Presse

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02.08.2011 Flensborg Avis

Internationales Workcamp auf dem Glücksburger Bremsberg / Junge Erwachsene lernen Einsatz regenerativer Energien kennen

Englisch und Deutsch mit den verschiedensten Akzenten sind derzeit auf dem Artefact-Gelände in Glücksburg zu hören. Junge Menschen aus aller Welt sind hier, um alternative Energie begreifen zu lernen und um als SCI-volunteers ehrenamtlich zu arbeiten. SCI ist eine internationale Organisation, die sich für Frieden, Gerechtigkeit und interkulturellen Austausch einsetzt, und die Partner in mehr als 80 Ländern hat. Einer dieser Partner ist artefact, das Zentrum für nachhaltige Entwicklung auf dem Glücksburger Bremsberg.

Die schwarze Schönheit Liz, Bibliothekarin aus Kenia, und die patente blonde Büroangestellte Steffi aus Thüringen leiten das Camp. Zusammen mit der fröhlichen Aartje aus Holland, dem hilfsbereiten Alessandro aus Italien, der nachdenklichen Bilologiestudentin Ilka Rokitta und vielen anderen jungen Menschen aus aller Welt haben sie zwei Wochen lang gestrichen, gehämmert, gesägt und gemauert.

Praktischer Handwerker-Einsatz bei artefact: Alessandro, Liz aus Kenia, Steffi Ilka und Aartje. Foto: infVierzehn Tage lang galt es, nicht nur das Handwerkeln zu lernen und über Umweltschutz nachzudenken, sondern auch das Miteinander von Menschen aus den verschiedensten kulturellen Hintergründen zu probieren. Und das auf engstem Raum. Für viele war das ein schwieriger Toleranztest. Schließlich wurde gemeinsam gekocht, gegessen und in engen Zelten auf dem artefact-Gelände campiert. Für die Hygiene stand trotz der dürftigen Sonnenstrahlungswerte nur die funkelnagelneue Solardusche zur Verfügung.

Eigentlich sei für sie das Miteinander, das Respektieren der anderen Menschen, ihrer Bedürfnisse und ihrer Fähigkeiten das wichtigste Ergebnis des Camps, resümiert Steffi. Eine Erfahrung, die sie in ihre künftige sozialpolitische Arbeit mitnehmen werde.

Produktives Ergebnis der Gemeinschaftsarbeit sind der Ausbau von Wegen, Renovierungsarbeiten an den Gebäuden, aber auch der Bau einer Komposttoilette, wo sogar die Körperpflege mit warmem Wasser, erzeugt mit der Energie aus einer Solarzelle, möglich sein wird. Davon werden bald künftige Campteilnehmer profitieren.

Aus einem Seminarraum klingt Lachen über das Gelände. Gelöste Stimmung bei den solar volunteers. Junge Frauen und Männer bereiten sich auf ihren einjährigen Weltwärtes-Einsatz für solivol vor (Entwicklungspolitischer Freiwilligendienst), bei dem sie bei Vereinen im Umwelt- und Bildungsbereich arbeiten werden. Schon im August fliegen sie zum Arbeitseinsatz nach Ostafrika.

Frank Lüschow ist hier Seminarleiter und gibt seit April in regelmäßigen Schulungen Tipps für das Verhalten in den fremden Kulturen Der früherer Entwicklungshelfer betreut jedes Jahr eine ganze Reihe von jungen Menschen, die sich meist nach dem Abitur ein eigenes Bild von Regionen machen wollen, in denen ganz andere Lebensbedingungen herrschen als im bequemen westlichen Europa. Für die meisten eine gute Vorbereitung auf eine Berufsausbildung und für alle die Gelegenheit, sich selbst kennen lernen. "Es ist Bildung für uns und für andere Menschen, mit denen wir zu tun haben", fasst der 19-jährige Jonathan aus Lübeck sein Bild von der solivol Maßnahme zusammen.

Wissen über Land und Leute, über Ess- und Kleidungsgewohnheiten anderer Länder haben sie gespeichert. Nina Wegener, die bislang an der Flensburger Goetheschule die Schulbank drückte, weiß zum Beispiel, dass sie in Uganda im Arbeitsalltag gepflegt gekleidet auftreten muss: "Ich habe gehört, dass ein Kleid eine gern gesehene Bekleidung ist." Und die Jungs haben verinnerlicht: Auch in Afrika bleibt die shorts für die Freizeit im Schrank. Im office der Organisationen geht es eben auch unter afrikanischer Sonne formell und offiziell zu.

