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Aus der Presse

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08.10.2010 Flensburger Tageblatt

Fisch mit Luftballon besiegt Hurricane

Energie: Finale des Wettbewerbs Solarmobil Deutschland. Mitten auf dem Potsdamer Platz in Berlin ist eine Rennstrecke aufgebaut. Schülerteams aus sechs Bundesländern lassen ihre selbstgebauten Solarmobile gegeneinander antreten. Trotz strömenden Regens bleibt die Strecke während der Rennen von staunenden Touristen umlagert. Oft brandet Szenenapplaus auf – vor allem wenn die dem Boxfisch nachempfundene Karosse eines Elfjährigen über die Strecke flitzt.

Fisch mit Luftballon besiegt Hurricane

 

06.10.2010 Flensburger Tageblatt

Elfjähriger baut Deutschlands schnellsten Solarflitzer

Elfjähriger baut Deutschlands schnellsten Solarflitzer Foto:dewanger

Deutschlands erfolgreichster Daniel Düsentrieb ist erst elf Jahre alt und kommt aus Berend bei Schleswig. Der kleine Solarflitzer von Till Opitz (Foto) war im Juni schon auf der Rennbahn in Glücksburg bei den ersten Landesmeisterschaften für Schüler nicht zu schlagen. Jetzt kehrte der Elfjährige auch vom ersten Bundes-Solarcup aus Berlin als Sieger zurück. Vertreter des veranstaltenden Bundesministeriums für Forschung und Entwicklung, namhafte Ingenieure und vor allem die deutlich älteren und erfahreneren Konkurrenten staunten an der zehn Meter langen Rennstrecke nicht schlecht über die von Solarmodulen angetriebene Konstruktion des jungen Schleswig-Holsteiners, die nach drei spannenden Finalläufen mit 7,3 Sekunden Vorsprung die Nase vorn hatte. Der Grundbausatz mit vier Solarmodulen und einem Motor war für alle Teilnehmer identisch. Tills Erfolgsrezept war das geringe Gewicht: „Ich habe viele kleine Löcher in mein Solarmobil gebohrt, deshalb war es so schnell.“

 

06.10.2010 Flensburger Tageblatt

Solar-Champion kommt aus Berend

Solar-Cup: Till Opitz (11) schockte die erfahrene Konkurrenz beim ersten Bundesfinale in Berlin. Entscheidung fiel erst im Stechen.

Solar-Champion kommt aus Berend

Schon bei den ersten Landesmeisterschaften im Juni bei „artefact“ in Glücksburg war Till Opitz nicht zu schlagen. Der kleine, ultraleichte Solarflitzer des erst elfjährigen Jungen aus Berend ließ die Gefährte der anderen 59 Schüler-Teams aus ganz Schleswig-Holstein klar hinter sich. Nun kehrte der Daniel Düsentrieb aus dem Kreis Schleswig-Flensburg auch als Sieger des ersten Bundes-Solarcups aus Berlin zurück. Zu diesem hatte das Bundesministeriums für Forschung und Entwicklung eingeladen.

„Ich habe auf einen Erfolg gehofft. Aber ich wusste natürlich nicht, wie gut die anderen sind“, sagt Till nach seiner Rückkehr. Ihm und allen anderen Teilnehmern stand sowohl für die Landeswettkämpfe als auch für den Bundesentscheid ein Bausatz jeweils bestehend aus vier Solarmodulen und einem Motor zur Verfügung. Die Wahl aller anderen Materialen zum Bau der Solarmobile war frei. CDs, Playmobil, Legosteine oder verschiedene Leichtmetalle kamen zum Einsatz.

Die 13 besten Teams und Einzelstarter aus fünf Regionalwettbewerben traten in Berlin gegeneinander an. Außer Till Opitz hatte sich aus Schleswig-Holstein auch das das Solarteam Pinneberg qualifiziert. Während es in der Kreativklasse vor allem auf die Fantasie bei Materialauswahl, Form und Größe ankam, mussten die Mobile der Starter der Ultraleichtklasse möglichst schnell sein. Die Gewinner-Fahrzeuge der Landeswettbewerbe mussten vor dem Start mit einheitlichen Modulen ausgestattet werden. Manche Karosserie wurde komplett umgebaut. Till Opitz musste die gelöteten Verbindungen seines Flitzers zersägen, um die Einzelflächen anders zu verbinden. Die Konkurrenz hatte es in sich. Als heiße Favoriten galten die Elektrotechnik-Lehrlinge von der Wechselrichter-Schmiede „sma“ aus Kassel sowie die Teams aus Chemnitz und Frankfurt.

Doch gleich im ersten Vorlauf schockte Till Opitz die Mitbewerber auf der zwei mal zehn Meter großen Bahn. Die gute Zwischenzeit wurde durch seinen speziellen Luftballon-Airbag nach Bandenaufprall auf dem Rückweg noch unterboten. Nach souveränem Einzug ins Halbfinale und in das Finale der letzten drei wurde es nochmal spannend. Das erste Rennen gewann der junge Schleswig-Holsteiner, das zweite Rennen ging jedoch an das Sachsenteam. Erst das Stechen im dritten Lauf brachte die Entscheidung. Am Ende lag Till Opitz mit 7,4 Sekunden auf 20 Metern vorne. Warum war sein Solarmobil so schnell? „Ich habe es so leicht wie möglich gemacht und viele Löcher reingearbeitet“, sagt der Sieger.

Vertreter des Bundesforschungsministeriums und vom Verband Deutscher Ingenieure (VDI) gratulierten dem frisch gebackenen Solar-Champion in der Veranstaltungshalle am Potsdamer Platz. Dort belegte das Pinneberger Solarteam den sechsten Platz. Die Meisterfeiern in Schleswig-Holstein dauern noch an. Doch schon bald beginnen die Vorbereitungen auf den „artefact“- Solarcup 2011.

Zu den Gewinnern des Solarcups zählen auch die Umwelt und der Arbeitsmarkt der Erneuerbaren Energien, auf dem Till Opitz nach seinem Schulabschluss beste Chancen haben dürfte.

 

27.09.2010 VDE/BMBF

Glücksburger Schüler siegt bei SolarMobil-Wettbewerb

Finale des VDE/BMBF Schülerwettbewerbs „SolarMobil Deutschland“ in Berlin

Till Opitz (11) aus Glücksburg hat das schnellste Solarfahrzeug entwickelt und damit den ersten Platz im Finale des Schülerwettbewerbs „SolarMobil Deutschland“ am Potsdamer Platz in Berlin erreicht. Knapp 150 Schüler traten in 38 Teams mit ihren selbstgebauten Modellfahrzeugen in den Kategorien Ultraleicht-Klasse und Kreativklasse gegeneinander an. Zwei Schülerteams aus Glücksburg waren dabei, sie hatten sich zuvor beim Regionalwettbewerb „Artefact Solarcup“ qualifiziert. Anlässlich des aktuellen Wissenschaftsjahrs „Zukunft der Energie“ veranstalteten der VDE und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) am „Tag der Energie“ den Wettbewerb mit Teilnehmern aus sechs Regionalwettbewerben erstmals auf Bundesebene. „Hier haben Schülerinnen und Schüler die einmalige Möglichkeit zu erfahren, wie Technik funktioniert, indem sie selbst kreativ sind und Konzepte für alternative Fahrzeugantriebe entwickeln“, so Dr.-Ing. Hans Heinz Zimmer, VDE-Vorstandsvorsitzender. Neben einem Fahrzeug präsentierte jedes Team der Jury ein Poster mit Angaben zu den Komponenten wie Motor und Getriebe ihres Fahrzeugs.

