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25.11.2012

Humusaufbau und Biomeiler zum Selber machen:
Ein ungewöhnliches Theorie-Praxis-Seminar für Landwirte und Bodenkundler

Vier Tage lang setzten sich im Glücksburger Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact, etwa 40 Fachleute und Interessierte aus acht Bundesländern, Österreich und Dänemark mit neuesten Erkenntnissen von Boden- und Wasserschutz, Nährstoff- und Energiegewinnung in Land- und Forstwirtschaft auseinander. Viele alte Gewissheiten wurden infrage gestellt.

„Das probiere ich auf meinem Hof jetzt selber aus!“ wurde von Landwirten aus Bayern wie aus Schleswig-Holstein gleich mehrfach angekündigt. Denn Alle waren sich einig, dass die konventionelle Landnutzung der letzten Jahrzehnte so nicht mehr lange weitergeht: dramatische Humusverluste durch zu starken Pflugeinsatz, einseitige chemische Düngung und fehlende Fruchtfolgen sind nicht nur in Mecklenburg-Vorpommern immer deutlicher festzustellen.Während biologisch wirtschaftende Höfe schon längere Erfahrungen mit bodenschonenderen Verfahren haben, bekommt die Diskussion seit kurzem durch wissenschaftliche Versuche und uralte Kenntnisse neuen Auftrieb.  Der experimentierfreudige Landwirt Henning Knutzen aus Hürup begann, sich u.a. intensiver mit der wiederentdeckten Technik der „Terra Preta“ auseinanderzusetzen, mit der indianische Völker vor Jahrtausenden mit Holzkohle und biogenen Reststoffen eine nachhaltige Humuswirtschaft betrieben. Seine Erfahrungen setzte er um bei der Gründung einer eigenen Firma für Produktion und Vertrieb von Humus und Komposttees. Er initiierte auch die jetzige Veranstaltung gemeinsam mit weiteren Vorreitern. So gelang es ihm, Pioniere wie den Agrochemieingenieur Walter Witte aus Quedlinburg, Roland Plocher aus Meersburg und andere Fachleute für mikrobielle Carbonisierung und verwandte Forschungsfelder zusammenzubringen. Wissenschaft und Praxiserfahrung sorgten bei der viertägigen Veranstaltung nun für durchaus kontroverse Diskussionen. Gingen bei der Bewertung von Fäulnisbakterien, Sporen und Pilzen für die Bodenfruchtbarkeit die fundiert vorgetragenen Meinungen oft auch weit auseinander, so wurde am Praxistag umso engagierter an einem gemeinsamen Projekt gearbeitet: unter Anleitung von Heiner Cuhls von Native Power wurden Hunderte Säcke mit gehäckselter Biomasse gefüllt und in mehreren Lagen 2 Meter hoch um wasserführende Schläuche verbaut, die die Prozesswärme der natürlichen Abbauprozesse mehr als ein Jahr lang für Heizen oder Trocknen abführen sollen. Der erste Biomeiler Angelns ging in Hürup sogleich in Betrieb!
Kleingarten- und Blumenliebhaber belegten am Abschlusstag mit zahlreichen Beispielen, wie mit unterschiedlichen Verfahren gewonnene Bio- Dünger und Humustees besseres Pflanzenwachstum und -gesundheit bewirkten. „Wir brauchen mehr Humusaufbau statt Blaukorn in Land- und Gartenbau“ waer sich Alle einig. Wegen der großen Resonanz wird schon jetzt überlegt, eine Folgeveranstaltung im Frühjahr zu organisieren. Interessierte wenden sich bitte per mail an info@artefact.de oder office@hamhamgmbh.de.

 

01.10.2012

Die Sonne geht im Norden auf:

Deutschlands nördlichste Solarschule artefact führt 50. Fachberater-Kurs durch

ideales Anschauungsobjekt für angehende Solarberater: die unterschiedlichen artefact-Anlagen aus zwei Jahrzehnten technischer WeiterentwicklungSeit der Zertifizierung durch den Bund der Energieverbraucher im Jahr 2000 wurden im schleswig-holsteinischen Glücksburg bereits 49 Solarfachberaterkurse zu Photovoltaik und Solarthermie durchgeführt. Im November soll der 50. stattfinden. Anmeldungen sind noch möglich.

Der Siegeszug der Solarenergie geht auch im nächsten Jahr weiter, ist Werner Kiwitt vom Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact in Glücksburg, überzeugt. Wurden in den letzten Jahren vor allem große Hallen und Freiflächenanlagen bestückt, so entwickelt sich der Markt jetzt sehr viel differenzierter. „Weiterhin werden auch große Anlagen etwa entlang von Eisenbahnlinien und Autobahnen gebaut werden, doch gleichzeitig werden Solarstrom und übrigens auch Solarthermie immer attraktiver für kleinere und mittlere Wohneinheiten und Privathäuser. Immer knapper werdende fossile und übrigens auch nukleare Reserven können nur zu steigenden Energiepreisen führen- es sei denn man deckt einen immer höheren Anteil mit gleichbleibend kostenlosen Energiequellen wie der Sonne. Im nur wenige Kilometer entfernten Dänemark  ist der Strom der eigenen Solaranlage schon heute nicht mehr teurer als der aus dem Netz. Mit Zwei-Richtungszählern lässt sich relativ unbürokratisch ein wachsender Anteil des Strombedarfs decken. Für die Auslegung und Installation der Solaranlagen ist jedoch entsprechendes Know how und geschultes Fachpersonal erforderlich - eine Chance für deutsche und dänische Elektobetriebe und Quereinsteiger.

„Seit letztem Jahr qualifizieren wir vermehrt Solarberater für den dänischen Markt“ hat Kiwitt festgestellt. „Doch auch diesseits der Grenze wächst das Interesse an auf den Eigenbedarf hin optimierten Solaranlagen. Damit kommen jetzt auch verstärkt wieder kleine  Betriebe mit guter Kundenbindung ins Geschäft - wenn sie ihre Kompetenzen weiterentwickeln. Ähnliches gilt für die solare Warmwasserbereitung, die Solarthermie: bei weiter steigenden Öl- und Gaspreisen macht sich etwa bei Urlaubsquartieren und Campingplätzen durch die langen Tage im Sommer  eine Anlage schon in wenigen Jahren bezahlt: die Sonne geht im Norden auf.“

Im November bietet die Solarschule artefact einen viertägigen Intensivkurs zu Photovoltaik und einen weiteren zu Solarthermie an.