 

21.06.2011 Flensborg Avis

Unter Strom um die Förde

Erlebnisbericht.
Selbst der Regen fuhr ständig mit bei der ersten »Tour de Flens«, einer Fahrt mit Elektromobilen von Sønderborg bis Glücksburg.

Während die restlichen E-Mobile in Flensburg eintreffen, zapft der grüne »EcoCarier« (rechts hinten)FLENSBURG. Das Wetter könnte besser sein an diesem Sonnabendmorgen. Mit nassen Schuhen nehme ich in einem grünen, eckigen »EcoCarier« Platz. Bequem ist zwar anders, aber wenigstens stehe ich nicht mehr im Regen, wie eben noch auf dem Rønhaveplads in Sønderborg. Von hier aus geht sie los, die erste »Tour de Flens«, welche uns in Elektrofahrzeugen gleich einmal um die Förde führen wird. Organisiert hat die Rundfahrt von deutscher Seite aus Werner Kiwitt von »artefact« in Glücksburg, auf dänischer Seite Louise Johnsen vom ProjectZero.
Nach der Begrüßung bahnt sich die Kolonne aus Kleinwagen, einem Motorrad und einem E-Tandem den Weg in Richtung Deutschland. Im Carier neben mir sitzt Gorm Casper von der Industrie- und Handelskammer (IHK). Dieser drückt ordentlich aufs Gas, denn bis zu 77 Kilometer in der Stunde kann der kleine Laster erreichen.
Nach 30 Minuten erreichen wir unseren ersten Haltepunkt, den Hof Benniksgaard in Gråsten. Gestärkt durch Kaffee und sehr süßen dänischen Kuchen geht es weiter. Auch der Regen hat nun wieder eingesetzt.
Der nächste Stopp führtuns nach Sønderhav. Den obligatorischen Hotdog bei Annis Kiosk können wir Teilnehmenden dann aber wieder im Trockenen genießen. Plötzlich kommt Gorm zu mir und sagt, er müsse früher weiter nach Flensburg, um genügend Zeit zu haben, den spartanisch ausgestatteten Carier mit Strom zu versorgen. Der Akku ist bald leer. Ich frage mich, ob das vom »Bleifuß« kommt.
Egal, bis Flensburg fahre ich nun bei Stephan Kleinschmidt in einem Mitsubishi i-MiEV mit. Hier ist der Komfort besser und noch etwas fällt auf:
Elektroautos sind angenehm leise. Stephan ist Kulturausschussvorsitzender in Sønderborg. Er erzählt mir von den Ambitionen Sønderborgs, im Jahre 2017 Europas Kulturhauptstadt zu werden und welche wichtige Rolle Elektromobilität dabei einnimmt. Als wir in Flensburg an der Phänomenta ankommen, sehe ich den grünen EcoCarier schon an der Steckdose.

100.000 Kilometer mit einem Satz Batterien

An anderer Stelle steht ein unscheinbarer Citroën Saxo Electrique. »Baujahr 1998 und kein Nachbau«, erzählt mir sein Besitzer Andreas Gospodar.
Stolz berichtet er, dass sein Auto schon 100.000 Kilometer mit dem ersten Satz Batterien - alte Bleibatterien - zurückgelegt habe. Er sei für die Tour extra aus Tostedt bei Hamburg angereist. »Etwas umständlich ist, dass man alle 100 Kilometer aufladen muss«, verrät er mir. Und eine Zwischenladung dauert knapp vier Stunden. Wieder mit Gorm, Bleifuß und dem grünen Gefährt treffe ich als Erster am Ziel in Glücksburg ein. Anlaufstelle für den Carier ist wieder eine Steckdose. In Glücksburg habe ich noch die Möglichkeit, mit den dänischen Teilnehmer/innen zu sprechen. Diese berichten von ihren Erfahrungen mit dem Projekt »Test en el-bil«.
Fast zwei Monate durften zehn Familien bereits ein Elektroauto gratis ausprobieren. Wie Familie Larsen. »So ein Fahrzeug ist perfekt für den Stadtverkehr«, schwärmt Molly Larsen. Die Freude trübt nur der Preis. Umgerechnet 36.000 Euro kostet so ein E-Mobil.
Den Abschluss unserer Tour bildet das gemeinsame Grillen auf dem Gelände von »artefact«. Ärgerlich ist nur, dass nun der Regen wieder einsetzt.