Die Glücksburger Schüler traten mit zwei Teams in der Ultraleicht-Klasse an, in der die Schnelligkeit der Fahrzeuge ausschlaggebend war. Auf einer zehn Meter langen Strecke starteten sie ihre Modellautos, die nach festgelegten Vorgaben angefertigt waren. Jedem Team wurden die gleichen Solarmodule zur Verfügung gestellt, Batterien oder andere Energiespeicher wie Kondensatoren waren nicht zugelassen. In der zweiten Kategorie des Wettbewerbs, der Kreativklasse, bewertete die Jury neben technischen Details wie umweltschonender Bauweise vor allem die Originalität der Fahrzeuge.

Über das Wissenschaftsjahr der Energie
2010 ist das durch BMBF, Wissenschaft im Dialog und die Helmholtz Gemeinschaft initiierte Wissenschaftsjahr „Die Zukunft der Energie“. Bundesweite Aktionen informieren über eine sichere und umweltverträgliche Energietechnik. In diesem Rahmen möchten BMBF und VDE den spielerischen Umgang mit Zukunftstechnologien fördern, um Interesse an einer Ausbildung und späteren beruflichen Tätigkeit im Bereich der grünen Technologien zu wecken. Nähere Informationen zum aktuellen Wissenschaftsjahr finden Sie unter www.zukunft-der-energie.de.

 

20.08.2010 Flensburger Tageblatt

Drei Wochen voller Körpereinsatz mit Begeisterung an der Umwelt

Drei Wochen voller Körpereinsatz mit Begeisterung an der Umwelt

Im Sommer mal nicht einfach nur in den Urlaub fahren, sondern etwas Sinnvolles für die Umwelt tun und dabei noch lernen? Dazu haben sich elf junge Menschen aus sieben Nationen in diesem Jahr entschieden. Auf dem Gelände des artefact-Zentrums in Glücksburg gibt es für die Teilnehmer in den drei Wochen, kräftig anzupacken. Angst vorm Dreckigwerden hat hier niemand: Beton wird gemischt und mit der Schubkarre über das große Gelände bugsiert, um das Fundament für die neue Komposttoilette zu gießen.

Zu tun gibt es für Ayako, Helena und Gary (Foto v.l.) beispielsweise an einer alten Solaranlage, die mal als Anschauungsobjekt dienen soll. „Hier gibt es aber keine festen Gruppen, jeder arbeitet an allem mit“, erklärt Helena, die 20-jährige Campleiterin. Trotz des starken Regens der vergangenen Tage sind die Teilnehmerzelte auf dem Gelände standhaft und trocken geblieben.

„Einige sind wirklich nicht zu bremsen, trotz des Wetters“, sagt Werner Kiwitt, Geschäftsführer des artefact-Zentrums, über die Teilnehmer. Aber draußen arbeiten konnte man nicht – dafür wurde der Steinboden im Gemeinschaftshaus geöffnet und eine Wasserleitung gelegt. „Man muss sich nur etwas einfallen lassen und sehen, wo etwas zu tun ist“, so Kiwitt.
Bis zum 27. August werden die jungen Leute noch ihre Kräfte zum Arbeiten im Freien nutzen, bevor es nach Hause oder weiter ins nächste Workcamp geht.

 

11.08.2010 Flensburger Tageblatt

Spannende Vision: Sauberer Strom aus der Wüste

Club-of-Rome-Präsident Max Schön stellt das faszinierende Projekt Desertec bei „artefact“ in Glücksburg vor

Eine Vision für die Welt, präsentiert im kleinen Glücksburg: In nur sechs Stunden fällt so viel Sonnenenergie auf die Wüsten, wie auf der gesamten Erde im Jahr verbraucht wird. Die technischen Möglichkeiten, diese Energie zu speichern und sie durch ein Leitungsnetz auf der gesamten Erde zu verteilen, sind heute gegeben. Sachlich, integer und mit einer überzeugenden Selbstverständlichkeit verblüffte Max Schön, Deutschland-Präsident der renommierten Weltorganisation Club of Rome, mit diesen faszinierenden Aussagen viele der zahlreichen Zuhörer, die Montag Abend zu den Glücksburger Gesprächen zu „artefact“ gekommen waren.

Wo liegt also das Problem? Warum baut die Welt dieses Netz nicht, befreit sich von der Abhängigkeit von Öl, Gas, Kernkraft und senkt die durch CO2-Emissionen verursachte Fieberkurve der Erde mit ihren verheerenden Folgen? „Das Projekt ist so groß, es ist so viel zu tun und klären, bevor tausende Solarkraftwerke gebaut werden können“, sagt Schön. Gemeint sind vor allem juristische Fragen über Zuständigkeiten, Lizenzen und Haftungen, die dieser Tatsache Rechnung tragen: 90 Prozent der Menschen leben mindestens 3000 Kilometer von den Wüsten der Welt entfernt.

Spannende Vision: Sauberer Strom aus der Wüste
Exklusiver Gast: Club of Rome-Präsident Max Schön bei „artefact“.
Foto: dewanger

Doch ein erster großer Schritt ist seit kurzem getan. Desertec heißt das Projekt, das zur Basis für eine saubere Stromversorgung in 30 Jahren für eine Welt mit dann wahrscheinlich zehn Milliarden Menschen werden könnte. Dahinter steht ein Netz, das über Europa, Nordafrika und die arabische Halbinsel gelegt werden soll. Durch dieses soll Energie fließen, die an verschiedensten Orten aus unterschiedlichen regenerativen Ressourcen gewonnen wird. Solarkraft der nordafrikanischen Wüsten und die Windenergie aus dem Großraum Nordsee spielen dabei zwei ganz entscheidende Rollen.

Das Klimaproblem könne nur noch durch alle Potenziale der regenerativen Energien in den Griff bekommen werden, betont Schön, dessen Großvater das Lübecker Traditionsunternehmen Max Schön-Stahlhandel gründete. „Die schon vor Jahren geschlossene Partnerschaft zwischen Schleswig-Holstein und Marokko ist ein wegweisendes Beispiel für die erfolgreiche Kooperation des Sonnen- und des Technikgürtels der Erde“, betont Schön, der seit wenigen Wochen auch Aufsichtsratsvorsitzender von Desertec ist.

Mit an Bord – zusammen geschlossen in einer Foundation – sind schon eine ganze Reihe namhafter deutscher Unternehmen, die mehrere hundert Millionen Euro in das Projekt investieren wollen. Ein herausragender Partner aus Norddeutschland ist laut Schön die HSH-Nordbank. Auch an politischer Rückendeckung mangelt es nicht. In einer Grundsatzerklärung haben alle Bundesländer zugesichert, Desertec zu unterstützen.

