Mitteilungen 2012
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06.05.2012
Sonnige Zeiten für Leichtbauflitzer
„Tour de Flens – mit Sonne und Wind um die Förde“ ist ein „Ausgewählter Ort 2012“
Glücksburg, 6. Mai 2012 – Die artefact gGmbH ist mit ihrer „Tour de Flens – mit Sonne und Wind um die Förde“ ein „Ausgewählter Ort 2012“ im Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“. artefact, das Zentrum für nachhaltige Bildung, initiiert in Schleswig-Holstein eine grenzüberschreitende Tour der besonderen Art: Als real umgesetzte Vorübung für eine zukunftsfähige Mobilität sind alle Bürger eingeladen, mit Elektrofahrrädern und -autos bei der deutsch-dänischen „Tour de Flens“ regenerativ einmal rund um die Förde zu fahren. Im Rahmen eines Solarcups trafen sich außerdem Hunderte jugendlicher Tüftler, Fans und Zuschauer an der Förde, um mit besonders schnellen oder witzigen „Lichtautos“ Ruhm und Pokale zu erlangen. Die Teilnehmer hatten ihre Modelle selbst gebaut und setzten damit ein Zeichen für Mobilität ohne den üblichen Kraftstoff. Zusammen mit regionalen Partnern wie dem Klimapakt Flensburg arbeiten die Veranstalter an dem Ziel, bis zum Jahr 2050 die Region zu 100 Prozent auf die Verwendung erneuerbarer Energien umzustellen.
Der Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“ wird seit 2006 von der Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ gemeinsam mit der Deutschen Bank realisiert. Frank Ziebell, Leiter des Investment & FinanzCenters der Deutschen Bank in Flensburg, überreichte Werner Kiwitt die Auszeichnung als „Ausgewählter Ort 2012“ und betonte: „artefact verbindet mit der Tour de Flens technische Innovationskraft, ökologisches Verantwortungsbewusstsein und Spaß. Der Solar-Cup ist ein gelungenes Beispiel für Kreativität und Zukunftsfähigkeit rund um die Förde.“
Werner Kiwitt kommentierte die Auszeichnung: „Wir sind sehr stolz, ein ‚Ausgewählter Ort‘ im Land der Ideen zu sein. Dies ist ein Moment der Freude für unser Team, doch vor allem großer Ansporn, die Tour de Flens und Solarcup mit unseren Partnern grenzübergreifend weiterzuentwickeln. Vor vier Jahren eröffneten wir Schleswig-Holsteins erste Elektromobil-Tankstelle zum kostenlosen Wind- und Sonne-Tanken. Denn nur mit regenerativer Energie ist Elektromobilität ein Beitrag zu einer nachhaltigeren Gesellschaft. Mit dem Solarcup für Kinder und Jugendliche und der Tour de Flens für Erwachsene wollen wir in allen Generationen für zukunftsfähige Mobilität werben und begeistern.“
„Hinter den ‚Ausgewählten Orten 2012‘ stehen Ideen, die begeistern – von Menschen, die echtes Engagement zeigen. Sie stehen für Fortschritt und Zukunft in Deutschland“, begründete Frank Ziebell das Engagement der Deutschen Bank. Aus über 2.000 Bewerbungen wählte die Expertenjury aus Wissenschaftlern, Wirtschaftsmanagern, Journalisten und Politikern die artefact gGmbH mit ihrer Tour de Flens als Preisträger aus.
25.04.2012
Claudia Roth bei artefact:
Glücksburger Gespräche zur Energiewende am 2. Mai
„Ist die Energiewende noch zu schaffen?“ ist das diesjährige Thema der Glücksburger Gespräche, zu denen das Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact , an die Flensburger Förde einlädt. Als Gast wird die Bundestagsabgeordnete Claudia Roth mit einem Einstiegsreferat die Diskussion eröffnen, zu der weitere Fachleute zum Thema erneuerbare Energien erwartet werden.
„Ganz ohne Energieversorgungslücken wird der Atomausstieg abgewickelt, Deutschland ist Solarweltmeister, und trotzdem hinkt die Bundesrepublik ihren CO²-Minderungszielen hinterher: einer der höchsten Flottenverbräuche im Straßenverkehr, fehlende Anreize für Gebäudesanierung und Achterbahnfahrt bei der Solarförderung lautet die Kehrseite der Medaille. Sind die klimapolitischen Ziele der Bundesregierung überhaupt noch zu schaffen? Dieser Fragestellung gehen am 2.Mai um 17:00 Uhr die Bundesvorsitzende von Bündnis90/Die Grünen und weitere Podiumsteilnehmer nach. Mit dem Energiefachmann der CDU-Bundestagsfraktion, Ingbert Liebing aus Nordfriesland, dem Vorsitzenden des Regionalverbandes Nordost im Bundesverband Windenergie, Thomas Jensen aus Dollerup und Kai Lippert, dem Geschäftsführer von EWS Handewitt ist das Podium kompetent und branchenübergreifend besetzt und verspricht eine spannende Diskussion.
Bereits 2003 war die damalige Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung Claudia Roth im Glücksburger Zentrum für nachhaltige Entwicklung und war gleich so angetan, dass sie spontan Mitglied des artefact-Beirates wurde. Ganz besonders freut sich deshalb Dr.Dieter Klein als Vorsitzender des Fördervereins über den neuerlichen Besuch, da im Anschluss an die öffentliche Veranstaltung auch die Mitgliederversammlung des Fördervereins stattfindet.
Bei einem Rundgang durch das Zentrum wird Claudia Roth zunächst von artefact-Geschäftsführer Werner Kiwitt über aktuelle Entwicklungen und Projekte informiert, bevor um 17:00 Uhr die schon traditionellen „Glücksburger Gespräche“ beginnen.