 

13.05.2011 Flensburger Tageblatt

Großes Interesse am Solarcup bei „Artefact“

Die heiße Phase der Vorbereitung für den dritten Schleswig-holsteinischen Solarcup in Glücksburg hat begonnen. Schon mehr als 40 Teams von Jugendlichen haben sich bis jetzt zum Schleswig-Holstein-Finale am 19. Juni im Glücksburger Zentrum für nachhaltige Entwicklung, Artefact, angemeldet. Geschäftsführer Werner Kiwitt: „Von Lübeck bis Sylt und von Pinneberg bis Flensburg grübeln, schrauben, sägen und löten Jungen und Mädchen zwischen zehn und achtzehn Jahren an merkwürdigen kleinen Fahrgestellen, die alle eines gemeinsam haben: die dunkelblauen Solarzellen auf ihren Dächern.“

Projektleiter Heiko Rux berichtete, dass Dutzende Prototypen die Testläufe überlebt hätten. „Aber andere müssen nach dem ersten Härtetest neu erfunden werden.“ Denn die Sieger lockt die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften in Berlin. Es gibt auch Sachpreise und Pokale zu gewinnen, dank einiger Sponsoren. „Erstmals fragen nun auch jüngere Kinder nach unserem neuen Schnupperwettbewerb, dem Bauen von Solarbooten: Der ist für Einsteiger besonders geeignet“, berichtete Rux. Alexander Boers von der Solarfirma Baltic Solar, war aus Eutin angereist, um einen Prototyp zu Wasser zu lassen. „Einfach toll, was man so alles mit einem Bausatz und eigener Kreativität zustande bringen kann!“, zeigte sich der Wirtschaftsingenieur beeindruckt.
Am 15. Mai auf dem Gottorfer Landmarkt ist „Artefact“ präsent, auch dort besteht dann die Möglichkeit, sich für den Solarcup am 19. Juni anzumelden und den passenden Bausatz gegen Schutzgebühr zu erwerben. Bis 1. Juni ist die Anmeldung möglich. Infos unter www.artefact.de.

 

12.05.2011 sh:z - KiNA Nachrichten für Kinder

Jungendliche bauen flotte Flitzer mit Sonnenantrieb

Hier sind große Tüftler am Werk: Jugendliche in ganz Schleswig-Holstein bauen merkwürdige, kleine Fahrgestelle. Alle Flitzer haben blaue Solarzellen auf dem Dach. Das heißt: Sie fahren mit Sonnenenergie. Noch bis zum 1. Juni läuft die Anmeldephase für den dritten Solarcup in Glücksburg. Teilnehmen können Jugendliche zwischen zehn und achtzehn Jahren.

Und Abfahrt: Start frei für das Solarmobil.Mit einem Bausatz geht es los. Dazu gehören Solarzellen und ein Motor. Der Bausatz kostet fünfzehn Euro. Interessierte bekommen ihn am Sonnabend auf der Nachhaltica in Elmshorn, am Sonntag auf dem Gottorfer Landmarkt in Schleswig oder über das Internet.

Dann ist die eigene Kreativität gefragt. Nur die Größe für das Solarmobil ist vorgegeben. Alle anderen Materialien sind frei. Mit den fertigen Fahrzeugen kann man bundesweit in zwei verschiedenen Klassen antreten. In der Ultraleichtklasse sind besonders schnelle und leichte Flitzer gefragt. In der Kreativklasse wird das Außergewöhnliche gesucht.

Ganz neu ist das Solarbootrennen. Der Bausatz dazu ist einfacher und auch für Einsteiger gedacht, die jünger sind als zehn Jahre. Mehr Informationen gibt es im Artefact Powerpark in Glücksburg oder im Internet unter www.artefact.de.

 

26.04.2011 Flensburger Tageblatt

25 Jahre nach Tschernobyl: Ausstellung bei „Artefact“

Eindrucksvoll zeigt die Tschernobyl-Ausstellung bei „Artefact“ die Folgen der Reaktorkatastrophe vor 25 Jahren. Foto: infSeit Ostern gibt es im Glücksburger Energieerlebnispark „Artefact“ eine Ausstellung zur Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. Statt anonymer Zahlen werden dort in eindrucksvollen Schwarz-Weiß-Fotografien menschliche Schicksale abgebildet, die auch genau 25 Jahre nach dem Gau im russischen Atomkraftwerk immer noch aufrütteln. Zur Verfügung gestellt und aufgebaut hat die Flensburger Greenpeace-Gruppe die erschütternde Dokumentation.