Politik muss auch ein großes Interesse an der Lösung der Energiefrage haben. „Denn der Migrationsdruck aus Nordafrika Richtung Europa wird weiter steigen“, betont Schön. Wie auch der Meeresspiegel, wenn es nicht gelingt, die weltweiten CO2-Emissionen bis 2020 erheblich zu senken. Falls nicht, muss Schleswig-Holstein mit schlimmen Folgen rechnen. Bis 2100 wird mit einem Meeresspiegelanstieg von 20 Zentimetern bis zu einem Meter gerechnet. „Bei einem Meter brauchen wir nicht mehr über Küstenschutz, sondern nur noch über Evakuierungspläne für weite Landstriche zu reden“, sagt Schön.

Die Zeit drängt also. Wie sieht der Desertec-Zeitplan aus? In drei Jahren will die Foundation Ziele, Lösungsansätze, Richtlinien, Finanzierungskonzepte und Vorgehensweisen für die Realisierung des Energienetzes zwischen Europa, Afrika und Asien entwickeln. Dieser Masterplan soll überall auf der Welt funktionieren. Denn die entscheidenden Märkte im Kampf gegen die Erderwärmung sind laut Schön China, Indien und die USA.

Club of Rome
Die unpolitische Weltorganisation verdankt ihren Namen einem Abendessen in Rom im Jahr 1968. Bei diesem beschlossen nach einigen Gläsern guten Weins Aurelio Peccei und Alexander Kling, eine Initiative zu gründen, die sich für eine lebenswerte und nachhaltige Zukunft der Weltbevölkerung einsetzt. Heute unterstützen den Club of Rome weltweit 30 nationale Gesellschaften mit 1700 Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kultur, Wirtschaft und Politik, darunter alle europäischen Königshäuser. Bekannte deutsche Repräsentanten sind Richard von Weizsäcker, Liz Mohn, Klaus von Dohnanyi und Mojib Latif. Aufsehen auf allen Kontinenten erregte der Club of Rome 1972 mit dem viel und kontrovers diskutiertem Bericht „Limits of Growth“ (Die Grenzen des Wachstums), dem ersten der regelmäßig erscheinenden Berichte der internationalen Denkfabrik zur Lage, Zukunft und den Bedrohungen der Welt.

 

27.07.2010 Flensburger Tageblatt

Als Geschenk zum Jubiläum:
Ein Mini-Leuchtturm mit Pedal-Power

Pünktlich zum Jubiläum des Wahrzeichens von Falshöft kann bei „Artefact“ der „kleine Bruder“ erleuchtet werden

„Puh, ist das anstrengend!“, keucht der zwölfjährige Sven beim Treten in die Pedale. Kein Wunder, denn er bewegt nicht etwa sein Fahrrad vorwärts, sondern betreibt mit seiner schweißtreibenden Tätigkeit das Leuchtfeuer von Falshöft.

Aber: Der Leuchtturm, den er in Betrieb setzt, steht gar nicht in Falshöft, sondern im Energieerlebnispark von artefact in Glücksburg. Pünktlich zum 100-Jahr-Jubiläum des Originals kann der kleine Bruder des berühmten Leuchtturms, der seit kurzem sogar eine Briefmarke ziert, im Glücksburger Powerpark in Betrieb genommen werden. „Das ist unser Geburtstagsgeschenk an den hundertjährigen Kollegen“, schmunzelt Werner Kiwitt von „Artefact“. „Ohne sichere Energieversorgung wäre die Funktion eines Leuchtturms gefährdet. Statt Petroleumlampen und anderen Übergangstechniken zeigen wir unseren Besuchern, wie krisenfeste und ungefährliche Energieversorgung von heute und morgen aussieht.“

In Deutschlands erstem Energieerlebnispark können die Besucher schon seit zehn Jahren entdecken, wie Wind entsteht oder Wasser bergauf fließen kann. Urlauber, Schulklassen und andere Besuchergruppen können hier auch erforschen, wie die Sonne in die Steckdose kommen kann. Das angegliederte Gästehaus erhielt schon 1998 den Europäischen Solarpreis für seine Bauweise und erneuerbare Energieversorgung. In diesem Sommer lockt zusätzlich eine aktuelle Ausstellung der Verbraucherzentrale zum Thema „Klima schützen kann jeder!“ in den Powerpark.

Mini-Leuchtturm mit Pedal-Power
Der zwölfjährige Sven muss sich anstrengen, um das Leuchtfeuer zu entfachen.
Foto: sh:z

 

27.07.2010 Flensburger Tageblatt

Ausstellung zeigt:
Klima schonen im Alltag

Glücksburg Wie viel CO² „steckt“ in einem Pfund eingeflogener Erdbeeren im Vergleich zu solchen Früchten aus der heimischen Nachbarschaft? Wie viel Treibhausgase „kostet“ das Grillfleisch? Eine Ausstellung der Verbraucherzentrale und dem Verein „Geo step by step“ bietet, Einblicke, wo und wie alltägliches Handeln Folgen für das Klima hat.

„ Es ist ganz einfach und vor allem lukrativ, im Alltag das Klima zu schützen.“ So lautet die zentrale Botschaft der Wanderausstellung der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein „Klima schützen kann jeder!“ Sie ist im Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact in Glücksburg, täglich von 10 bis 18 Uhr zu sehen. Verschiedene Themenstationen laden auf unterhaltsame Weise ein, den Treibhausgasen im Verbraucheralltag auf die Spur zu kommen. Wer sich für die Hintergründe der globalen Erwärmung interessiert, findet Fakten, Erklärungen und Prognosen auf mehreren Infosäulen. Die Ausstellung eröffnet mit originell gestalteten Beispielen aus unserem Verbraucheralltag spannende Blickwinkel auf heikle Nebenwirkungen des alltäglichen Verhaltens. Die Ausstellung hält uns nicht nur den Spiegel vor, sondern zeigt auch, wie einfach es sein kann, Gesundheit, Vernunft und private Ausgabenpolitik auf einen Nenner zu bringen. Sie macht auch Lust auf leckere Lebensmittel aus der Region, den Urlaub ohne Fluganreise oder auf das Einsparen von Geld und Energie durch den genaueren Blick auf das Kleingedruckte beim neuen Kühlschrank.

Zusätzlich bietet die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein Gymnasial- und Realschulklassen der Jahrgangsstufen sieben bis zehn nach Terminabsprache eine kostenlose 90-minütige Lehreinheit zur Ausstellung an. Ziel ist es, Interesse und Neugier am Thema Klima und Klimawandel zu wecken und zum Mitmachen anzuregen. Im Gespräch mit der Mitarbeiterin der Verbraucherzentrale können die Schüler die Klimaschutzempfehlungen der Ausstellung mit eigenen Kenntnissen und Erfahrungen abgleichen und ergänzen. Führungen für Schulklassen können bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein vereinbart werden. Ansprechpartnerin ist Fr. Struck unter struck@verbraucherzentrale-sh.de oder 0431/59099-172.

Die Schau als Teil des artefact-Energieerlebnisparks ist bis zum Ende der Sommerferien täglich von 9, an den Wochenenden von 10 bis 18 Uhr geöffnet: artefact Powerpark Bremsbergallee 35 , Glücksburg Infos: 04631-61160.