In den letzten Jahren konnten als Referenten unter anderem der Klima- und Meeresforscher Mojib Latif, Johann Jungclaus vom Max-Planck-Institut, Hans-Josef Fell von Eurosolar, Prof. Hohmeyer vom Weltklimarat und Max Schön vom Club of Rome und der Desertec-Foundation begrüßt werden. Zu einem Open-Air-Gottesdienst lud im Vorjahr Bischof Ulrich ein.
Nachdem in den Vorjahren der menschengemachte Klimawandel, die Verpflichtung und Möglichkeiten zu einschneidenden Änderungen im Mittelpunkt der Glücksburger Gespräche standen, geht es diesmal um die konkreten Anforderungen an die politischen Entscheidungsträger, das als notwendig Erkannte auch endlich umzusetzen. Die Teilnahme an der Veranstaltung im artefact-Zentrum ist kostenlos und mit der Linie 21 ab Flensburg-ZOB emissionsarm zu erreichen. Elektromobil-Fahrer können parallel zur Veranstaltung kostenlos auftanken.
Ist die Energiewende noch zu schaffen?
Glücksburger Gespräche
am 2. Mai 17:00 Uhr
im Zentrum für nachhaltige Entwicklung artefact
Begrüßung: Werner Kiwitt, artefact
„Ist die Energiewende noch zu schaffen?“
Claudia Roth, MdB und Vorsitzende Bündnis 90/Die Grünen
Auf dem Podium diskutieren mit:
- Ingbert Liebing, MDB Nordfriesland, CDU
- Kai Lippert, Energie aus Wind und Sonne, Handewitt
- Thomas Jensen, Bundesverband Windenergie, 1. Vorsitzender SH-Nordost
18.04.2012
5. - 13.Mai: Woche der Sonne im artefact-Zentrum Glücksburg
Die bundesweit durchgeführte „Woche der Sonne“ wird im Glücksburger Zentrum für nachhaltige Entwicklunge mit einer bunten Palette von Veranstaltungen umgesetzt. Unterschiedliche Alters- und Zielgruppen finden fast täglich den Weg zu artefact.
„Bereits am Vorabend reisen Studierende aus neun Ländern zu einem Wochenendseminar an, das im Auftrag der GIZ (Gesellschaft für internationale Entwicklung) Theorie und Praxis auf dem Weg zum erneuerbaren Energiezeitalter behandelt. Am 6.Mai wird aus Berlin die Repräsentantin des Bundeswettbewerbs „Land der Ideen“ erwartet, um die Initiative zur Tour de Flens unter dem Motto „Mit Sonne und Wind um die Flensburger Förde“ als bundesweit einzigartigen „Ort der Ideen“ auszuzeichnen. Solarcup-Teilnehmer stellen ihre letztjährigen Lichtmaschinen vor und veraten Tipps für den diesjährigen Wettbewerb.Elektromobile können kostenlos „Sonne satt“ tanken und getestet werden.
„Wie kommt die Sonne in die Steckdose?“lautet dann die Frage an die Jakob-Lienau-Schüler aus Neustadt/Holstein, die zu einem Projekttag nach Glücksburg kommt, während die 7d der Schule am Thorsberger Moor eine Power-Rallye im Energieerlebnispark durchführt. Am selben Nachmittag stellen Schüler der Flensburger Fritjof-Nansen-Schule ihre frisch errichtete Komposttoilette mit solarer Wasserentkeimung vor.
Am 10. Mai kommen die Vorschulkinder des Kindergartens Breklum, um als Sonnenfänger Solarkarussells zu bauen. Vom 10.-12. Mai suchen Mitgliedsgruppen des Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein (BEI) mit Partnern in Nord und Süd sinnvolle Anwendungen für Photovoltaik zur ländlichen Elektrifizierung, während Solarcup-Leiterin Lea Stanke beim Tag der Offenen Tür der Firma SAT in Sörup Kindern und Jugendlichen die Teilnahmemöglichkeiten an den schleswig-holsteinischen Solarmeisterschaften vorstellt.
„Mehr Vielfalt rund um unser aller einzige kostenlose Energiequelle geht nicht“ meint dazu Werner Kiwitt von artefact. „Jetzt muss sie nur noch scheinen.“
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18.04.2012
6. Mai: „Tour-de-Flens“ wird als Land-der-Ideen-Projekt ausgezeichnet
Tour de Flens 2012 findet am 16.Juni unter Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten statt.
„Mit Sonne und Wind um die Flensburger Förde“ lautete das Motto der ersten grenzübergreifenden erneuerbaren „Bürgerbewegung“, die im Juni des letzten Jahres zehn dänische und zehn deutsche Elektro-Fahrzeuge auf den Weg brachten. Die „Tour de Flens“ wurde in Sonderborg von der kommunalen Initiative „Project Zero“organisiert, in Flensburg vom dortigen Klimapakt und in Glücksburg vom Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact, von dem auch die gesamte Initiative angeschoben worden war. In Glücksburg fand am Folgetag auch der Schleswig-Holstein Solarcup für Jugendliche statt, der ebenfalls in die Auszeichnung als Ort der Ideen einfließt.
Nachdem Ministerpräsident Carstensen bereits im Kieler Landeshaus gratuliert hat, wird nun am 6.Mai die Initiative vor Ort gewürdigt. Dann wird auch vorgestellt, was für 2012 geplant ist: „Mit einer solchen Auszeichnung im Rücken ist natürlich klar, dass es auch eine Tour de Flens 2012 geben muss“ macht Werner Kiwitt von artefact neugierig: am 16.Juni findet sie wieder rund um die Flensburger Förde statt. Alle Rad-, Pedelac- und Elektromobilfahrer aus der Region sind herzlich zur Teilnahme eingeladen und können sich auch weiterhin kostenlos anmelden.“ Einen wichtigen Unterstützer hat das artefact-Team bereits gewonnen: die Tour de Flens 2012 am 16.Juni steht unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holstein.