 

18.09.2012

traditioneller Start zur Apfelfahrt: Jede(r) ist zum Anpacken eingeladen. Auch Rosenkönigin Franziska wird wieder beim Beladen der Traditionssegler dabei sein.Touristikverein Glücksburg lädt ein zum Apfelfahrt-Auftakt in Glücksburg am 19.10.
Apfelspenden für die Verschiffungsaktion willkommen

Zweimal Schietwetter und zweimal goldener Oktober - das ist die Wetterbilanz der letzten vier Auftaktveranstatungen, die der Touristikverein Glücksburg zum Start der Apfeltage auf der Glücksburger Fördebrücke vorm Strandhotel veranstaltete. Für dieses Jahr sind Sonne und Wind bestellt. „Wie auch immer - das Auftaktprogramm in Glücksburg hat sich inzwischen zu einer guten Tradition entwickelt, die wir gern fortsetzen.“ kommentiert Werner Kiwitt vom Touristikverein. „Segler und Gäste können mit uns rechnen.“

Im Zuge der vom Museumshafen Flensburg jährlich organisierten Apfelfahrt legen am Freitag, dem 19. Oktober die Traditionssegler wieder an der Schiffsbrücke der Promenade in Glücksburg an, um die Äpfel zu verladen und nach Flensburg zu transportieren.
Der Touristikverein Glücksburg e.V. lädt ab 14.00 Uhr ein zum Apfelsaft pressen, Apfelschälmaschinen ausprobieren und Kaffee und Apfelkuchen.
Auch eine Kutschfahrt mit dem Pferdekarren, welcher die Äpfel zum Verladen anliefert, ist bestimmt bei vielen Kindern wieder sehr begehrt. In diesem Jahr beteiligen sich auch die Stadtjugendpflege, die GLC und andere Akteure mit Mitmach- und Verzehrangeboten.

Die Schiffe werden an der Schiffsbrücke ab 15.00 Uhr erwartet. Danach sind wieder viele fleißige Helfer gefragt, die eine Menschenkette bilden, um die Apfelkisten auf die Schiffe zu verladen. Glücksburger und andere Angelner, die die eine oder andere Stiege Äpfel aus dem eigenem Garten mitbringen und für die Verschiffung nach Flensburg spendieren wollen, sind ganz besonders willkommen!

 

02.09.2012

Einladung zur Eröffnung am 12.09.: neue interaktive Wanderausstellung zum Thema Klimagerechtigkeit bei artefact

Wir laden Sie herzlich ein, die Ausstellung “Der achte Tag” der Klimakampagne der Nordkirche bei artefact in Glücksburg zu besuchen.

Offizielle Eröffnung: 12:00 Uhr am 12. September bei artefact
Eine achte Klasse aus Sylt wird dann als erste den für die Ausstellung erstellten Rallye-Bogen einsetzen.
Anschließend kann die Ausstellung bis zum 20. Oktober von 9 Uhr(Wochenende von 10 Uhr bis 18 Uhr) täglich besucht werden.

Für wen: Erwachsene, Konfirmanden, Jugendgruppen, Schülerinnen und Schüler ab Sekundarstufe 1 /8.Klasse.

Weitere Informationen finden Sie im Anhang, einen kurzen Film über die Ausstellung können Sie sich bei YouTube anschauen.

Folgende Themen greift die Ausstellung in besonderer Weise auf:

Unser besonderes Angebot für Schulen, Konfirmanden - und Jugendgruppen

Einführung durch die Ausstellung mit Rallye-Bogen für die weitere Vertiefung:
€ 4,-/Schüler inkl. Powerpark-Eintritt

Adresse: Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact, Bremsbergallee 35, 24960 Glücksburg, Busanbindung von Flensburg: Buslinie 21 ab ZOB Flensburg
Wollen Sie weitere Informationen, wollen Sie sich anmelden? Dann rufen Sie uns an unter 04631 / 61160 oder unter 0151 / 21 753 715.

Flyer herunterladen
Video über die Ausstellung

 

03.08.2012

SCI-Workcamp bei artefact: Solarküchenbau mit Freiwilligen aus sieben Ländern

„Oh nein, wie soll ich das 15 Tage aushalten“, das waren Elisa Dosils erste Gedanken als sie ihre Unterkunft bei der Ankunft in Glücksburg inspizierte: Zelte, Solarwaschplatz und -dusche und Komposttoilette waren die ersten sichtbaren Zeichen für eine außerordentliche Ferienzeit. Gemeinsam mit elf anderen jungen Menschen aus sieben verschiedenen Ländern leistete die 19-jährige Spanierin einen Freiwilligeneinsatz in einem sogenannten Workcamp bei „artefact“, dem Zentrum für nachhaltige Entwicklung in Glücksburg.

Natalia Guts, Katja Ogrin und Aitor Beldarrain Ruiz de Azua beim Frischluft-Zähneputzen mit sonnengewärmten Wasser, das über UV-Licht außerdem entkeimt wurde.Koordiniert wurde das Workcamp vom Service Civil International. Der SCI ist eine gemeinnützige internationale Organisation, die sich seit fast 100 Jahren für Frieden, gewaltfreie Konfliktlösung, soziale Gerechtigkeit, nachhaltige Entwicklung und interkulturellen Austausch einsetzt.
Der wichtigste Arbeitsschwerpunkt des SCI sind die Workcamps, Freiwilligeneinsätze in internationalen Gruppen, die zwei bis vier Wochen dauern. In der Regel kommen 10 bis 20 junge Menschen aus verschiedenen Ländern zusammen und unterstützen mit ihrer Arbeit beispielsweise Bildungsprojekte für nachhaltige Entwicklung: Bei „artefact“ in Glücksburg begannen die Freiwilligen, eine Solarküche aufzubauen.

„Ich bin zufrieden, wir haben eine Menge geschafft“, resümierte Lina Kohl, 26, eine der beiden Campleiterinnen. Zunächst musste die 12-köpfige Mannschaft auf dem Gelände einen geeigneten Platz für die Solarküche finden. Denn selbst wenn die Sonne eine sehr viel niedrigere Bahn beschreibt als jetzt zur Sommerzeit, sollen die Strahlen ungehindert auf zwei 1,40 m breite kreisrund-konkave Reflektorflächen treffen. Bis allerdings mit Hilfe der gebündelten Sonnenstrahlen, die auf das in einer Halterung fixierte Kochgeschirr treffen, die erste Gemüsesuppe gekocht werden kann, wird noch eine weitere Gruppe von WorkcampteilnehmerInnen an der Solarküche bauen. „Für die Solarküche haben wir die Fundamente gelegt, die Spiegel geputzt, die Metallkonstruktion abgeschliffen und mit Rostschutz versehen. Außerdem haben wir im Garten gearbeitet und kleine Reparaturen auf dem Gelände ausgeführt“, zählte Lina Kohl einige der Arbeiten auf.