 

24.07.2010 Flensburger Tageblatt

Über „Artefact“ nach Tansania

Zwei junge Männer aus Mohrkirch und Ulstrup werden ab September in Ostafrika ein Jahr lang in Projekten arbeiten

Als sie sich für das Projekt „Westwärts“ interessierten und im Internet recherchierten, welche Bedingen für die Teilnahme am Freiwilligendienst des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung zu erfüllen sind, staunten Florian Wagenknecht aus Mohrkirch und Jens Oke Johannsen aus Ulstrup nicht schlecht: Sozusagen vor ihrer Haustür, nämlich bei „Artefact“ in Glücksburg, konnten sie sich als „Volunteers“ und damit als Freiwillige bewerben. Genau das, was sie sich für das Jahr nach dem Abitur an der Flensburger Duborg-Skole gewünscht hatten. Nun haben die beiden das Abitur und auch das Ticket für Tansania in der Tasche, wo sie als Mitarbeiter von „Solivol“ ab September ein Jahr lang unterschiedliche Aufgaben übernehmen werden, die allesamt mit nachhaltiger Entwicklung zu tun haben.

Umweltschutz und Völkerverständigung hatten die beiden ohnehin interessiert. Themen, die auch in den Elternhäusern immer wichtig waren. Deshalb standen die Eltern auch „voll dahinter“ als die beiden sich entschlossen, bevor es ins Studium geht, ein Jahr lang nach Afrika zu gehen, „Ein Jahr lang ’Westwärts’ heißt ein Jahr lang neue Kulturen kennenzulernen, ehrenamtliches Engagement, interkultureller Austausch ,’Learning by doing’, sich selbst neu kennen zu lernen, zur Völkerverständigung beizutragen, den eigenen Horizont zu erweitern, globales Lernen, entwicklungspolitischer Einsatz, Vorurteile abbauen, Botschafter sein und und und …“, „Artefact“-Geschäftsführer Werner Kiwitt weiß aus eigener Erfahrung, dass es wichtig ist, Jugend für Umweltschutz und Völkerverständigung zu mobilisieren. Er hat es geschafft, dass „Artefact“ 2008 als Entsendeorganisation von „Westwärts“ anerkannt wurde. Hier nennt sich das Projekt „Solivol“, was sich aus „solar“ und „volunteer“ zusammensetzt. Schirmherr von „Solivol“ ist der Träger des Alternativen Nobelpreises, Hermann Scheer.

Mini-Leuchtturm mit Pedal-Power
Sie können schon etwas Kisuaheli und freuen sich auf ihre Zeit in Tansania: Florian Wagenknecht und Jens Oke Johannsen (r.).
Foto: Friebel

Im September werden 20 junge Mädchen und Männer von Glücksburg aus nach Ostafrika gehen, um dort bei einer Nichtregierungsorganisation oder an Schulen tätig zu werden. Florian Wagenknecht (19) soll in einer Solarlampenwerkstatt und in einer kleinen Baumschule arbeiten. Jens Oke Johannsen(19) wird sich in einem umweltorientierten Radioprojekt beweisen dürfen. Sein „Hauptgeschäft“ werden Themen rund um die Solarenergie sein.

Zusammen mit den 18 anderen jungen Leute freuen die beiden sich auf ihr Afrika-Jahr. Dafür haben sie viel gelernt, auch ein bisschen Kisuaheli, haben afrikanische Küche kennen gelernt, die sie „lecker“ finden und viel über die afrikanische Mentalität erfahren. Von der Zeit erhoffen sie sich nicht zuletzt auch den Kick bei der Auswahl des Studienfachs. Pädagogik? Entwicklungspolitik? Noch ist das nicht klar. „Vielleicht komme ich ja noch nach Jamaika“, hofft Jens Oke, der junge Mann mit Rastafrisur, die er oft unter einer großen Kopfbedeckung verbirgt.
Zunächst aber werden noch Sponsoren gesucht. Nicht nur für die private Kamera und das Notebook, die in Afrika den Kontakt in die Heimat halten helfen sollen, sondern vielmehr für das gesamte Projekt. Informationen gibt es im Internet unter www.artefact.de.

 

17.07.2010 Flensborg Avis

Ihr Weg führt nach Ostafrika

Auslandsabenteuer. Die Duborg-Abiturienten Florian Wagenknecht und Jens Oke Johannsen bereiten sich auf ein Jahr mit entwicklungspolitischem Freiwilligendienst in Tansania vor.

FLENSBURG/GLÜCKSBURG. Bei Florian Wagenknecht und Jens Oke Johannsen wachsen Anspannung und Vorfreude. In wenigen Wochen steigen die beiden Abiturienten von Duborg-Skolen ins Flugzeug, das sie dann am 10. September nach Ostafrika fliegen wird.
Zunächst für zwölf Monate werden die beiden 19-Jährigen dann, organisiert von der »weltwärts Entsendeorganisation« artefact, in zwei unterschiedlichen Projekten in Tansania arbeiten und ein anderes Leben kennenlernen.
Flensborg Avis traf die beiden Glücksburg bei artefact, wo sie in der vergangenen Woche gemeinsam mit 18 Freiwilligen bei einem zweiten einwöchigen Seminar fir gemacht wurden für Aufgaben in Ostafrika.

Zwei Projekte

»Das wird eine Erfahrung werden, die mir keiner mehr nehmen«, weiß Jens Oke Johannsen. Er ist schon jetzt gespannt. Er soll in der Stadt Same Tansania in einem Radioprojekt mitarbeiten, während Freund Florian Wagenknecht einem Projekt unter anderem mit Solarlampen helfen und Schüler einer Baumschule betreuen wird.
»Unser Thema ist alternative Energien, ein Großteil der Aufgaben wird Aufklärungsarbeit sein«, sagt Jens Oke Johannsen.

Vorbereitungsseminar Weltwärts
Jens Oke Johannsen (links) und Florian Wagenknecht hatten auf dem Vorbereitungsseminar in Glücksburg für einen Einsatz in Tansania richtig gute Laune.
Foto: Povl Klavsen
Weltwärts Afrika Vorbereitungsseminar solivol
Theoneste Uhorakeye (ganz links) und Charity Tushemereirwe konnten Jens Oke Johannsen und Florian Wagenknecht am Freitag schon vieles von Afrika näherbringen. Hinten links ist artefact-Geschäftsführer Werner Kiwitt zu sehen.
Foto: Povl Klavsen

Ein gutes Bild von Afrika dürften er und Florian Wagenknecht auch durch den Austausch mit Theoneste Uhorakeye Ruanda und Charity Tushemereirwe aus Uganda haben. Die beiden studieren nämlich in Flensburg für drei Semester Energie- und Umweltmanagement und für einen Besuch beim Vorbereitungsseminar eingeladen.
»Interkulturelle Kompetenz ist für den bevorstehenden Auslands-Aufenthalt sehr wichtig, deswegen laden wir auch Gäste aus Afrika zu den Seminaren ein«, erklärt Projektkoordinator Frank Lüschow.
Theoneste Uhorakeye gefällt es in Deutschland. »Das hier bei Euch ist echt verrückt«, sagte er am Freitag bei strahlend blauem Himmel und erinnerte sich dabei an seine Ankunft im eisig kalten verschneiten Januar.

Vieles ist neu - auch für artefact, gemeinnützige GmbH, die sich für nachhaltige Entwicklung einsetzt. Bereits im Jahre 2008 wurde artefact als »weltwärts Entsendeorganisation« anerkannt - hier nennt es sich »solivol«, eine Zusammensetzung aus »solar« und dem englischen »volunteer«.