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12.04.2012
Ab sofort wird gebaut:
die Bausätze für den 4. Schleswig-Holstein Solarcup sind da
Landesmeisterschaften werden am 17. Juni in Glücksburg ausgetragen
„Das Solarfieber grassiert wieder unter Schleswig-Holsteins Kindern und Jugendlichen: Dutzende Teams aus allen Landesteilen haben sich bereits angemeldet und täglich kommen weitere dazu - und Alle wollen endlich loslegen.
„Die Bausätze sind nun komplett und werden ab sofort verschickt.“ kann Projektleiterin Lea Stanke nun verkünden. „Erstmals kommen in diesem Jahr eigens vergossene Zellen des einzigen Modulherstellers in Schleswig-Holstein, der Firma solarnova aus Wedel, zum Einsatz, dazu passende Übertragungen und ein Solarmotor. Alle anderen Komponenten können frei gewählt und entsprechend dem bundesweit abgestimmten Reglement verwendet werden. Und das lässt noch viel Spielraum für Kreativität und Finessen.“
Gemeinsam mit der elektromobilen „Tour de Flens“ für erwachsene Fahrer mit Straßenzulassung
wird der Solarcup am 6.Mai im artefact-Zentrum die Auszeichnung des Bundespräsidenten als „Ort der Ideen“ in Empfang nehmen. Dort werden auch erste Prototypen mit dem neuen Bausatz zu sehen sein. Doch echte Daniel und Danielas Düsentrieb tüfteln überall bereits im Geheimen. Alle 10-18jährigen können sich noch bis zum 20. Mai unter Veranstaltungen » Solarcup anmelden. Dort finden sich auch weitere Informationen. Der Wettbewerb findet dann mit allen Entscheidungsrennen und Posterpräsentationen am 17.Juni in Glücksburg im Rahmen der Energiemesse „naturtec“statt.
Der Solarcup wird unterstützt von der Bingo Umweltlotterie, der Jugendstiftung der NOSPA und den Solarfirmen SEA aus Sprakebüll, EBB aus Flensburg, S.A.T. aus Struckum und solarnova aus Wedel und steht unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten Schleswig-Holsteins.
„Es gibt wie bisher die auf Geschwindigkeit orientierte Ultraleichtklasse in zwei Altersgruppen, die am 17. Juni bei den Finalläufen in Glücksburg auf der 10-Meter- Bahn ausgetragen wird sowie die Kreativklasse, bei der vor Allem Originalität, Recyclinganteil und Design bewertet werden. Dazu kommt nach dem erfolgreichen Start im Vorjahr auch wieder die Solarbootklasse für Neueinsteiger.“ erläutert Werner Kiwitt von artefact.
Weitere Informationen zum Solarcup gibt's unter Veranstaltungen » Solarcup und bei Solarcup-Projektleiterin Lea Stanke unter solarcup@artefact.de.
28.03.2012
Saisonstart im artefact Powerpark:
Neue Wasserwippe wird im Energieerlebnispark in Glücksburg eingeweiht
Endlich ist es soweit: der Winter hat sich verabschiedet und überall explodieren Knospen und Blüten. Auch im artefact Powerpark wird der Sommer eingeläutet. Info-Stationen werden geputzt und Frostschäden werden beseitigt, denn am 1.April öffnet Deutschlands erster Energieerlebnispark wieder seine Pforten. Die archimedische Schlauchwinde hat neue Segel bekommen. Den ersten Belastungstest überstand auch ein neues Gerät auf dem Wasserberg: eine internationale Studentengruppe der Universität Flensburg nahm eine kolumbianische Wasserwippe in Angriff, die durch ihre Bewegungen Wasser aufwärts befördert. An mehr als vierzig Stationen kann nun wieder täglich Energie „begriffen“, umgewandelt oder selbst eingesetzt werden: wer schafft 200 Watt an der Kraftleier? Wie entsteht Wind? Welche Art der Sonnenergienutzung passt vielleicht zum eigenen Haushalt? Neben Spaß und infotainment kommen auch Anregungen und Hintergrundinformationen für die eigene praktische Anwendung nicht zu kurz. Wer sich mit dem Elektromobil auf den Weg zu artefact macht, kann gleich an der kostenlosen park&charge -Station Wind und Sonne „satt“ tanken. Alle anderen Besucher finden Busverbindungen und Anfahrtsbeschreibungen unter Anfahrt.
Geöffnet ist der Powerpark an Wochentage von 9 bis 18 Uhr, an Wochenenden ab 10 Uhr.
23.03.2012
Tadelakt-Workshop bei artefact in Glücksburg
Marokko-Reisende kommen bei Tadelakt schnell in´s Schwärmen, doch auch unter Innenarchitekten und Liebhabern anspruchsvoller und ökologischer Innenraumgestaltung ist dieser außergewöhliche Kalkglanzputz aus Marokko längst mehr als ein Geheimtip: mit Erd- und Farbpigmenten lassen sich damit wunderschöne wasserabweisende Oberflächen gestalten. Wie diese nordafrikanische Technik selber erlernt und angewendet werden kann, verrät der Naturfarben- Experte Martin Krampfer aus Hamburg erstmals im hohen Norden bei einem Workshop. Am Samstag, dem 21. April werden im Glücksburger Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact, die Grundlagen der Tadelakt- Technik vorgestellt. Im Anschluss üben die Teilnehmer die spezielle Verarbeitung an einer kleinen Platte, um dann selbst ein eigenes Objekt mit Mineral- und Erdpigmenten anzufertigen. Die auch in größeren Feuchträumen wie Hammams bewährte Oberflächenbehandlung lässt sich hervorragend in Küchen, Bädern und Wellness-Oasen anwenden. Weitere Informationen zu Anmeldung und Kosten des Workshops finden sich unter Veranstaltungen » Tadelakt-Workshop.
Seminar mit Martin Krampfer, Naturfarben Hamburg
Samstag, 21.April 2012 von 9.00 bis 17.00 Uhr
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12.03.2012
Anmeldebeginn auf der „New energy Husum“ zum vierten Schleswig-Holstein-Solarcup
Ab sofort grassiert wieder das Solarfieber unter Schleswig-Holsteins Kindern und Jugendlichen: Auf der Energiemesse „New Energy“ in Husum fällt der Startschuss für den Solarcup 2012.