Artefact-Geschäftsführer Werner Kiwitt: „Die Momentaufnahmen der Ausstellung, nur wenige Jahre nach dem GAU dokumentiert, wiederholen sich dabei alljährlich auf fatale Weise: noch heute sind Fehlgeburten, Missbildungen und Leukämie unter den Bewohnern der Region weit verbreitet. Was dort passiert ist und den Menschen um Fukushima nun womöglich bevorsteht, darf nie wieder als Restrisiko billigend in Kauf genommen werden.“
Dass es auch ohne Kohle- und Atomstrom geht, zeigt das „Artefact“-Zentrum schon seit 20 Jahren: das mit dem Europäischen Solarpeis ausgezeichnete Gästehaus wird zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien versorgt. Die Tschernobyl-Ausstellung ist täglich zu den Öffnungszeiten des „Artefact-Powerparks zu besichtigen. Infos unter www.artefact.de.

 

15.04.2011 Flensburger Tageblatt

Solartechnik statt Tierarzt-Praxis?
„Girlsday“ in der Zukunftsbranche

Mit Neugier und Geschick probierten sich Lena Cäcilie Jacobsen (links) und Marlene Puls bei „artefact“ in Glücksburg aus. Heiko Rux (rechts) und Werner Kiwitt gaben dazu die Anleitungen. Foto: friebelGestern war wieder „Girlsday“ – also der Tag, an dem Mädchen mal in Männerberufe reinschnuppern können. Auch Marlene Puls aus Glücksburg und Lena Cäcilie Jacobsen aus Markerup machten mit. Die beiden zwölfjährigen Schülerinnen von der Kurt-Tucholsky-Schule in Flensburg gaben zuvor zwar den für Mädchen typischen Traumberufswunsch „Tierärztin“ an. Sie hatten allerdings den Powerpark „artefact“ als Praktikumsplatz ausgesucht – und dabei schnell festgestellt, dass auch technisches Know-How Spaß machen kann.

Angeleitet von Projektleiter Heiko Rux und auch betreut von Werner Kiwitt, Geschäftsführer von „artefact“, erkundeten die Mädchen zunächst den sogenannten Powerpark, um herauszufinden, wie etwa Sonnenenergie irgendwann aus der Steckdose kommt.

Kiwitt hatte bereits bei der Einladung zum „Girlsday“ versucht, den Ehrgeiz der Mädels zu wecken: „Solarenergie ist nichts für Mädchen? Na klar, denn Mädchen duschen nie, benutzen weder Strom für Handys noch Laptops und leben in Höhlen ohne Licht. Und NaWi-Fächer und Technik kapieren sie sowieso nicht – oder?“, hieß es dort provokant.

Tatsächlich ist es nicht immer selbstverständlich für viele Mädchen – und übrigens auch für die meisten Jungs –, dass Strom nicht „einfach so aus der Steckdose kommt“, wie Kiwitt erklärte.

Marlene Puls hat allerdings schon daheim öfter festgestellt, dass sie mit Werkzeug gut klar kommt. „Wir haben einen Solarroller, daran schraube ich manchmal rum“, erzählte sie selbstbewusst. Und vielleicht will sie ja doch nicht Tierärztin werden, überlegte sie, während sie ein solarbetriebenes Pferdchen bastelte.

„Bei zahllosen Projekttagen haben wir in den letzten Jahren festgestellt, dass Mädchen zunächst viel zurückhaltender als Jungs sind, wenn es darum geht, einen Schraubendreher , eine Säge oder einen Lötkolben in die Hand zu nehmen. Aber wenn sie diese Hürde erst einmal überwunden haben, sind sie oft mit mehr Ausdauer und feinmotorischen Fähigkeiten dabei“, erklärte Kiwitt schließlich.

Projektleiter Heiko Rux hoffte am Ende des Ausprobier-Tages schließlich, dass die beiden Mädchen sogar einige Ideen für den Bau eines richtigen Mini-Solarautos mitnehmen. Denn für den „Solarcup 2011“ können Zehn- bis 18-Jährige mit einem Bausatz ab sofort experimentieren, um am 19. Juni bei den Landesmeisterschaften mit ihrem Fahrzeug ins Rennen zu gehen.
Schon viele Mädchen waren in den vergangenen Jahren beim Wettbewerb dabei und wurden sogar Pokalsieger, meinte Rux. Doch es könnten gern noch mehr werden: „Die Branche der erneuerbaren Energien braucht dringend auch pfiffige Elektrikerinnen, Mechatronikerinnen und Ingenieurinnen“, fügte Kiwitt an. „In unseren Solarschulungen dominieren immer noch eindeutig die Männer.“ Deshalb fand er es schade, dass sich auch für den „Girlsday“ nur zwei Mädchen angemeldet hatten.