Seit 2009 Hilfe für Ostafrika

»Wir entsenden erst seit 2009 junge Menschen zwischen 18 und 28 jahren in ostafrikanische Länder. Jetzt gerade sind die ersten Teilnehmer zurückgekommen. Auch für uns ist vieles noch neu«, sagt Frank Lüschow.

Im Rahmen des Projekts hätten Florian Wagenknecht und Jens Oke Johannsen sogar die Option, ihren Aufenthalt um mehrere Monate zu verlängern.
»Ich bin seit Jahren stark an Afrika interessiert«, sagt Jens Oke Johannsen, »daher kann ich mir durchaus vorstellen, länger dort zu bleiben. « Er sieht den Freiwilligendienst im Land des Kilimandscharo als eine Art Selbstfindungsprozess.
Florian Wagenknecht, für den dieser entwicklungspolitische Freiwilligendienst auch ein Zivildienst-Ersatz ist, könnte sich unterdessen vorstellen, nach seiner Rückkehr in Kopenhagen zu studieren. »Soziologie oder Ethnologie wären eine Möglichkeit«, sagt er.

Prägende Eindrücke

Das aber ist Zukunft. Das Hier und Jetzt heißt Vorbereitung auf Afrika. Eines dürfte ihnen aber gewiss sein, und Werner Kiwitt, Leiter des artefact, gibt es ihnen schon jetzt mit auf den Weg: »Das prägt für ein ganzes Leben«.

»weltwärts«

  • artefact setzt sich für nachhaltige Entwicklung ein und wurde Anfang 2008 als »weltwärts Entsendeorganisation
    « anerkannt.
  • »weltwärts« ist der Freiwilligendienst des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).
  • Spendenkonto: artefact gGmbH, Konto 22076256, Nord-Ostsee- Sparkasse, BLZ 21750000.

 

09.06.2010 Flensburger Tageblatt

Full Power: Anmelden zum Solarcup

Die Spannung steigt bei den Tüftlern im Land: Am 20. Juni startet Schleswig-Holsteins erster landesweiter Solarcup. Elf-bis 19-jährige "Daniel Düsentriebs" schicken dann bei "artefact", dem Glücksburger Zentrum für nachhaltige Entwicklung, ihre selbst gebauten Solarfahrzeuge ins Rennen. Mehr als 60 Teams und Einzelstarter aus ganz Schleswig-Holstein haben sich schon angemeldet. Es siegt der Solarflitzer mit den besten Fahreigenschaften. Vor allem Ausdauer und Wendigkeit sind gefordert.

"Von Lübeck bis Sylt, von Elmshorn bis Flensburg bauen Kinder und Jugendliche an ihren Klein-Fahrzeugen" sagt der Projektleiter des "artefact"-Wettbewerbs, Heiko Rux. Die Chance, sich für das erste Bundesfinale in Berlin zu qualifizieren, sei für die Nachwuchsforscher ein zusätzlicher Reiz. Die Module für den Bauwettbewerb sind in diesem Jahr größer und leistungsstärker als beim Solarcup im Vorjahr, der nur auf regionaler Ebene ausgetragen wurde. Neu ist auch die Kreativklasse, in der die Fachjury Originalität, Design und die Poster-Präsentation bewertet.


Vier Module, ein Motor und viel Fantasie brauchen die Nachwuchsforscher, die mit ihren Solarflitzern in Glücksburg an den Start gehen wollen.
Foto: sh:z

Für Kurzentschlossene ist noch bis einschließlich 10. Juni die Anmeldung für das Rennen möglich. Gegen 15 Euro Schutzgebühr wird der hochwertige Bausatz aus vier Modulen und einem Motor zugestellt. "Er kann aber auch direkt bei uns abgeholt werden, um Zeit für das Bauen zu gewinnen" rät Rux. Bei der Wahl der restlichen Bauteile sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Holz, CDs, Segelstoff, Playmobil oder Legos - alles ist erlaubt.

Das Bauen und die Rennen sollen Spaß machen. Doch der Wettkampf ist mehr als Spielerei. Die Solarenergie sei in Schleswig-Holstein ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. "Das Bewusstsein für die Bedeutung der alternativen Energien wollen wir bei den Solartüftlern wecken", sagt "artefact"-Geschäftsführer Werner Kiwitt.

Zuschauer zum Anfeuern sind am 20. Juni willkommen. Die ersten Rennen starten um 11 Uhr, die Viertel- und Halbfinale der jeweiligen Altersgruppen finden im Anschluss statt. Um 17 Uhr soll dann der erste Landes-Solarcupmeister geehrt werden.

Unter dem Motto "umsonst und draußen" bietet "artefact" den ganzen Tag über Mitmachaktionen und den Besuch der Energie- und Baumesse "naturtec". Solarfirmen, Anbieter von Biomasseheizungen und Baustoffen zeigen ihre Produkte. Für Verpflegung ist gesorgt.

Infos für Last-Minute-Anmelder: www.artefact.de

Bundesweites Vorbild
Letztes Jahr startete „artefact“ einen Solarcup unter der Leitung von Werner Kiwitt und Heiko Rux. Das bekam auch das Bundesforschungsministerium in Bonn mit und wandte sich an das Zentrum für nachhaltige Entwicklung. Ergebnis: Erstmals finden Landesmeisterschaften unter gleichen Bedingungen und ein Bundesfinale statt.

 

04.06.2010 Flensburger Tageblatt (Teil: Zeitung in der Schule)

Bei „Artefact“ wurden die Schüler für das koreanische Fernsehen interviewt


Friederike, Anni, Silja, Katharina, Greta und Lilly (von links) wollen „Artefact“ erneut besuchen.
Foto: sh:z

Im Rahmen des ZiSCH-Projektes stießen wir auf den Artikel über die Anti-Atomkraft-Demonstration in Flensburg. In der Klasse diskutierten wir über das Für und Wider der Nutzung alternativer Energien. Da kam die Möglichkeit, den Powerpark „Artefact“ in Glücksburg zu besuchen, wie gerufen.

An einem Mittwoch wurden wir von dem Leiter des Unternehmens „Artefact“ in Glücksburg, Werner Kiwitt, zu einem Projekt zum Thema Solarenergie eingeladen. Ein koreanisches Filmteam hatte sich auch angemeldet und filmte und interviewte uns für das koreanische Fernsehen.

Werner Kiwitt erzählte, dass er gern bei „Artefact“ (was übersetzt „künstlich hergestellt“ heißt) arbeite, weil seine Aufgabe sinnvoll sei und Spaß mache. „Artefact“ wurde vor 20 Jahren gegründet. Es ging darum zu zeigen, dass man aus Sonne Strom erzeugen kann. Heute beschäftigt sich „Artefact“ neben der Solarenergie auch mit anderen alternativen Energiequellen wie Wasserkraft und Windkraft und mit der Nutzung natürlicher Baustoffe. Gruppen aus Afrika, Indien und Asien sind hier zu Gast, um mit den Deutschen Möglichkeiten zu diskutieren und aufzuzeigen, die Natur zu nutzen ohne die Umwelt zu zerstören, erzählte Werner Kiwitt.

Fünf bis zehn Mitarbeiter sind bei „Artefact“ tätig. Handwerker, zum Beispiel Elektriker absolvieren hier Fortbildungen und Umschulungen; regelmäßig verbringen junge Leute hier ein freiwilliges ökologisches Jahr (FÖJ).