„Ich habe vorher weder ein Fahrrad repariert, noch habe ich auf einem Dach gestanden oder einen Rasen gemäht“, erzählte die Jurastudentin Elisa Dosil lachend von ihren Erlebnissen. Die anfängliche Befangenheit hat sich bei der aus Santiago de Compostela stammenden Spanierin schnell gelegt: „Zelten gefällt mir immer noch nicht besonders, aber ich mag gar nicht daran denken, dass jetzt schon die zwei Wochen vorbei sind und wir auseinander gehen.“ Auch wenn in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis ökologische Themen niemanden interessierten, werde sie selbst viele praktische Tipps mit nach Hause nehmen und umsetzen: „Beim Duschen und Zähneputzen werde ich beispielsweise zukünftig mit dem Wasser sparsamer sein.“
 
Obwohl er über die Bedingungen und die Aufgaben des Workcamps gut informiert war, überraschte auch Igor Gardinovacki die Einfachheit der Unterbringung anfangs. Von einer Cousine hatte der 21-jährige Serbe von den Workcamps erfahren. Reisen, den Austausch mit Menschen aus anderen Ländern und Informationen über Erneuerbare Energietechnologien hatte er sich erhofft – und ist sehr zufrieden mit seinen Erfahrungen und den neu gewonnenen Kenntnissen. Besonders die Funktionsweise und der Einsatz von Solarzellen bei „artefact“ haben den Architekturstudenten interessiert. „Bei uns in Serbien schreitet die Entwicklung viel zu langsam voran, wir werden zu sehr von ausländischen Unternehmen bestimmt,“ äußerte er sich frustriert über die aktuelle Situation in seinem Heimatland.

Neben den Vorträgen von Werner Kiwitt, Geschäftsführer von „artefact“, informierten sich die Freiwilligen gegenseitig in vor Ort erarbeiteten Referaten über Erneuerbare Energien. „Zum Konzept der Workcamps gehört ebenfalls ein Studienteil, der Hintergrundinformationen zu den beim Arbeitseinsatz relevanten Themen liefert“, berichtete Lina Kohl. Schnell sei die Zeit nicht nur durch die Recherchearbeiten und die praktischen Arbeiten verflogen. Außerdem habe die eigene Versorgung mit Kochen, Einkaufen, Abwaschen und Mülldienst das gut eingespielte Team einige Zeit gekostet.

„Nach ein paar Tagen hat man den Dreh 'raus. Da weiß man dann, an welcher Stelle der Warteschlange man sich bei sonnigem Wetter einreiht, damit das Wasser in der Solardusche die angenehmste Temperatur hat“, erzählte Ana Pogacar. Die 21-jährige Jurastudentin nahm bereits zum zweiten Mal an einem Workcamp in Deutschland teil. Im vergangenen Jahr half die Slowenin in der Gedenkstätte Neuengamme bei Recherche- und Übersetzungsarbeiten. Interkulturelle Begegnung und internationaler Austausch erscheinen ihr selbstverständlich und sehr wichtig für Europa, denn: „Im vergangenen Jahr arbeitete ich im Workcamp mit ein paar Frauen aus Moskau zusammen, die sehr modebewusst und konsumorientiert waren. Erst als ich in diesem Jahr andere Moskowiterinnen traf, die völlig anders waren, merkte ich, welche Vorurteile ich mir gebildet hatte.“

Auch Ana Pogacar nimmt eine Menge Anregungen mit nach Hause: „Mir hat sehr gefallen, dass wir hier so umweltfreundlich gelebt haben und ich werde nach meiner Rückkehr nach Slowenien viel bewusster einkaufen.“ Ihr Ziel für die Zukunft lautet: „Ich will 'mal eine gute Rechtsanwältin sein und mich für den Schutz der Menschen und unserer Einen Welt einsetzen!“

 

01.08.2012

Mitmachaktionen bei artefact für Urlauberkinder

Donnerstag 09.08:
Bauen und modellieren mit Lehm:

artefact-Angebot für Urlauber-Kinder


„Wo kann man eigentlich Lehm kaufen?“ fragten vor kurzem Urlauber, die beim Besuch des Energieerlebnisparks von artefact auch das mit verschiedenen Lehmtechniken errichtete Gästehaus bewunderten. Prompt bekamen sie von den Kindern, die gerade zu einer Ferienpassaktion auf dem Gelände waren, den Tipp :“Da musst du kräftig buddeln, dann findest du welchen!“
Wie Lehm entsteht, wo er zu finden ist und , vor Allem, was man so alles mit ihm anstellen kann, können Urlauberkinder am 9.August von 10 bis 13 Uhr im Glücksburger Zentrum für nachhaltige Entwicklung herausfinden.
Lehm ernten, sieben , mischen, modellieren und richtige Profi-Steine pressen gehört zum Programm für die sechs- bis dreizehnjährigen Nachwuchsmaurer.
Für die Ferienaktion wird inklusive Lehm ein Betrag von € 5,00 erhoben.
Vorherige Anmeldung unter 04631-61160 ist erforderlich.

Donnerstag 16.08:
Bauen von Solar-Karrussels:

artefact-Angebot für Urlauber-Kinder

"Wie kommt die Sonne in die Steckdose?"

Diese Frage können auch Zehnjährige schon kompetent beantworten, wenn sie an einer Ferienaktion mitmachen, zu der das Glücksburger Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact einlädt. Am Donnerstag, dem 16.August wird dort von 10 bis 13 Uhr das Bauen von Solarfahrzeugen und anderen mit „Licht-Energie“ betriebenen Spielgeräten angeleitet: auch Solarpferde, Karussells und andere abgefahrene Ideen wurden von den Daniel Düsentriebs zwischen 9 und 16 Jahren schon erfunden.
Für die Ferienaktion wird inklusive Bausatz ein Betrag von € 10,00 erhoben.
Vorherige Anmeldung unter 04631-61160 ist erforderlich.

 

03.07.2012

Umwelt und Entwicklung – wenn Beratung und Hilfe an ihre Grenzen stoßen
Paten, Partner, Oberlehrer  im Einsatz in Ghana

Vortrag und Diskussion mir Dr. Günther Rusch
Freitag 13. Juli  18:00 Uhr

Zentrum für nachhaltige Entwicklung  artefact
Bremsbergallee 35             24960 Glücksburg

Der Klimawandel wird zu 80 Prozent von Industrieländern verursacht, besonders unter den Folgeschäden leiden aber die Menschen Afrikas.
Dennoch kommen die Afrikaner nicht umhin, sich mit den von außen verursachten Umweltschäden und mit den selbst angerichteten zu befassen - eine schwierige Angelegenheit angesichts des empfundenen Täter-Opfer- Verhältnisses.