Ab dem 15. März können sich Zehn- bis Achtzehnjährige am Informationsstand von artefact anmelden für den diesjährigen Wettbewerb. Teams von zwei bis vier Jungs und Mädchen können dort den Bausatz gegen eine Schutzgebühr bestellen und mit Tüfteln uns Bauen loslegen. Unterstützt wir der Solarcup von der Bingo Umweltlotterie, der Jugendstiftung der NOSPA und den vier Solarfirmen SEA aus Sprakebüll, EBB aus Flensburg, SAT aus Struckum und solarnova aus Wedel. Erstmals werden für den Bausatz des diesjährigen Wettbewerbs Rohzellen des einzigen Modulherstellers Schleswig-Holsteins, solarnova, verwendet, die eigens für den Solarcup einlaminiert werden. Dazu wird von artefact ein kleiner Motor gestellt. Karrosserie- und Felgenbau liegen dann im Ermessen der jugendlichen Solar-Pioniere. „Es gibt wie bisher die auf Geschwindigkeit orientierte Ultraleichtklasse in zwei Altersgruppen, die am 17. Juni bei den Finalläufen in Glücksburg auf der 10-Meter- Bahn ausgetragen wird sowie die Kreativklasse, bei der vor Allem Originalität, Recyclinganteil und Design bewertet werden. Dazu kommt nach dem erfolgreichen Start im Vorjahr auch wieder die Solarbootklasse für Neueinsteiger.“ erläutert Werner Kiwitt von artefact. „Wer sich einige Prototypen anschauen und selber an einem Schnupper-Workshop teilnehmen möchte, hat dazu während der „New Energy“ in Husum Gelegenheit. Lehrer können auch noch ihre Klasse kurzfristig über artefact dazu anmelden.“
Für Familien mit Kindern bietet sich auch der Sonntag besonders für einen Messebesuch an, denn dann werden bei verschiedenen Energie-Mitmachaktionen weder der Windrad-Bastelworkshop noch Elma, die Elektrisiermaschine von artefact fehlen. Weitere Informationen zum Solarcup gibt´s unter Veranstaltungen » solarcup.
04.03.2012
Leuchtturm von Falshöft steht in Berlin:
artefact wirbt auf ITB-Gemeinschaftsstand für Ostsee-Urlaub
Normalerweise gelten Leuchttürme als recht bodenständig und erdverwurzelt, nichts kann und soll sie umhauen. Doch der Leuchtturm von Falshöft, üblicherweise auf der Geltinger Birk zuhause, wandert gerade von Glücksburg nach Berlin. Auf der Internatonalen Tourismusbörse soll er fünf Tage lang die Blicke auf sich und potentielle Touristen an Schleswig-Holsteins Ostseeküste ziehen.
Gemeinsam mit anderen Jugendgästehäusern vom Knivsberg und aus Kiel ist das Glücksburger Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact erstmals auf der ITB vertreten. „Und wenn, dann gleich mit Hingucker“ meint Werner Kiwitt von dem ungewöhnlichen Gästehaus an der Flensburger Förde. „Unsere Auslastung durch Seminargruppen, Schulklassen und Urlauber aus ganz Europa entwickelt sich sehr erfreulich, aber da ist noch Luft nach oben.“ Ganz oben im Leuchtturm tut sich auch etwas , wenn auf dem Energiefahrrad kräftig in die Pedale getreten wird: Was genau, lässt sich in dieser Woche auf der ITB in Berlin herausfinden und ab dem 1. April wieder im „Powerpark“, Deutschlands erstem Energieerlebnispark, in Glücksburg.
08.02.2012
Spannende Veranstaltungen und internationale Besucherguppen bei artefact
Aktueller Veranstaltungskalender für 2012 im internet
Der Energieerlebnispark von artefact liegt zwar noch unter einer Schneedecke verborgen und öffnet erst im April seine Pforten, doch Besucher aus dem In- und Ausland gehen auch jetzt schon im Zentrum für nachhaltige Entwicklung ein uns aus.
Das nun im internet abrufbare Jahresprogramm 2012 zeigt die große Palette unterschiedlicher Themen und Zielgruppen, die das gemeinnützige Bildungszentrum anspricht. Von der Kindergartengruppe, die Sonnenuhren baut bis zur professionellen Solarfachberaterqualifizierung reicht die Bandbreite. Neben fachtechnischen Schulungen bietet artefact im neuen Jahr auch maßgeschneiderte Kurse für auswärtige Gäste an. Anfang Februar findet das erste internationale Seminar des Jahres für zwanzig US-Amerikaner statt, die sich vor allem für die wirtschaftlichen Instrumente der „Energiewende made in Schleswig-Holstein“ interessieren. Das Thema Bürgerbeteiligung und Nachhaltigkeit bringt Bildungsurlaubsträger aus Hessen und Nordrhein-Westfalen zu artefact, während südafrikanische Bauern sich auf Einladung kirchlicher Partnergemeinden mit angepasster Wasserver- und -entsorgung beschäftigen. „Zahlreiche Führungen für Gruppen aus der Region und Betriebsausflüge tauchen dabei nicht in unserem Programm auf, weil die, oft mit Kaffee und Kuchen oder anderen Mahlzeiten, kurzfristig angefragt werden. Wir spüren, dass sich immer mehr Menschen mit Wegen weg von Klimawandel und Wachstumsblase hin zu nachhaltiger Zukunftsgestaltung beschäftigen wollen.“ Tages- und Wochenprojekte für Schulklassen, Seminare von Hochschulstudenten, Chorfreizeiten, Urlaube und Familienfeiern, oft mit Unterkunft in den attraktiven Gästezimmern und Gewölben, finden ganzjährig statt: „Viele Gäste suchen die Erfahrung, wie es sich in gesunder Lehmarchitektur mit 100 Prozent eigener Energieversorgung leben, feiern und schlafen lässt.“ so Werner Kiwitt.