Jährlich kommen etwa 13 000 bis 15 000 Besucher zu „Artefact“, um Experimente zu machen, sich zu informieren oder um die Angeliter Sattelschweine, Laufenten und Fische anzugucken.

Leider regnete es stark und so mussten wir auf die Sonne als Energiequelle zunächst verzichten. Unsere Projektaufgabe bestand darin, mit Hilfe eines Solarmotors, ein Objekt zu bauen, das sich drehen konnte. Dafür gab Werner Kiwitt uns einen kleinen Motor, eine Drehscheibe, eine Solarplatte und etwas Bastelmaterial. Es entstanden Karussells, Windräder, Autos, aber auch Tiere wie Frösche und Vögel. Die Sonne wurde durch eine Lampe ersetzt – es funktionierte! Die Mitarbeiter von „Artefact“ bauten sogar ein Amphibienfahrzeug, das auf dem Wasser und auf dem Land fahren kann.

Zum Glück hörte es später auf zu regnen und wir konnten das Gelände noch erkunden. Mit Hilfe unsrer Muskelkraft erzeugten wir hier Energie: Wir brachten Lampen zum Leuchten, Wasser zum Kochen und Radios zum Spielen.
Bei „Artefact“ kann man nicht nur viel lernen, man kann alles ausprobieren und es macht viel Spaß! Wir kommen gern einmal wieder.

Friederike, Silja, Greta, Katharina, Anni und Lilly aus der 4a der Grundschule Glücksburg

 

15.05.2010 Flensburger Tageblatt

Erkenntnis: So wertvoll ist Energie


Bei artefact in Glücksburg stellt Jannik fest: Anstrengend, Glühbirnen mit Muskelkraft zum Leuchten zu bringen. Foto: Dewanger

Im Energie-Erlebnis-Park "artefact" in Glücksburg: Hier können die Schüler selbst ausprobieren, wie etwa per Hand Strom erzeugt werden kann. Eine Aufgabe: Bei der Power-Park-Ralley müssen die Schüler Fragen zum Thema "Energie" beantworten. Am Ende wird der Lösungssatz "Viel Wind und ein sonniges Leben" herauskommen.

Die Fragen sind nicht ohne, und auch manchem Lehrer raucht der Kopf. Kostprobe: Wie lange musst Du 150 Watt kurbeln, um 1 Liter Wasser von 0 auf 100 Grad zu erhitzen? (60 Minuten). Wie viel Energie wird bei einer Stunde fernsehen (Flachbildschirm) im Durchschnitt verbraucht? (140 bis 180 Watt). Gut, dass Werner Kiwitt, Energie-Park-Leiter, immer zur Stelle ist und den jungen Schülern mit Rat und Tat zur Seite steht. "Die Schüler lernen in der Schule viel Theorie. Bei uns geht es um praxisbezogene Fragestellungen. Die Schüler sollen ausprobieren, anfassen und dadurch lernen", ist seine feste Überzeugung und er hat den 13 Jahre alten Emil von der Brundlund-Skolen voll auf seiner Seite: "Endlich können wir auch mal aktiv werden und unsere Muskeln spielen lassen!"

Gemeinsam mit Janosch (14) aus Bredstedt und Jannik (13) aus Rothenkrug versucht Emil die Aufgaben an den verschiedenen "artefact"-Stationen sorgsam zu lösen - Gruppen dynamisch, versteht sich. Janosch wird zum Sekretär ernannt. Er schreibt die Antworten auf und wird später vor der Klimagruppe über die Erfahrungen und Erkenntnisse seiner Gruppe berichten. Janosch hat offenbar die Zusammenhänge begriffen und kommt zu dem Schluss: "Es ist mir jetzt ganz klar geworden, wie kostbar Energie ist und dass wir sparsam damit umgehen sollten." Werner Kiwitt ergänzt: "Es bleibt dabei: Sonne und Wind sind die unbegrenzten Energie-Ressourcen. Kohle, Öl und auch Plutonium für Atomkraftwerke werden irgendwann aufgebraucht sein und auch immer teurer in der Beschaffung". Deshalb fordert der Energie-Park-Chef: Mehr Energiegewinnung aus erneuerbaren Energiequellen! Das leuchtet den jungen Besuchern ein.

 

07.05.2010 Bundesministerium für Bildung und Forschung

Junge Tüftler schicken Solarmobile ins Rennen
BMBF und VDE starten bundesweiten Wettbewerb für Solarfahrzeuge

Wer baut das schnellste Solarmobil? Im Schülerwettbewerb „SolarMobil-Deutschland“ können Jugendliche ihre selbst konstruierten Modellfahrzeuge an den Start schicken. Anlässlich des aktuellen Wissenschaftsjahrs zur Zukunft der Energie veranstalten das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. (VDE) diesen Wettbewerb erstmals auf Bundesebene. Der Startschuss fällt am 25. September 2010, dem „Tag der Energie“, auf dem Potsdamer Platz in Berlin. Dabei treten die Sieger von regionalen Solarrennen aus sechs Bundesländern gegeneinander an, um die schnellsten und kreativsten Fahrzeuge zu ermitteln.

„Die Solarenergie gehört zu den grünen Technologien. Diese werden uns nicht nur helfen, unsere Umweltprobleme zu lösen, sie werden auch ganz maßgeblich den Aufbau einer innovativen und beschäftigungsstarken Zukunftsindustrie vorantreiben. Hierfür möchten wir schon in den Schulen Interesse und Begeisterung wecken“, sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan am Freitag in Berlin zur Ankündigung des Bundeswettbewerbs. Indem sie selber planen, konstruieren und basteln, erfahren die Schülerinnen und Schüler auf kreative Weise, was sich hinter so abstrakten Begriffen wie alternative Fahrzeugantriebe und Energieeffizienz verbirgt. So können ihnen die praktischen Erfahrungen mit aktueller Thematik einen Zugang zur faszinierenden Welt der Technik erschließen.

Gewinnen wird das Team, dessen Fahrzeug die Sonnenenergie am effizientesten nutzt, und das dazu ein eindrucksvolles Poster präsentiert. Darüber hinaus werden auf dem Potsdamer Platz weitere Exponate zur Solartechnik gezeigt. Außerdem sind Experten vor Ort, die Schülerinnen und Schülern praktische Informationen über Berufsbilder im Bereich nachhaltiger Energieerzeugung und -nutzung geben.

2010 nehmen die Sieger folgender regionaler Schülerwettbewerbe teil: Artefact Solarcup (Glücksburg), BobbyCar SolarCup (Bielefeld), SolarCup (Kassel), Solaris Cup (Chemnitz), Solarinitiative Mecklenburg-Vorpommern (Wismar), Sonne bewegt! (Frank-furt) und SWE Solarbauwettbewerb (Erfurt). Nach der Premiere in diesem Jahr streben die Initiatoren an, den Wettbewerb in den nächsten Jahren fortzusetzen und weitere Teilnehmer in den Regionen zu gewinnen. Mehr Informationen finden Sie unter www.SolarMobil-Deutschland.de.