Doch auch Armut, Ignoranz, Arroganz oder skrupellose Machtmenschen im politischen und
religiösen Bereich stehen einer Beschäftigung mit Umweltfragen ebenso entgegen wie die Habgier von global tätigen Konzernen und Institutionen.

Umso lobenswerter sind die mutigen Ansätze von afrikanischen Selbsthilfegruppen, Wissenschaftlern und einzelnen Politikern, die für eine sinnvolle Unterstützung aus dem Ausland dankbar sind. Ihre Bemühungen und Erfolge sind wiederum ein wichtiger Anstoß für die Eine-Welt-Arbeit bei uns.
Mit seinem Impulsvortrag zeigt Günther Rusch positive Ansätze genauso auf wie gut gemeinte und schlecht gemachte Versuche oberlehrerhafter Entwicklungshilfe von außen
Der Referent, Dr. Günther Rusch, hat sich als Forscher, Gutachter und Projektbeauftragter lange mit Afrika befasst und ist jetzt als Dozent und Berater für Umwelt- und Kulturfragen in Deutschland und Ghana tätig. Die Teilnehmer der kostenlosen Veranstaltung sind im Anschluss zur Diskussion eingeladen.

 

 

19.06.2012

Mit Sonne und Wind um die Flensburger Förde:
die 2. „Tour de Flens“ war ein voller Erfolg

Der sonst so zuverlässige dänische Wetterbericht lag ziemlich daneben - und das war gut so.Statt der angekündigten Regenschauern gab es zum Start der 2. Tour de Flens in Sonderborg am 16. Juni „Sonne satt“. Soren Bonde Hansen, der Kommunaldirektor der kleinen „hyggeligen“ Stadt, freute sich bei der Begrüßung der gut 30 Mitwirkenden über den Zuspruch, der die gute grenzübergreifende Zusammenarbeit belegt und ein weiterer guter Grund dafür ist, dass Sonderborg im Jahr 2017 europäische Kulturhauptstadt sein möchte. Nachdem die weiter angereisten zwei- bis vierrädrigen Elektrofahrzeuge ihre Akkus am Rathausplatz und am Sonderborger Hafen aufgeladen hatten, kreuzte der Konvoi die Brücke über den Alsensund auf´s Festland.
Ein buntes Bild gaben die Teilnehmer und Fahrzeuge ab, die alle Eines gemeinsam hatten: die erneuerbare Bürger-Bewegung  verzichtete komplett auf Teilnahmegebühren und CO2-produzierende Energieträger. Die Kommunen Sonderborg und Flensburg  wollen bis 2050 komplett CO2-frei werden und haben mit der Umstellung ihrer Stromerzeugung von Kohle auf Erdwärme und Biomasse begonnen, das Umland liefert Solar- und Windenergie, bei Engpässen und im Grünstromtarif kann norwegische Wasserkraft bezogen werden. 
Besonders die Pedelec-Fraktion hatte stark zugelegt im Verhältnis zur Tour 2011: Radlergruppen der evangelischen Kampagne „Kirche für Klima“ und der Solarfirma „Solar Andresen“ konnten gemeinsam mit Glücksburgs Bürgermeisterin Dagmar Jonas in Fußballteamstärke den landschaftlich  schönen „Gendarmstien entlang der dänischen Südsee erradeln, während die Twikes und Tazzaris, Buddy und City-El, I-Miev, E- Beetle und Karabag die Hochstrecke wählten, um sich erst wieder beim unvermeidlichen Zwischenstop in Sonderhav zum „Hotdog bei Annie“ zu treffen.
In Flensburg warteten bereits Presse und Klimapakt-Sprecherin Emöke Kovac auf die bunte Truppe, die sich überraschend verspätet hatte: ausgerechnet der nun gastgebende Flensburger Stadtrat John Witt, der als vielfacher Teilnehmer am Glücksburger Triathlon gleich mit einem Rennrad gestartet war, hatte sich bei einem Sturz leicht verletzt und wurde darauf von anderen Pedelec-Fahrern zu seiner Begrüßungsrede an der Flensburger Hafenspitze eskortiert.
Die ambitionierten Pläne für die nachhaltige Mobilität Flensburgs wurden bei einem weiteren Zwischenstop von Paul Hemkentokrax, dem Geschäftsführer von Aktiv-Bus, vorgestellt. In einem imposanten elektromobilen Gelenkbus, der  mit 22 Tonnen auch die westliche Höhe Flensburgs  erklimmen kann, wurde eine Testfahrt gemacht.

Auf der südlichen Seite des Flensburg Fjord ging´s dann bis zum Glücksburger Wasserschloss, wo die Tour auf der Schlossinsel von Filmteam und fliegender Kamera erwartet wurde. Die Verwicklungen von 425 Jahren deutsch-dänischer Geschichte wurden dann bei einer Führung vom Dachboden bis zum Verlies der ehemaligen Sommerresidenz des dänischen Königshauses vorgestellt.
Die letzte Bergwertung führte dann auf das 40 Meter über Meeresspiegel liegende Hochmassiv Glücksburgs, den Bremsberg, zum dortigen Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact. Nach der Begrüßung durch Bürgermeisterin Dagmar Jonas, die nach ihrer erfolgreichen Jungfernfahrt mit einem Pedelec den Erwerb eines eigenen plant, eröffnete artefact-Geschäftsführer Werner Kiwitt den Grillbetrieb und das Flens-Buffet mit den auch überregional überaus beliebten Hopfenblütentees des Sponsors. Nach vielen Fachsimpeleien über deutsch -dänische Steckdosen und den Aufbau grenzübergreifender Elektromobil-Tankstellen lud Kiwitt zu einer Führung durch Gästehaus und Gelände von Schleswig-Holsteins ältester Park&Charge-Station bis zur neuen modulierbaren Solarinstallation. Fahrzeuge und Fahrer waren auch  zum Übernachten willkommen, um am Folgetag ihre Fahrzeuge einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen:während die Marktbesucher der „naturtec“ zahlreiche Anregungen für die Energiewende in den eigenen vier Wänden sammeln konnten, fieberten beim vierten Schleswig-Holstein Solarcup hunderte Kinder und Jugendliche mit ihren selbst gebauten Solarkleinfahrzeugen um die Wette und den Pokal , der die Teilnahme am Bundesfinale garantiert. Die Mitfahrer der „Tour“ waren sich einig: „Die Tour de Flens ist einfach topp, auch nächstes Jahr heißt´s wieder: Plopp !“.

 

 

12.06.2012

17.Juni:  Erneuerbare Energien und Landesmeisterschaften im Solarautobau bei artefact

jetzt mit Ausstellerliste zur naturtec

Von Altbewährtem bis zu neuesten technischen Entwicklungen reicht die Palette der Aussteller und Mitwirkenden beim artefact-Sommermarkt am 17. Juni in Glücksburg.