Zwei besondere Highlights sollten sich alle Sonnenhungrigen schon jetzt notieren: mit der bundesweiten Anerkennung als „Ort der Ideen“ im Rücken will artefact am 16. Juni wieder eine elektromobile „Tour de Flens“ rund um die Förde durchführen. Bürger, Initiativen und Unternehmen beiderseits der Grenze sind zur Mitwirkung eingeladen. Am 17. Juni soll dann auf der Messe „naturtec“wieder mit dem Schleswig-Holstein Solarcup das Rennen des Jahres für alle Daniel Düsentriebs des Nordes starten, in 2012 erstmals auch mit dänischen Jugendlichen.
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30.01.2012
„Tour-de-Flens“ als Land-der-Ideen-Projekt ausgezeichnet
„Damit hatte ich nicht gerechnet“ zeigte sich Werner Kiwitt freudig überrascht, als gleich mehrere Radio- und Print-Redakteure bei artefact anriefen: das vom Glücksburger Zentrum für nachhaltige Entwicklung im Jahr 2011 initiierte Projekt einer erneuerbaren „Tour de Flens“ wurde nun als eines von 365 beispielhaften Projekten bundesweit ausgewählt.
„Mit Sonne und Wind um die Flensburger Förde“ lautete das Motto der ersten grenzübergreifenden erneuerbaren „Bürgerbewegung“ im Juni des letzten Jahres: zehn dänische und zehn deutsche Elektro-Fahrzeuge starteten in Sonderborg. Gefahren wurden sie von ganz unterschiedlichen Testpiloten: Bürger, die für mehrere Monate die Alltagstauglichkeit der Familiendroschken testeten, waren ebenso dabei wie der Sonderborger Kulturstadtrat Stephan Kleinschmidt und Flensburgs zweiter Bürgermeister Henning Brüggemann, der auf einem Elektro-Tandem souverän die Strecke bewältigte. Das Startprogramm war von der Sonderborger Initiative „Project Zero“ organisiert worden, das nach einigen kulturellen und kulinarischen Zwischenstopps wie dem unvermeidlichen „Hotdog-Havn“ bei Annie nach Flensburg führte. Dort übernahm der Klimapakt Flensburg das Steuer und informierte Mitfahrer wie Zuschauer über die kommunalen Ziele zur CO2-Reduktion im Stadtverkehr. Die Weiterfahrt nach Glücksburg koordinierte dann das artefact-Team, das den Mitfahrern das Zentrum für nachhaltige Entwicklung vorstellte. Am Folgetag konnten die Elektro-Fahrzeuge von den Besuchern der Bau- und Energiemesse naturtec bestaunt und getestet werden und motivierten Kinder und Jugendliche zusätzlich, die mit selbst gebauten Solar-Kleinstfahrzeugen die schleswig-holsteinischen Meisterschaften um den Solarcup austrugen.
Diese Mischung aus technisch-pädagogischer Innovation und breiter Öffentlichkeitsarbeit, noch dazu grenzübergreifend, überzeugte offensichtlich die Jury des Bundeswettbewerbs „Land der Ideen, die unter mehreren tausend Vorschlägen für jeden Tag des Jahres ein Leuchtturm-Projekt auswählte. Für das artefact-Team wurde der 6. Mai vorgesehen: „Bis dahin wollen wir das Programm für eine neue „Tour de Flens“ im Juni stehen haben.“ erläutert Werner Kiwitt. „Denn diese Auszeichnung ist natürlich ein großer Ansporn, gemeinsam mit anderen Akteuren aus der Region noch mehr Bürger an die Themen Elektromobilität und erneuerbare Energien heranzuführen: denn nur mit Solar- und Windenergie lässt sich der zusätzliche Strombedarf zukunftsfähig decken.“
03.01.2012
Auszeichnung neuer Solarfachberater bei artefact
Aktueller Veranstaltungskalender für 2012
Die Sonne schwächelt derzeit zwar noch, doch jeder Strahl wird dank qualifizierten Bodenpersonals immer effizienter genutzt. Dafür wird die berufliche Qualifizierung zum Solarfachberater seit zwölf Jahren im Glücksburger Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact, angeboten. Die Prüfung durch die Deutsche Gesellschaft für Solarenergie DGS ist Voraussetzung für den Titelerwerb.
Jahresbester wurde mit einem Ergebnis von 86 Prozent der Nördlichste aller Teilnehmer, Torben Fehlhaber aus Medelby. Der Absolvent der Fachhochschule Flensburg arbeitet inzwischen für die Firma Solar Energie Andresen in Sprakebüll und liess es sich nicht nehmen, sein Zertifikat nun persönlich in Empfang zu nehmen. Doch auch die Ergebnisse der anderen Prüflinge konnten sich sehen lassen. „Inzwischen führen wir alljährlich zusätzliche Kurse bei uns und anderswo für Unternehmen oder etwa Bundeswehrangehörige durch, die sich damit auf den anstehenden Berufswechsel vorbereiten.“ erläutert Werner Kiwitt, Leiter der Glücksburger Solarschule. „Auch unsere Frühjahrs-Schulungen zu Solarthermie werden bereits aus aus anderen Bundesländern angefragt. Der klare Trend weg von Öl- und Gasabhängigkeit zu erneuerbaren Energien hat erst angefangen - eine Chance auch für kleinere Betriebe und Quereinsteiger.“
Neben fachtechnischen Schulungen bietet artefact im neuen Jahr auch wieder zahlreiche Kurse für andere Zielgruppen an. Anfang Februar findet das erste internationale Seminar des Jahres für zwanzig US-Amerikaner statt, die sich vor allem für die wirtschaftlichen Instrumente der „Energiewende made in Schleswig-Holstein“ interessieren. Das Thema Bürgerbeteiligung und Nachhaltigkeit bringt Bildungsurlaubsträger aus Hessen und Nordrhein-Westfalen zu artefact, während südafrikanische Bauern sich auf Einladung kirchlicher Partnergemeinden mit angepasster Wasserver- und -entsorgung beschäftigen. „Zahlreiche Führungen für Gruppen aus der Region und Betriebsausflüge tauchen dabei nicht in unserem Programm auf, weil die, oft mit Kaffee und Kuchen oder anderen Mahlzeiten, kurzfristig angefragt werden. Wir spüren, dass sich immer mehr Menschen mit Wegen weg von Klimawandel und Wachstumsblase hin zu nachhaltiger Zukunftsgestaltung beschäftigen wollen.“ Tages- und Wochenprojekte für Schulklassen, Seminare von Hochschulstudenten, Chorfreizeiten, Urlaube und Familienfeiern, oft mit Unterkunft in den attraktiven Gästezimmern und Gewölben, finden ganzjährig statt: „Viele Gäste suchen die Erfahrung, wie es sich in gesunder Lehmarchitektur mit 100 Prozent eigener Energieversorgung leben, feiern und schlafen lässt.“ so Werner Kiwitt. Der neue Veranstaltungskalender und weitere Informationen finden sich im Veranstaltungskalender » Solarfachberater.