Zum Wissenschaftsjahr der Energie

2010 ist das durch BMBF, Wissenschaft im Dialog und die Helmholtz Gemeinschaft initiierte Wissenschaftsjahr zur Zukunft der Energie. Bundesweite Aktionen informieren über eine sichere und umweltverträgliche Energietechnik. In diesem Rahmen möchten BMBF und VDE den spielerischen Umgang mit Zukunftstechnologien fördern, um Interesse an einer Ausbildung und späteren beruflichen Tätigkeit im Bereich der grünen Technologien zu wecken. Nähere Informationen zum aktuellen Wissenschaftsjahr finden Sie unter www.zukunft-der-energie.de.

17.04.2010 Bauernblatt

Holsteiner Landwirtssohn berichtet von einem Freiwilligenprojekt in Uganda

Solarenergie erleichtert den Alltag: Strom für Handy und Leselampe

Der 20-jährige Jacques van Tienhoven aus Kirchnüchel ist hier im hohen Norden auf einem Gutshof aufgewachsen. Mitte Februar 2010 brach er nach Uganda in Afrika auf, um dort ein Jahr Freiwilligendienst zu leisten. Wie er auf die Idee kam, ausgerechnet ein Solarprojekt in Uganda zu betreuen, und welche Herausforderungen sich dabei ergeben, berichtet Jacques van Tienhoven im folgenden Artikel:

Direkt vom Gymnasium an die Hochschule, das kam für mich nicht infrage. Ich wollte zuvor andere Welten kennenlernen, Erfahrungen in der Entwicklungszusammenarbeit sammeln und mich dafür engagieren.
Gründlich habe ich mich vorbereitet, Seminare meiner Entsendeorganisation, der gemeinnützigen GmbH „artefact“, besucht, die sich für nachhaltige Entwicklung weltweit stark macht. Unter der Parole „Global lernen, lokal handeln“ machte ich mich kundig über kulturelle wie sprachliche Gegebenheiten, Klima- und Ressourcenschutz und Solarenergie.
Die Nichtregierungsorganisation (NRO), in der ich in der Hauptstadt Ugandas, Kampala, arbeite, heißt Joint Energy and Environment Projects (JEEP). JEEP arbeitet im Bereich der Solarenergie, der Umweltbildung sowie an der Optimierung der urbanen Landwirtschaft. Der Sitz des Projekts am Rande von Kampala bietet die Möglichkeit, Umweltbildungsarbeit im Zuge von Veranstaltungen und Seminaren auf einem eigenen Grundstück an vorhandenen Anlagen zu demonstrieren und zu veranschaulich.


Mit Andrew Kibuuka (li.) und Essau Mugabi arbeitet Jacques van Tienhoven (r.) täglich in Uganda zusammen. Fotos: privat

 

Das Besondere an diesem neuen Freiwilligendienst, der auf den programmatischen Namen „weltwärts“ hört, ist, dass die Kosten für Flug, Miete, Essen und Teilnehmerbetreuung nur zu zwei Dritteln vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) bezahlt werden. 20% sollen mithilfe von Unterstützern aufgebracht werden. In meinem Fall handelt es sich um einen Sponsor, das lokale Unternehmen Balticsolar aus Lübeck. Die Firma hat sich auf die Planung und Installation von Photovoltaikanlagen spezialisiert.
Bereits zwei Monate lebe und arbeite ich nun schon in Kampala. Die anfängliche Aufregung und die konkreten Erwartungen, meine Arbeit betreffend, sind inzwischen längst verflogen. Hier gestalten sich der Alltag und die Arbeit sehr viel flexibler als daheim. Erwartet hatte ich, ausschließlich mein Wissen im Photovoltaikbereich im Projekt einzubringen. Doch vor Ort merkte ich sehr schnell, dass die Anforderungen, die an mich gestellt werden, von Gartenplanung über Computerschulung bis hin zu Energiesparofen-Projekten reichen.

 


In der Mitte Ruth Kiwanuka, die Chefin von JEEP, Andrew Kibuuka, Information Officer, und Jacques van Tienhoven. Die weiteren Personen sind ebenfalls Mitarbeiter des Projektes. Im Hintergrund ist auf dem Dach die Solaranlage zu sehen.

In Uganda ist ein flexiblerAlleskönner gefragt

Was mir erst störend erschien, zeigt sich als eine große Chance. So kann ich nicht nur mein Wissen einbringen, sondern auch noch viel Neues lernen.
Der größte Unterschied der Arbeit mit Photovoltaik in Afrika gegenüber der in Deutschland ist die fehlende Infrastruktur. Hier leben über 80% der Bevölkerung von der Landwirtschaft, ohne ans Stromnetz angeschlossen zu sein. Daher ist es sehr interessant, Inselanlagen zu bauen, die der ländlichen Bevölkerung die Möglichkeit bieten, elektrische Energie zu nutzen. Die Anlagen speisen Akkumulatoren und geben den Strom entweder direkt an die Verbraucher ab oder über einen Wechselrichter.
Die Speicherung der Energie macht die Anlagen sehr flexibel, limitiert aber auf der anderen Seite ihre Größe, da gute Akkus sehr teuer sind. Zudem haben sie nur eine Lebensdauer von maximal sechs Jahren, was für Kosten sorgt. An Anlagen in deutschen Dimensionen der Einspeisung ist hier im Traum nicht zu denken, da das kleine, lokale Stromnetz zu instabil ist und es weder ökologisch noch ökonomisch wäre, beispielsweise mit einer 30-kW-Anlage Akkus zu speisen.

 

Wie kann eine Photovoltaikanlage in Uganda aussehen? Über diese Frage streitet man sich mit den Interessenten immer! Beim Kalkulieren einer Anlage wünschen sich die meisten, mit dem gewonnenen Strom den ganzen Tag fernsehen zu können, einen Kühlschrank zu betreiben und elektrisch zu bügeln. Technisch ist dies wahrlich kein Problem, jedoch passen die Wünsche der Menschen selten mit ihren Preisvorstellungen zusammen.
So sind die Anlagen, mit denen ich in Berührung komme, meist auf das Wesentliche ausgelegt: Innenbeleuchtung und Lademöglichkeiten für Handys. Dies bietet den Menschen schon zwei sehr wichtige Sachen: erstens eine schnelle Kommunikationsinfrastruktur, was ein großer Gewinn für das Geschäftsleben sein kann, und zweitens die Möglichkeit, besonders für Schüler, in der Dunkelheit bequem zu lesen. Da auf dem Land nahezu jeder den Tag zur körperlichen Arbeit nutzt, ist dies essenziell für mehr Bildung.
Jedes Radio, das hier läuft, jeder Laptop, der geladen wird, und jede verschwenderisch benutzte Glühbirne fallen schon in die Kategorie Luxus. Ein günstige Möglichkeit ist so klein wie einfach: eine Solarlampe! Hierbei handelt es sich um Lampen verschiedener Größen mit externem oder integriertem Panel. Gegenüber den überall zu findenden Kerosinlampen sparen die Menschen bei einer Solarlampe langfristig am Brennstoff und minimieren die Brandgefahr, die traditionelle Lampen mit sich bringen.