Lehmbauweise ist genauso vertreten wie modernste Dämmtechniken, Holzheizungen ebenso wie Vakuumröhrenkollektoren zur Brauchwassererwärmung. Neuen Schwung erwarten die Photovoltaikanbieter durch die Nachbesserung des Energieinspeisegesetzes.

Auch bei den Mitmachaktionen  für Kinder und Jugendliche werden historische Spiele aus Naturmaterialien vom "Botschafter der Vergangenheit", Bernd Heitmann, ebenso angeboten wie der Bau von Solarbooten.

Das fertiggestellte Sonnenhaus, ein Gästehaus mit kleinem Seminarraum wird erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt: Sonderführungen um 12:00 und 14:00 erlauben Einblick in Wandaufbau und Hackschnitzelheizung.

Das Duo Menestrel präsentiert seine musikalischen Darbietungen auf Europas erster muskelbetriebener Bühne: vier Radfahrer sind erforderlich, um Mikrofon und Beleuchung auf Touren zu bringen. Die Fahrrad- und Pedelec-Fahrer der Initiative "Kirche für Klima", die bereits am Vortag bei der" Tour de Flens " von Sonderborg nach Glücksburg radeln, stellen sich an Infoständen ebenso vor wie die Firma Solar Andresen verschiedene Elektromobile  mit 2 bis vier Rädern vor.

Die jüngeren Besucher des artefact-Sommermarktes werden wieder gebannt die spannende Rennen des Schleswig-Holstein Solarcups verfolgen. Wer wird diesmal Landesmeister? Die Titelverteidiger in der Kreativ- sowie der Ultraleichtklasse werden den  Pokal nicht freiwillig abgeben. Von 11 Uhr bis zum Finale gegen 17 Uhr freuen sich die Solartüftler mit ihren flotten Flitzern über Unterstützung und La Ola-Wellen ihrer Fans. Die naturtec ist bis 18 Uhr geöffnet und ist von Flensburg aus am besten mit der Buslinie 21  und vom ausgeschilderten PKW-Parkplatz Gorch Fock-Straße in Glücksburg zu erreichen.

Austellerliste herunterladen

 

02.06.2012

naturtec am 17. Juni in Glücksburg
 - der artefact-Markt mit Infotainment, Spaß und Überraschungen

Vom Weidenkorbflechter bis zum Solaranlagenanbieter, von regionalen und ökologischen Speisen und Getränken bis zur Biomasseheizung reicht die Palette der Aussteller beim diesjährigen  Sommermarkt für Ausgeschlafene. Konkrete Anwendungsbeispiele ökologischer Dämmstoffe, von Solarthermie und Hackschnitzeleinsatz sind auch im grundsanierten Sonnenhaus zu sehen, das erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wird.

Das Interesse an Solaranlagen dürfte wieder steigen,  nachdem der Bundesrat die Kürzungspläne des ehemaligen Bundesumweltministers gestoppt hat. Gleich mehrere  Anbieter von Photovoltaikanlagen wie Solar Andresen, EBB  und SAT informieren über die aktuelle Situation. Doch auch ganz neue Anwendungen wie solaer Lüftungssysteme und neue Speichertechniken  wie Lithium-Ionen-Akkus werden präsentiert. Zahlreiche Aussteller präsentieren sich erstmals in Glücksburg, darunter die Abfallwirtschaft Schleswig-Flensburg, die die Biomassevergärung der „grünen Tonne“ vorstellt und der Elektromobil- Anbieter CAD.KAT aus Kiel. Die Klimakampagne der nordelbischen Kirche stellt sich nicht nur an einem Stand vor, sondern wird mit mehreren Pedelecs auch am Vortag die „Tour de Flens“ von Sonderborg nach Glücksburg bestreiten. Erstmals wird eine fliegende Kamera das Geschehen aus der Luft verfolgen.

Kinder und Jugendliche aus ganz Schleswig-Holstein fiebern dem vierten Solarcup entgegen, der erstmals unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten ausgetragen wird:  90 Anmeldungen für die Ultraleicht- und Kreativklasse garantieren spannende Rennen und witzige Erfindungen der jungen Daniel Düsentriebs. Wer noch spontan ein Solarboot bauen möchte, hat auch hierzu Gelegenheit. Elektrofahrzeuge für den ganz normalen Straßenverkehr präsentieren auch diejenigen Aussteller, die schon am Vortag mit Twikes, Buddies und Pedelecs in Sonderborg zur elektromobilen „Tour de Flens“ gestartet sind, erstmals mit Bürgermeisterin Dagmar Jonas und Stadtrat John Witt an Bord. Weitere  fossilienfreie Mitfahrer sind willkommen Für die Planung von Zwischenstops und Auflademöglichkeiten wird unter tour-de-flens.eu um Anmeldung gebeten. Am 16.Juni werden einige energiegeladene Highlights auf der Strecke rund um den „Fjord der Ideen“ angesteuert. Die grenzübergreifende erneurbare Bürger-Bewegung wurde bereits vom Bundespräsidenten ausgezeichnet und steht erstmals unter der Schirmherrschaft des schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten. Als Sponsor und für die Verköstigung der naturtec-Besucher ist die Flensburger Brauerei dabei.

Für Ohrenschmaus und deren Unterhaltung sorgen die trommelnden Glücksburger „Groovy kids“ und das Duo “Menestrel“. Für weitere Bühneneinlagen steht erstmals eine ganz ungewöhnliche Plattform zur Verfügung: die erste muskelkraft-betriebene Bühne Europas mit gleich vier Energie-Fahrrädern ist auf Touren zu bringen, um die Bühnentechnik  zu elektrisieren: „Morgenwelt Rocks“ war bereits als mobile Fahrrad-Disco in Berlin unterwegs. Natürlich ist im gleichbleibend günstigen Eintrittspreis auch der Energie-Erlebnispark mit seinen vielen Stationen ebenso enthalten wie der Besuch von Schnick, Schnack und Schnuck im Naturerlebnisraum. Weitere Informationen gibt´s unter Veranstaltungen. Am 17.Juni  von 11 bis 18 Uhr freuen wir uns auf Ihren Besuch!