03.01.2012
Das Jahr 2011
Ausblick 2012
Liebe Mitstreiter, Unterstützer, Freunde und Freundinnen unserer Arbeit, herzlich willkommen im Jahr 2012!
Viele Auguren in den Medien reden davon, „das Schlimmste“ sei jetzt wohl überstanden, Deutschland blicke wieder optimistisch in die Zukunft, auch wenn die Weltwirtschaft und der Euro kränkeln.
Dieser bedenklich schmale Blickwinkel dieser Kaffee- , Zins- und Hebesatzleser auf Hauptsache-Ruhe und weiter-so-Stabilität macht mir demgegenüber große Sorgen. Das, was manche bei ihrer Urlaubsplanung erschaudern lässt - Hunderttausende Bürger, die von Tunis bis Stuttgart, von Kairo bis Moskau für Demokratie auf die Straße gehen, macht mir dagegen gerade Hoffnung: von diesem „Schlimmen“ gerne mehr! Vor wenigen Wochen war ich selber in Tunis und begeistert von der Aufbruchstimmung der Menschen, die gerade ihren ersten demokratisch gewählten Präsidenten vereidigen ließen.
Demgegenüber scheint der immer bedrohlicher werdende Klimawandel fast aus den Nachrichten verdrängt. Kanada bricht internationale Verträge und steigt einseitig aus „Kyoto 1“ aus, denn Menschenschutz koste zu viel Geld; also will seine Regierung die wissentliche Zerstörung der Lebensgrundlagen von Milliarden Menschen weltweit weiterhin durch Steuerbefreiungen beschleunigen. Dies ist nichts Anderes als die Subventionierung von internationalem Terrorismus. Wo ist der Aufschrei der sogenannten „Zivilisierten Welt“?
Und doch besteht mehr als nur Anlass zur Hoffnung. Die in Deutschland beschlossene Energiewende, die ohne die Pionierarbeit Hunderttausender undenkbar gewesen wäre, löst allerorts Interesse und fast neidische Anerkennung aus. So hatten wir in Glücksburg in diesem Jahr gleich dreimal 25 US-Amerikaner zu Gast , die Anfänge und Umsetzung der Energiewende „made in Schleswig-Holstein“ mit Erfolgen und auch vermeidbaren Fehlentwicklungen studieren wollten. Motto: wenn Deutschland das schafft, dann ist das auch überall sonst auf der Welt möglich. Dieser Verantwortung wollen wir uns weiter stellen!
Doch nun konkret zum Jahr 2011 im Zentrum für nachhaltige Entwicklung:
was hat sich getan?
Jugend- und Erwachsenenbildung
Die absolute Teilnehmerzahl von Kindern und Jugendlichen an Projekttagen war wie erwartet im vergangenen
Jahr stark rückläufig, weil mit dem Schwennauhof die übernachtungsstärkste Jugendeinrichtung
Glücksburg geschlossen worden war. Mit eigenen Kräften sowie Kai Dobbeck und Kathrina Schipper
als Honorarkräften gelang es, die saisonal sehr schwankenden Anfragenkompetent zu bedienen.
Ferienpassaktionen zu Solarenergie und Projekte nicht-schulischer Jugendgruppen von der Leuchtpol-
Fortbildung für Erzieher bis zum Juleica-Kurs der Stadt- und Kreisjugendringe wurden demgegenüber
zusätzlich durchgeführt, zum Teil wie bei FÖJ- und FSJ-Seminaren auch mit zusätzlichen Übernachtungen.
Ein selbst entwickelter Projektbaustein zu Windenergie wurde erstmals mit Kindergartenkindern durchgeführt
und machte allen Beteiligten großen Spaß.
Das Projektthema „Wie kommt die Sonne in die Steckdose?“, meist von Heiko Rux und Kai Dobbeck durchgeführt, wurde gegen den Trend deutlich stärker nachgefragt, sicher auch als erwünschte Auswirkung des Solarcups, der am 19.Juni zum drittenmal als Landeswettbewerb mit weiter steigenden Teilnehmerzahlen durchgeführt werden konnte: mit Unterstützung der Bingo Umweltlotterie, Sparkassenstiftung und den vier Solarfirmen S.A.T., MBT, Baltic Solar und SEA wurden fast 1000 Schulen und Jugendgruppen angeschrieben, Tage der Offenen Tür und fünf Messen landesweit mit Infoständen und Mitmachaktionen besucht. Als Schirmherr des diesjährigen Solarcups hielt vor dem Beginn Landesbischof Ulrich persönlich einen Gottesdienst, der wegen des Wetters leider statt OpenAir kurzfristig under cover durchgeführt werden musste. Die Sonne liess dann zu den Finalläufen in der Ultraleichtklasse und der Kreativklasse sowie beim erstmaligen Solarboot-Bauen die kreativen Ideen und stolzen Sieger im passenden Licht erscheinen. Die Presse berichtete wieder ausführlich. Im September schlugen sich die Landessieger wieder achtbar beim Solarmobil-Bundesfinale in Berlin.