 

Mikrokredite für Energy Shops

Ein vielversprechendes Projekt von JEEP sind die sogenannten „Energy Shops’’. Hier wird eine Anlage zum Laden von Elektrogeräten, meist Handys, kalkuliert, die in einem Dorf installiert wird. Finanziert werden solche Systeme meist über Mikrokredite, doch kann ein Shopbesitzer seine Anlage bei guter Auslastung, die aufgrund der großen Nachfrage garantiert ist, schon nach zirka eineinhalb Jahren abbezahlen. Was dieses Konzept so erfolgreich macht, ist, dass mit geringem Aufwand der breiten Masse Energie, wenn auch stark limitiert, zur Verfügung gestellt wird.
Ob im privaten oder geschäftlichen Bereich – die größte Schwierigkeit bei der erfolgreichen Verbreitung von Photovoltaik ist es, die Nutzer für die Technik zu sensibilisieren. Die Arbeit findet in Regionen statt, in denen es noch nie Elektrizität gab, und dementsprechend gering ist auch das Verständnis von elektronischen Geräten. Damit einher geht, dass man eine Inselanlage nur so nutzen kann, wie sie kalkuliert wurde. Die meisten Anlagen werden jedoch chronisch überlastet und gehen dann sehr schnell kaputt.
Dies zeigt, dass nicht das Bauen von Inselanlagen auf dem Land die Herausforderung ist, sondern ein gutes Training der Nutzer und die fortwährende Betreuung der Anlagen. An dieser Stelle wird auch deutlich, wozu es nötig ist, dass Organisationen wie JEEP sich mit diesen Themen befassen, denn eben dies sind die Schwerpunkte von JEEP bei der Arbeit im Photovoltaikbereich.


Auch in seiner Heimat in Kirchnüchel im Kreis Plön hat Jacques vanTienhoven eine Photovoltaikanlage installiert. Die Dimensionen in Uganda sind allerdings ganz andere als in Deutschland, musste er schnell feststellen. Foto: Balticsolar

Mein Beispiel gibt Aufschluss darüber, was gemeint ist, wenn das BMZ vom pädagogischen Wert des „weltwärts-’’ Programmes spricht. So werden junge Freiwillige motiviert, über ihre Arbeit und das Leben in fremden Kulturen zu reden und zu schreiben.
Das rückt das Engagement von Unterstützern wie Balticsolar in ein sehr positives Licht.

Jacques van Tienhoven

 

Solarcup 2010

18.03.2010 Holsteinischer Courier

Erster Landes-Solarcup

Wer baut den schnellsten Sonnenflitzer?

Wer wird Schleswig-Holsteins erster Solarmeister? Diese Frage wird am 20. Juni bei "artefact" in Glücksburg (Kreis Schleswig-Flensburg) beantwortet.


Für den Bau der Solarflitzer herrscht freie Materialwahl. Foto: shz

Das Zentrum für nachhaltige Entwicklung ist vor allem durch seinen landesweit einmaligen Powerpark bekannt geworden. Ein regionaler Solarcup fand bei "artefact" bereits im Vorjahr statt. "Jetzt ziehen wir den Wettbewerb erstmals landesweit und technisch deutlich anspruchsvoller auf", sagt Geschäftsführer Werner Kiwitt. Die Werbe-Offensive für den Wettbewerb, der unter der Schirmherrschaft des Bundesforschungsministeriums steht, startet heute auf der "New Energy" in Husum. Danach sollen alle Schulen im Land angeschrieben werden. Die Sieger der Landesmeisterschaften qualifizieren sich für das erste Bundesfinale im September in Berlin.

"Solarenergie ist in Schleswig-Holstein keine Nische mehr, sondern ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber - das wollen wir den jungen Schleswig-Holsteinern vermitteln", sagt Werner Kiwitt - besonders mit Blick auf die geplanten großen Solarparks im Land.

"Wir suchen kreative, ein klein wenig verrückte Nachwuchsforscher"

Schüler und Berufsschüler aus ganz Schleswig-Holstein können den Bausatz mit mehreren Solarmodulen und Motor anfordern. Dann heißt es mit Fantasie und Sachverstand tüfteln, konstruieren und experimentieren. Und zwar mit Zusatzbausteinen freier Wahl, wie Playmobil, Lego, CDs, Holz oder Segelstoff. Entscheidend ist, dass der Solarflitzer möglichst schnell Fahrt aufnimmt und sich gut steuern lässt. Eine Fachjury wird die Fahreigenschaften der Sonnenflitzer auf mehreren Bahnen in den Vor- und Endläufen beim Landesentscheid in Glücksburg überprüfen. "Wir suchen kreative, ein klein wenig verrückte Nachwuchsforscher", sagt Kiwitt. Diese sollten mindestens elf Jahre alt sein. Sie können als Einzelstarter und in Gruppen an den Start gehen.

"Der Solarcup soll Spaß bringen, ist aber keine Spielerei", betont Projektleiter Heiko Rux. "Kinder wachsen heute ganz selbstverständlich mit alternativen Energien auf - wir wollen das Bewusstsein für die Bedeutung der erneuerbaren Ressourcen für das Klima weiter schärfen", sagt Rux.

 

14.01.2010 Flensburger Tageblatt

Glücksburger Idee für ganz Deutschland?

„Das ist natürlich ein noch größerer Ansporn für unsere Solar-Pioniere!“ freut sich Werner Kiwitt von Artefact. Eine Idee aus dem Zentrum für nachhaltige Entwicklung in Glücksburg hat die Chance, sich bundesweit durchzusetzen: der Solarcup.

Die Sonne ist ihr Treibstoff: Selbstgebaute Solarmobile, die beim Solarcup 2009 an den Start gingen.Offensichtlich hat sich der erfolgreiche Wettbewerb, der 2009 von der Nospa-Sparkassen-Stiftung und der Bingo Umweltlotterie unterstützt wurde, herumgesprochen, denn die Nordlichter von „artefact“ wurden nun vom Bundesministerium für Bildung und Forschung zum ersten bundesweiten Koordinierungstreffen nach Bonn eingeladen.

Geplant ist, bundesweit Landesmeisterschaften zur Qualifizierung für die ersten Deutschen Meisterschaften der Solar-Kleinfahrzeuge auf den Weg zu bringen. „Nachdem in der Solar-Bundesliga der größten Photovoltaik-Anlagen schleswig-holsteinische Kommunen zuletzt die Bayern abgehängt haben, wollen wir doch mal sehen, was unsere jugendlichen Daniel und Daniela Düsentriebs drauf haben!“ meint dazu der „artefact“-Geschäftsführer. Für die Durchführung dieser ungewöhnlichen Nachwuchsförderung sind insbesondere schleswig-holsteinische Unternehmen eingeladen, sich als Projekt-Sponsoren zu beteiligen.

Im Juli 2009 veranstaltete „artefact“ erstmals die schleswig-holsteinischen Solarmeisterschaften für junge Tüftler und Tüftlerinnen. Mehr als 70 Teams und Einzelstarter hatten sich daraufhin aus dem gesamten Norden angemeldet, um mit einem Bausatz aus kleinen Solarmodulen und Motor einen kleinen Flitzer mit Lichtbetrieb zu bauen. Unter den fahrtüchtigen Mobilen wurden die Jahrgangs-Schnellsten ermittelt, eine prominente Jury unter Mitwirkung des Landrates und Musikern der Flensburger Rockband „Ludwig Van“ prämierte die technisch versiertesten und schönsten Fahrzeuge. Neben attraktiven Preisen wurden auch zwei Pokale vergeben, die als Wanderpokal verteidigt werden müssen.