 

21.05.2012

Tierische Verstärkung bei artefact: Schnick, Schnack und Schnuck sind daTierische Verstärkung bei artefact: Schnick, Schnack und Schnuck sind da

Gleich drei Angler Sattelferkel fühlen sich seit einigen Wochen im Naturerlebnisraum von artefact sauwohl. Vor allem gefällt ihnen der regelmäßige Besuch der Kinder vom ADS Kindergarten auf dem Glücksburger Bremsberg. „Wir dachten schon, kein Schwein interessiert sich für uns und alle Kinder wollen nur die Wildschweine im Wald besuchen.“ grunzt Schnick, der schwärzeste der drei kleinen Eber. „Aber jetzt haben wir ja sogar richtige Namen!“ Tatsächlich sind die drei in Dithmarschen geborenen Sattelschweine nach vielen Namensvorschlägen nun auch „getauft“ worden: Schnick, Schnack und Schnuck heißen die drei Burschen. Schnack und Schnuck sind gar nicht so leicht zu unterscheiden, aber die Kinder aus der Nachbarschaft haben die Färbungen von Sattel und Füßen genau untersucht, da gibt´s keine Verwechslungen mehr. Nur bei den Essensmanieren der Schweine gibt´s keine Unterschiede, sind sich die Kinder sicher: „Da haben alle drei gar keine.“ Wer Schnick, Schnack und Schnuck besuchen möchte, kann das täglich zu den Öffnungszeiten des artefact Powerparks in Glücksburg von 9 Uhr, an Wochenenden von 10 bis 18 Uhr.

 

16.05.2012

Wer wird Solarcup-Champion 2012?
Am Sonntag zum Gottorfer Landmarkt ist Anmeldeschluss

Das Solarfieber grassiert wieder unter Schleswig-Holsteins Kindern und Jugendlichen: Teams aus allen Landesteilen haben sich bereits angemeldet und täglich kommen weitere dazu. Am Sonntag dem 20. Mai ist Anmeldeschluss beim artefact-Stand auf dem Gottorfer Landmarkt in Schleswig.

Wer wird Solarcup-Champion 2012?„Mit bereits 75 Teams können wir schon jetzt einen Anmelderekord verzeichnen.“ berichtet Projektleiterin Lea Stanke. Zum erstenmal wurden nun außerdem mit einem dänischsprachigen Flyer alle Schulen im Raum Sonderborg angeschrieben. „Damit hoffen wir , die ersten internationalen Meisterschaften von Schleswig-Holstein auf den Weg zu bringen“ schmunzelt Werner Kiwitt von artefact: „Wir wollen mit dieser grenzübergreifenden Aktion ebenso wie mit der „Tour de Flens“ auch einen Beitrag zur Bewerbung Sonderborgs als Europäische Kulturhauptstadt leisten“.

Derweil tüfteln und basteln landauf - landab bereits zwei bis vier Kinder und Jugendliche je Team an Ultraleicht-Flitzern, Solarfahrzeugen in der Kreativklasse und an Solarbooten. Erstmals kommen in diesem Jahr eigens vergossene Zellen des einzigen Modulherstellers in Schleswig-Holstein, der Firma solarnova aus Wedel, zum Einsatz, dazu passende Übertragungen und ein Solarmotor. Alle anderen Komponenten können frei gewählt und entsprechend dem bundesweit abgestimmten Reglement verwendet werden.Und das lässt noch viel Spielraum für Kreativität und Finessen.

Gemeinsam mit der elektromobilen „Tour de Flens“ für erwachsene Fahrer mit Straßenzulassung erhielt der Solarcup die Auszeichnung des Bundespräsidenten als „Ort der Ideen“. Am Ort der Endausscheidungen, die am 17. Juni im Glücksburger artefact-Zentrum stattfinden, wurden anläßlich der Auszeichnung erste Prototypen mit dem neuen Bausatz präsentiert.. Doch echte Daniel und Danielas Düsentrieb tüfteln bereits überall im Geheimen. Alle 10-18jährigen können sich noch bis zum 20. Mai über Veranstaltungen » Solarcup anmelden oder den Solarcup-Stand auf dem Gottorfer Landmarkt in Schleswig aufsuchen.

 

06.05.2012

Sonnige Zeiten für Leichtbauflitzer

„Tour de Flens – mit Sonne und Wind um die Förde“ ist ein „Ausgewählter Ort 2012“

„Tour de Flens – mit Sonne und Wind um die Förde“ ist ein „Ausgewählter Ort 2012“Glücksburg, 6. Mai 2012 – Die artefact gGmbH ist mit ihrer „Tour de Flens – mit Sonne und Wind um die Förde“ ein „Ausgewählter Ort 2012“ im Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“. artefact, das Zentrum für nachhaltige Bildung, initiiert in Schleswig-Holstein eine grenzüberschreitende Tour der besonderen Art: Als real umgesetzte Vorübung für eine zukunftsfähige Mobilität sind alle Bürger eingeladen, mit Elektrofahrrädern und -autos bei der deutsch-dänischen „Tour de Flens“ regenerativ einmal rund um die Förde zu fahren. Im Rahmen eines Solarcups trafen sich außerdem Hunderte jugendlicher Tüftler, Fans und Zuschauer an der Förde, um mit besonders schnellen oder witzigen „Lichtautos“ Ruhm und Pokale zu erlangen. Die Teilnehmer hatten ihre Modelle selbst gebaut und setzten damit ein Zeichen für Mobilität ohne den üblichen Kraftstoff. Zusammen mit regionalen Partnern wie dem Klimapakt Flensburg arbeiten die Veranstalter an dem Ziel, bis zum Jahr 2050 die Region zu 100 Prozent auf die Verwendung erneuerbarer Energien umzustellen.

Der Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“ wird seit 2006 von der Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ gemeinsam mit der Deutschen Bank realisiert. Frank Ziebell, Leiter des Investment & FinanzCenters der Deutschen Bank in Flensburg, überreichte Werner Kiwitt  die Auszeichnung als „Ausgewählter Ort 2012“ und betonte: „artefact verbindet mit der Tour de Flens technische Innovationskraft, ökologisches Verantwortungsbewusstsein und Spaß. Der Solar-Cup ist ein gelungenes Beispiel für Kreativität und Zukunftsfähigkeit rund um die Förde.“

Werner Kiwitt kommentierte die Auszeichnung: „Wir sind sehr stolz, ein ‚Ausgewählter Ort‘ im Land der Ideen zu sein. Dies ist ein Moment der Freude für unser Team, doch vor allem großer Ansporn, die Tour de Flens und Solarcup mit unseren Partnern grenzübergreifend weiterzuentwickeln. Vor vier Jahren eröffneten wir Schleswig-Holsteins erste Elektromobil-Tankstelle zum kostenlosen Wind- und Sonne-Tanken. Denn nur mit regenerativer Energie ist Elektromobilität ein Beitrag zu einer nachhaltigeren Gesellschaft.  Mit dem Solarcup für Kinder und Jugendliche und der Tour de Flens für Erwachsene wollen wir in allen Generationen für zukunftsfähige Mobilität werben und begeistern.“

„Hinter den ‚Ausgewählten Orten 2012‘ stehen Ideen, die begeistern – von Menschen, die echtes Engagement zeigen. Sie stehen für Fortschritt und Zukunft in Deutschland“, begründete Frank Ziebell das Engagement der Deutschen Bank. Aus über 2.000 Bewerbungen wählte die Expertenjury aus Wissenschaftlern, Wirtschaftsmanagern, Journalisten und Politikern die artefact gGmbH mit ihrer Tour de Flens als Preisträger aus.