Unser weltwärts-Freiwilligendienst solivol hat sich in der Regie von Frank Lüschow trotz zeitweiliger Deckelung der Einsatzplätze durch das zuständige Ministerium mit ca 28 Freiwilligen in Ostafrika stabilisieren können. Mehrere Rückkehrerseminare und die geäußerten Rückmeldungen waren ein Motivationsschub auch für uns, diese Jugend- und Multiplikatorenarbeit trotz wirtschaftlicher Risiken und großer Verantwortung mit hohem persönlichen Einsatz weiterzuentwickeln. Unter www.solivol.org werden unser Profil und typische Einsatzstellen beschrieben. Seit einigen Monaten sind nun erstmals zwei Freiwillige in Äthiopien, außerdem machen sechs junge Leute einen etwas anders strukturierten Einsatz über den Internationalen Jugendfreiwilligendienst IJFD.
Freiwilligenarbeit fängt bei uns im Inland an. Da im Jahrgang 2011/12 eine schleswig-holsteinische
FÖJ-Stelle ruht, musste für unsere im Sommer verabschiedeten Freiwilligen Matthias Nowc und Simon Ottrand die Staffelstabübergabe anderweitig organisiert werden. Einziger „klassischer“ FÖJler ist nun Konstantin Kaesche aus Neuruppin, erste französische FÖJlerin Bertille Kapela und unser erster BuFDi ist der Kieler Ole Gronenberg. Alle sind mit neuem Schwung und Engagement dabei.
Wie im Vorjahr sind auch jetzt wieder mehrere Flensburger Schüler dabei, ein eigenes Projekt zu realisieren.
Die neue große Komposttoilette, die von Rainer Ries vom Förderverein detailliert gezeichnet und
von Freiwilligen während der Sommer-Workcamps mit dem Service Civil International begonnen wurde,
soll bis zum Frühjahr fertig werden. Der Wasserberg im Powerpark wird von Jahr zu Jahr weiterentwickelt.
Eine beschädigte Selbstbau-Kleinwindkraftanlage wurde von Flensburger Studenten und Tansania-
Rückkehrern runderneuert.
Seit November arbeiten Thomas Rothenburg und Lena Seehausen als Praktikanten an der konzeptionellen
Weiterentwicklung des Powerparks um einen CO2-Parcours: der Energeierlebnispark ist teilweise in
die Jahre gekommen und bedarf einer gründlichen Reattraktivierung.
Die Erwachsenenbildung ist weiterhin breit aufgestellt. Drei Photovoltaik-Solarschulungen stand diesmal
nur ein Solarthermie-Kurs gegenüber. Gleich zwei Seminare für Nord-Süd-Austausch zu erneuerbaren
Energien konnten 2011 offen ausgeschrieben werden: im März ging es mit Unterstützung von Bingo
um Kleinwindkraftanlagen, im Mai in Kooperation mit dem Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein um
dezentrale Versorgung mit Solarenergie. Dazu kamen wieder unzählige Kurse und Führungen für Gruppen
etwa von DAAD und dem Studiengang SESAM der Unversität Flensburg, der Universität Kopenhagen
und Auszubildenden der KFW bis zum nepalesischen Mönch und sizilianischen Touristik-Schülern.
Ungewöhnlich war im vergangenen Jahr die Zunahme an Bildungseinsätzen im Ausland.
Bei zwei Workshops in Amman und Tunis ging es um die Beratung und Unterstützung von Universitäten
von Marokko bis Palästina bei der Entwicklung zu Curricula zu erneuerbaren Energien und deren
Markteinführung. In Wien durfte ich vor einem zentraleuropäischen Auditorium unsere Erfahrungen mit
Produktentwicklungen zu nachhaltigem Tourismus und dem Energie-Erlebnispark vorstellen.
Dazu passte unsere neueste Erfahrung bei Vorbereitung und Durchführung der ersten“Tour de Flens“:
mit zwanzig erneuerbar geladenen Elektrofahrzeugen und einem bunt gemischten Teilnehmerfeld von
Bürgern bis Bürgermeister führte sie von Sonderborg und dem Projektpartner „Project Zero“ über
Flensburg und den Klimapakt nach Glücksburg.
Auch abseits dieser Highlights waren wir 2011 zweimal beim NDR auf Sendung, so bei der bekannten
„Landpartie“ mit Heike Götz.
Das Gästehaus konnte durch mehrtägige Seminare, aber auch durch zusätzliche Klassenfahrten mit Programmbausteinen
seine Auslastung weiter verbessern. Nach langjähriger rein ehrenamtlicher Arbeit hat
Gyde Diederich nun eine Teilzeitstelle im Gästehaus, ebenso wie Martina Jánssen, die vor 20 Jahren als
Leiterin eines SCI-Workcamps zum erstenmal artefact kennenlernte.
Neben der weiterhin erfreulichen Zusammenarbeit mit dem ökologischen Reiseveranstalter renatour hat
sich auch eine engere Kooperation mit der Fachschaft sowie dem Alumni-Kreis der Energie- und Umweltmanagement-
Studenten der Universität Flensburg entwickelt , die inzwischen zu regelmäßigen Belegungen
führen. Auch allen anderen Erst- und Stammgästen, Urlaubern wie Familienfeierern, Chorund
Theaterprobanden gilt es für ihre Treue oder erstmalige Buchung zu danken. So manche Freundschaft
hat sich im Laufer der Jahre daraus entwickelt.