 

04.04.2011 Flensburger Tageblatt

Fernseh-Erfolg: Leuchte des Nordens geht erstmals nach Glücksburg

„artefact“-Chef Werner Kiwitt setzte sich gestern Abend gegen die Vertreter von vier Bundesländern durch

„Niemals wäre ich auf die Idee gekommen, mich dafür zu bewerben. Schließlich bin ich gebürtiger Rheinländer“, sagt Werner Kiwitt, Geschäftsführer von „artefact“, Zentrum für nachhaltige Entwicklung auf dem Glücksburger Bremsberg. Doch das Team der NDR-Fernseh-Quizshow „Leuchte des Nordens“ hatte Kiwitt als Vertreter für das nördlichste Bundesland gesichtet. Und Moderator Carlo von Tiedemann wollte den Wahl-Glücksburger nach einem Probe-Drehtag unbedingt in der Show haben. Bei dieser wird jedes der fünf norddeutschen Bundesländer durch einen Ratefuchs vertreten, der sich gut im Norden auskennen sollte. Der beispielsweise weiß: Was ist ein Kiekschapp? Welche Insel hat einen Ellenbogen? Oder wo kommt ein Lümmelbeschlag zum Einsatz?

Werner Kiwitt siegte mit Wissen und Bauchgefühl. Foto: IweIn jeder Sendung geht es um den Preis „Leuchte des Nordens“ und auch um die seit Jahren laufende Länderwertung. „Ich hätte also nicht nur mich, sondern gleich ganz Schleswig-Holstein blamieren können“, sagt Kiwitt. Dennoch traute er sich, sein Wissen vor laufenden Fernsehkameras zu testen – mit Erfolg. Aus der Sendung, die gestern Abend auf N3 zu sehen war, ging Kiwitt als Sieger hervor. Die „Leuchte des Nordens“ steht nun in Glücksburg. Die Entscheidung fiel erst bei der letzten Frage. Hat der Sieger die meisten Antworten wirklich gewusst ? „Ich habe auch einige Mal geraten und auf mein Bauchgefühl gehört“, gesteht Werner Kiwitt.

Für den ersten Preis gibt es nicht nur eine Trophäe, sondern auch eine Reise, meistens sogar eine Fernreise in südliche Gefilde. Für Werner Kiwitt und seine Frau geht es „nur“ in die Lüneburger Heide. Enttäuscht ? „Im Gegenteil, denn ich bin kein Spaßflieger. Ins Flugzeug steige ich nur aus beruflichen Gründen“, sagt Kiwitt. Anderes ließe sich mit seinen ökologischen Grundüberzeugungen nicht vereinbaren.

Kiwitt nutzte seinen Fernsehauftritt auch, um auf den landesweiten, von artefact veranstalteten Solarcup am 19. Juni aufmerksam zu machen. Dafür können alle interessierten Kinder und Jugendlichen im Alter von zehn bis 18 Jahren eine Bausatz anfordern, aus dem ein kleiner Solarflitzer gebaut wird, der möglichst schnell oder lang angetrieben von Solarenergie fahren soll. Der Standdardbauatz kann durch Materialien nach Wunsch erweitert werden.

„Wir wollen nicht nur Daniels, sondern auch viele Daniela Düsentriebs zum Tüfteln motivieren “, sagt Kiwitt. Die Gelegenheit für Mädchen, sich an Solarenergie heran zu testen, bietet „artefact “ zum Girls’ Day am 14. April. „Haben Mädchen die erste Hürde überwunden, sind sie oft mit mehr Ausdauer und besseren feinmotorischen Fähigkeiten als Jungen bei der Sache“, sagt Kiwitt.