 

25.04.2012

Claudia Roth bei artefact:
Glücksburger Gespräche zur Energiewende am 2. Mai

„Ist die Energiewende noch zu schaffen?“ ist das diesjährige Thema der Glücksburger Gespräche, zu denen das Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact , an die Flensburger Förde einlädt. Als Gast wird die Bundestagsabgeordnete Claudia Roth mit einem Einstiegsreferat die Diskussion eröffnen, zu der weitere Fachleute zum Thema erneuerbare Energien erwartet werden.

Claudia Roth bei artefact„Ganz ohne Energieversorgungslücken wird der Atomausstieg abgewickelt, Deutschland ist Solarweltmeister, und trotzdem hinkt die Bundesrepublik ihren CO²-Minderungszielen hinterher: einer der höchsten Flottenverbräuche im Straßenverkehr, fehlende Anreize für Gebäudesanierung und Achterbahnfahrt bei der Solarförderung lautet die Kehrseite der Medaille. Sind die klimapolitischen Ziele der Bundesregierung überhaupt noch zu schaffen? Dieser Fragestellung gehen am 2.Mai um 17:00 Uhr die Bundesvorsitzende von Bündnis90/Die Grünen und weitere Podiumsteilnehmer nach. Mit dem Energiefachmann der CDU-Bundestagsfraktion, Ingbert Liebing aus Nordfriesland, dem Vorsitzenden des Regionalverbandes Nordost im Bundesverband Windenergie, Thomas Jensen aus Dollerup und Kai Lippert, dem Geschäftsführer von EWS Handewitt ist das Podium kompetent und branchenübergreifend besetzt und verspricht eine spannende Diskussion.

Bereits 2003 war die damalige Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung Claudia Roth im Glücksburger Zentrum für nachhaltige Entwicklung und war gleich so angetan, dass sie spontan Mitglied des artefact-Beirates wurde. Ganz besonders freut sich deshalb Dr.Dieter Klein als Vorsitzender des Fördervereins über den neuerlichen Besuch, da im Anschluss an die öffentliche Veranstaltung auch die Mitgliederversammlung des Fördervereins stattfindet.

Bei einem Rundgang durch das Zentrum wird Claudia Roth zunächst von artefact-Geschäftsführer Werner Kiwitt über aktuelle Entwicklungen und Projekte informiert, bevor um 17:00 Uhr die schon traditionellen „Glücksburger Gespräche“ beginnen.

In den letzten Jahren konnten als Referenten unter anderem der Klima- und Meeresforscher Mojib Latif, Johann Jungclaus vom Max-Planck-Institut, Hans-Josef Fell von Eurosolar, Prof. Hohmeyer vom Weltklimarat und Max Schön vom Club of Rome und der Desertec-Foundation begrüßt werden. Zu einem Open-Air-Gottesdienst lud im Vorjahr Bischof Ulrich ein.

Nachdem in den Vorjahren der menschengemachte Klimawandel, die Verpflichtung und Möglichkeiten zu einschneidenden Änderungen im Mittelpunkt der Glücksburger Gespräche standen, geht es diesmal um die konkreten Anforderungen an die politischen Entscheidungsträger, das als notwendig Erkannte auch endlich umzusetzen. Die Teilnahme an der Veranstaltung im artefact-Zentrum ist kostenlos und mit der Linie 21 ab Flensburg-ZOB emissionsarm zu erreichen. Elektromobil-Fahrer können parallel zur Veranstaltung kostenlos auftanken.

Ist die Energiewende noch zu schaffen?
Glücksburger Gespräche

am 2. Mai 17:00 Uhr
im Zentrum für nachhaltige Entwicklung artefact

Begrüßung: Werner Kiwitt, artefact

„Ist die Energiewende noch zu schaffen?“
Claudia Roth, MdB und Vorsitzende Bündnis 90/Die Grünen

Auf dem Podium diskutieren mit:

 

18.04.2012

5. - 13.Mai: Woche der Sonne im artefact-Zentrum Glücksburg

Woche der Sonne 2012 - 5. - 13. MaiDie bundesweit durchgeführte „Woche der Sonne“ wird im Glücksburger Zentrum für nachhaltige Entwicklunge mit einer bunten Palette von Veranstaltungen umgesetzt. Unterschiedliche Alters- und Zielgruppen finden fast täglich den Weg zu artefact.

„Bereits am Vorabend reisen Studierende aus neun Ländern zu einem Wochenendseminar an, das im Auftrag der GIZ (Gesellschaft für internationale Entwicklung) Theorie und Praxis auf dem Weg zum erneuerbaren Energiezeitalter behandelt. Am 6.Mai wird aus Berlin die Repräsentantin des Bundeswettbewerbs „Land der Ideen“ erwartet, um die Initiative zur Tour de Flens unter dem Motto  „Mit Sonne und Wind um die Flensburger Förde“ als bundesweit einzigartigen „Ort der Ideen“ auszuzeichnen. Solarcup-Teilnehmer stellen ihre letztjährigen Lichtmaschinen vor und veraten Tipps für den diesjährigen Wettbewerb.Elektromobile können kostenlos „Sonne satt“ tanken und getestet werden.

„Wie kommt die Sonne in die Steckdose?“lautet dann die Frage an die Jakob-Lienau-Schüler aus Neustadt/Holstein, die zu einem Projekttag nach Glücksburg kommt, während die 7d der Schule am Thorsberger Moor eine Power-Rallye im Energieerlebnispark durchführt. Am selben Nachmittag stellen Schüler der Flensburger Fritjof-Nansen-Schule ihre frisch errichtete Komposttoilette mit solarer Wasserentkeimung vor.

Am 10. Mai kommen die Vorschulkinder des Kindergartens Breklum, um als Sonnenfänger Solarkarussells zu bauen. Vom 10.-12. Mai suchen Mitgliedsgruppen des Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein (BEI) mit Partnern in Nord und Süd sinnvolle Anwendungen für Photovoltaik zur ländlichen Elektrifizierung, während Solarcup-Leiterin Lea Stanke beim Tag der Offenen Tür der Firma SAT in Sörup Kindern und Jugendlichen die Teilnahmemöglichkeiten an den schleswig-holsteinischen Solarmeisterschaften vorstellt.