Die nun fast abgeschlossene Erweiterung um weitere fünf Zimmer im ehemals hohlen Powerhaus ist
nicht nur in der Hauptsaison dringlich. Bei großen Gruppen oder Einzelzimmeransprüchen ist sie Voraussetzung
für die gesamte Buchung. Während durch großen Einsatz eigener Kräfte und Unterstützung
durch zusätzliche Maurer-, Holzbau- und Dachdeckerfirmen Innenausbau, Wandbehandlung und ökologische
Dämmung u.a. mit Produkten der Firmen Kreidezeit und steico im Jahr 2011 abgeschlossen werden
konnte, fehlen noch kleine aber wichtige Schlussarbeiten an Fassadenputz und Dachanschluss, um
das „Sonnenhaus“ endlich offiziell einweihen zu können.
Ausblick 2012
Neben der Einweihung des Sonnenhauses ist 2012 eine weitere Einweihung geplant:
Eine 20 KW-Photovoltaikanlage wurde noch in den Weihnachtstagen auf dem Dach der Projektwerkstatt
installiert - wir müssen sie aber noch für artefact erwerben!
Sie soll damit zum Herzstück unseres wegweisenden Energiemanagement-Konzeptes werden:
mit dieser zweiten Photovoltaikanlage soll im Unterschied zur ersten vorrangig Eigenstrombedarf gedeckt
werden, erst dann in´s Netz eingespeist werden.
Die begrenzt vorhandenen Netzaufnahmekapazitäten führen jedoch ohne Zwischenspeichermöglichkeiten
temporär zu einer Konkurenzsituation mit der bestehenden Windkraftanlage.
Wir wollen, gern mit wissenschaftlicher Begleitung, herausarbeiten, ob und wie Windstrom zeitweise
ökonomisch und ökologisch sinnvoll als Warmwasserheizung eingesetzt oder aber in einem Stromspeicher
zwischengelagert werden kann.
Dies ist eine prinzipiell bundes- und europaweit gestellte Herausforderung: wie lässt sich erneuerbare
Energie bedarfsabhängig abrufen und speichern? Auch die Stadtwerke Flensburg prüfen gerade die Option,
mit dänischer Windkraft als „Heizstab“ zeitweise den Bedarf an Kohle bzw. begrenzt verfügbarer
Biomasse zu reduzieren. Wir können damit in Ergänzung zur Solarthermienutzung ebenfalls Hackschnitzel
ersetzen, für deren Ernte nur begrenzt Knicks und Kurzumtriebsplantagen verfügbar sind.
Um dieses Projekt zu finanzieren, benötigen wir in Ergänzung und alternativ zu grundsätzlich erhältlichen
Krediten auch Eigenkapital.
Wir hoffen auf die Verlängerung bzw. Neu-Gewährung von zinslosen oder inflationsbereinigten Krediten
aus unserem Freundes- und Förderkreis in Höhe von 5.000 oder 10.000 Euro über fünf bis 15 Jahre.
Die neue Photovoltaikanlage gilt als auch von Banken akzeptierte Sicherheit, da sie sich über diesen
Zeitraum refinanziert. Die zusätzlichen Speicher- und Energiemanagementkosten und -erfahrungen sind
jedoch für eine Bank uninteressant, für uns aber der entscheidende Schritt zur kompletten Energiewende!
Längerfristig tragen neue Solaranlage und Heizkosteneinsparung bei besonders zinsgünstiger Finanzierung
zur Unterstützung unserer Jugendbildungsarbeit bei, denn jeder spätere „Gewinn“ wird von uns als
gemeinnütiger GmbH in den gemeinnützigen Bidungsbereich reinvestiert.
Gern gebe ich Ihnen auf Anfrage genauere Informationen zu Konzept und Finanzen.
Rufen oder mailen Sie mich an!
Weitere Pläne und Perspektiven für 2012 stimmen ebenfalls optimistisch:
Die nächste Tour de Flens soll am 16. Juni, der Solarcup 2012 am 17.Juni gemeinsam mit der naturtec
stattfinden.
Wir hoffen gemeinsam mit der Fachhochschule Flensburg und anderen Akteuren im deutsch-dänischen
Grenzgebiet in einem EU-geförderten MINT-Projekt Solarenergie als Projektthema nun auch in Sonderborger
und andere Schulen tragen zu können.
Im Energie-Erlebnispark sollen bestehende Stationen überholt, Tafeln dreisprachig ersetzt und neue Stationen
und Medien etwa zur Ermittlung von CO2- Ausstoß und Einsparmöglichkeiten im Rahmen eines
CO2-Parcours eingesetzt werden.
Das Energiewende-Strategiespiel „Changing the Game“ soll erstmalig in deutsch erstellt und über Multiplikatorenseminare
verbreitet werden.
Für Teile der Kofinanzierung sind wir noch auf der Suche nach Ideen- oder Geldgebern.
Für das Gästehaus liegen uns bereits jetzt erfreuliche Buchungszahlen und Anfragen vor: von Vereinsund
Familienfreizeiten über Triathleten- und Urlauberbuchungen bis zu neuen Bildungsurlauben,
Klassenfahrten und Multiplikatorenschulungen für amerikanische oder tansanische Zielgruppen.
Doch auch wir selber brauchen Motivation und Unterstützung, um Vieles weiter und manches
noch besser zu machen. Allen haupt- und ehrenamtlichen Unterstützern, ob hier vor Ort bei Geländeentwicklung
und Kaffeekochen oder bei der Werbung im Kollegenkreis, ob als Mitglied
im Förderverein oder „von Fall zu Fall“ an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für handfeste
oder moralische Unterstützung! Bleiben Sie uns gewogen!
Übrigens erhält jedes Fördervereinsmitglied ganzjährig kostenlosen Eintritt im Powerpark.
Mit nur 40 Euro Jahresbeitrag sind Sie schon dabei!
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familienfreundlicher Urlaub im artefact Gästehaus in Glücksburg/Ostsee
Lastminute-Angebote für Schulklassen/Gruppen und Familien/Einzelreisende