 

17.03.2011 Flensburger Tageblatt

Solar-Cup auf der „New Energy“

SolarDer Solar-Cup, von Artefact in Glücksburg konzipierter und bundesweit ausgetragener Wettbewerb für die spielerische Nutzung von Solarenergie – kommt auf die Messe „New Energy“ in Husum, die heute um 10 Uhr öffnet. Erstmals beginnt direkt auf der Messe die Anmeldephase für den Schleswig-Holstein Solarcup. Rund um eine aufgebaute, kleine Rennstrecke werden nicht nur fertige Fahrzeuge ausgestellt, sondern Schulklassen und Jugendgruppen sind auch eingeladen, selbst bei einem Schnupper-Workshop aktiv zu werden und Ideen für den eigenen Fahrzeugbau zu testen.

Dank der Unterstützung der Bingo Umweltstiftung, von vier Solarfirmen und der Nospa-Jugendstiftung kann der neue Bausatz aus sechs Kleinmodulen, Motor und Getriebe für nur 15 Euro je Team bezogen werden. Die Ausstattung erlaubt in diesem Jahr noch mehr Varianten bei der Verschaltung als beim letztjährigen Wettbewerb, zu dem sich bereits mehr als 70 Teilnehmer angemeldet hatten. „Wir haben in diesen Tagen alle Schulen des Landes zu Händen der Nawi-, Technik- und Kunst-Lehrer angeschrieben und zum Mitmachen eingeladen“, erläutert der Projektleiter Heiko Rux vom Zentrum für nachhaltige Entwicklung, Artefact. „Wer mit seiner Schulklasse zur New Energy kommt, sollte sich vorab mit uns in Verbindung setzen, um eine Uhrzeit am Artefact- Infostand zu vereinbaren. Auch einfache Bausätze für den zusätzlichen Solarboot-Schnupperwettbewerb können getestet werden.“ Denn auch jüngere und ältere Erfinder haben sich inzwischen vom Solarfieber anstecken lassen: Auch sie können in diesem Jahr erstmals außer Konkurrenz experimentieren. Das Hauptaugenmerk wird sich aber wieder auf die Pokalwettbewerbe in der Ultraleicht- und in der Kreativklasse der Fahrzeuge richten, die von Teams zehn-bis achtzehnjähriger Kinder und Jugendlicher gewonnen werden können. Wer einen echten Champion mit seinem Solarflitzer kennenlernen möchte, hat dazu am Sonntag Mittag Gelegenheit: Till Opitz aus Neuberend, der Titelverteidiger und amtiererende deutsche Solarmobil-Champion, ist dann am Stand anzutreffen, um sein Gewinnerfahrzeug, den „Boxerfisch“ vorzustellen.

Weitere Infos zum Solarcup 2011 unter www.artefact.de/solarcup

 

24.01.2011 Flensburger Tageblatt

Nach Prüfung zum Solarfachberater Job in Indien angenommen

Die frisch gebackenen Solarberater Volker Sasse, Ulrich Franzky, Dirk Dostal, Thomas Scheel und Bernd Deyke (von links) mit Werner Kiwitt (Artefact, hinten). Foto: sh:zVierzehn Prüfungen zum Solarberater waren vor Weihnachten erfolgreich abgelegt worden, doch die Bescherung gab es erst im neuen Jahr im Artefact-Zentrum in Glücksburg.

In den Bereichen Photovoltaik sowie Solarthermie wurden im vergangenen Herbst mehrere Kurse in Glücksburg und Kiel durchgeführt, die die Grundlage für berufliche Weiterentwicklungen liefern sollten. Mehrere Teilnehmer suchen mit Unterstützung der Transfergesellschaft damit neue Perspektiven in einer zukunftsorientierten Branche, andere arbeiten bereits mit Architektur- und Ingenieur-Büros und wollten Solartechnik beim Hausbau gleich mit anbieten.

„Die wieder steigenden Ölpreise machen Solarthermie-Anlagen auch ohne Zuschüsse immer wettbewerbsfähiger“, bewertet Solarschulleiter Werner Kiwitt die Aussichten im Heizungsbereich. Bei der Photovoltaik sei die Förderung des Eigenverbrauchs eine begrüßenswerte Entwicklung für private wie gewerbliche Betreiber und eine neue Herausforderung an Auslegung und Energiemanagement: Bei mindestens 30 Prozent Eigenverbrauch werde der besonders gefördert, so Kiwitt.
Die Anwendung der Solartechnik unter ganz anderen Konditionen hat hingegen der erfolgreich geprüfte Solarfachberater Gopal Krishna aus Wees im Blick: Ihm muss das Zertifikat der Gesellschaft für Solarenergie jetzt nach Indien nachgeschickt werden, wo der Ingenieur bereits seit Jahresbeginn arbeitet.