„Mehr Vielfalt rund um unser aller einzige kostenlose Energiequelle geht nicht“ meint dazu Werner Kiwitt von artefact. „Jetzt muss sie nur noch scheinen.“

 

Tour de Flens
18.04.2012

6. Mai: „Tour-de-Flens“ wird als Land-der-Ideen-Projekt ausgezeichnet

Tour de Flens 2012 findet am 16.Juni unter Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten statt.

Schirmherr von Tour de Flens und Solarcup: der Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holsteins„Mit Sonne und Wind um die Flensburger Förde“ lautete das Motto der ersten grenzübergreifenden erneuerbaren „Bürgerbewegung“, die  im Juni des letzten Jahres zehn dänische und zehn deutsche Elektro-Fahrzeuge auf den Weg brachten. Die „Tour de Flens“ wurde in Sonderborg von der kommunalen Initiative  „Project Zero“organisiert, in Flensburg vom dortigen Klimapakt und in Glücksburg vom Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact, von dem auch die gesamte Initiative angeschoben worden war. In Glücksburg fand am Folgetag auch der Schleswig-Holstein Solarcup für Jugendliche statt, der ebenfalls in die Auszeichnung als Ort der Ideen einfließt.

Nachdem Ministerpräsident Carstensen bereits im Kieler Landeshaus gratuliert hat, wird nun am 6.Mai die Initiative vor Ort gewürdigt. Dann wird auch vorgestellt, was für 2012 geplant ist: „Mit einer solchen Auszeichnung im Rücken ist natürlich klar, dass es auch eine Tour de Flens 2012 geben muss“ macht Werner Kiwitt von artefact neugierig: am 16.Juni findet sie wieder rund um die Flensburger Förde statt. Alle Rad-, Pedelac- und Elektromobilfahrer aus der Region sind herzlich zur Teilnahme eingeladen und können sich auch weiterhin kostenlos anmelden.“ Einen wichtigen Unterstützer hat das artefact-Team bereits gewonnen: die Tour de Flens 2012 am 16.Juni steht unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holstein.

 

solarcup
12.04.2012

Ab sofort wird gebaut:
die Bausätze für den 4. Schleswig-Holstein Solarcup sind da

Landesmeisterschaften werden am 17. Juni in Glücksburg ausgetragen

Der neue Bausatz für den 4. Schleswig-Holstein Solarcup ist da„Das Solarfieber grassiert wieder unter Schleswig-Holsteins  Kindern und Jugendlichen: Dutzende Teams aus allen Landesteilen haben sich bereits angemeldet und täglich kommen weitere dazu - und Alle wollen endlich loslegen.

„Die Bausätze sind nun komplett und werden ab sofort verschickt.“ kann Projektleiterin Lea Stanke nun verkünden. „Erstmals kommen in diesem Jahr eigens vergossene Zellen des einzigen Modulherstellers in Schleswig-Holstein, der Firma solarnova aus Wedel, zum Einsatz, dazu passende Übertragungen und ein Solarmotor. Alle anderen Komponenten können frei gewählt und entsprechend dem bundesweit abgestimmten Reglement verwendet werden. Und das lässt noch viel Spielraum für Kreativität und Finessen.“

Gemeinsam mit der elektromobilen „Tour de Flens“ für erwachsene Fahrer mit Straßenzulassung
wird der Solarcup am 6.Mai im artefact-Zentrum die Auszeichnung des Bundespräsidenten als  „Ort der Ideen“ in Empfang nehmen. Dort werden auch erste Prototypen mit dem neuen Bausatz zu sehen sein. Doch echte Daniel und Danielas Düsentrieb tüfteln überall bereits im Geheimen.  Alle 10-18jährigen können sich noch bis zum 20. Mai unter Veranstaltungen » Solarcup anmelden. Dort finden sich auch weitere Informationen. Der Wettbewerb findet dann mit allen Entscheidungsrennen und Posterpräsentationen am 17.Juni in Glücksburg im Rahmen der Energiemesse „naturtec“statt.

Der Solarcup wird unterstützt von der Bingo Umweltlotterie, der Jugendstiftung der NOSPA  und den Solarfirmen SEA aus Sprakebüll, EBB aus Flensburg, S.A.T. aus Struckum und solarnova aus Wedel und steht unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten Schleswig-Holsteins.

 „Es gibt wie  bisher die auf Geschwindigkeit orientierte Ultraleichtklasse in zwei Altersgruppen,  die am 17. Juni bei den Finalläufen in Glücksburg auf der 10-Meter- Bahn ausgetragen wird sowie die Kreativklasse, bei der vor Allem Originalität, Recyclinganteil und Design bewertet werden. Dazu kommt nach dem erfolgreichen Start im Vorjahr  auch wieder die Solarbootklasse für Neueinsteiger.“ erläutert Werner Kiwitt von artefact.
Weitere Informationen zum Solarcup gibt's unter Veranstaltungen » Solarcup und bei Solarcup-Projektleiterin Lea Stanke unter solarcup@artefact.de.

 

28.03.2012

Saisonstart im artefact Powerpark: Neue Wasserwippe wird im Energieerlebnispark in Glücksburg eingeweiht.Saisonstart im artefact Powerpark:
Neue Wasserwippe wird im Energieerlebnispark in Glücksburg eingeweiht

Endlich ist es soweit: der Winter hat sich verabschiedet und überall explodieren Knospen und Blüten. Auch im artefact Powerpark wird der Sommer eingeläutet. Info-Stationen werden geputzt und Frostschäden werden beseitigt, denn am 1.April öffnet Deutschlands erster Energieerlebnispark wieder seine Pforten. Die archimedische Schlauchwinde hat neue Segel bekommen. Den ersten Belastungstest überstand auch ein neues Gerät auf dem Wasserberg: eine internationale Studentengruppe der Universität Flensburg nahm eine kolumbianische Wasserwippe in Angriff, die durch ihre Bewegungen Wasser aufwärts befördert. An mehr als vierzig Stationen kann nun wieder täglich Energie „begriffen“, umgewandelt oder selbst eingesetzt werden: wer schafft 200 Watt an der Kraftleier? Wie entsteht Wind? Welche Art der Sonnenergienutzung passt vielleicht zum eigenen Haushalt? Neben Spaß und infotainment kommen auch Anregungen und Hintergrundinformationen für die eigene praktische Anwendung nicht zu kurz. Wer sich mit dem Elektromobil auf den Weg zu artefact macht, kann gleich an der kostenlosen park&charge -Station Wind und Sonne „satt“ tanken. Alle anderen Besucher finden Busverbindungen und Anfahrtsbeschreibungen unter Anfahrt.

Geöffnet ist der Powerpark an Wochentage von 9 bis 18 Uhr, an Wochenenden ab 10 Uhr.

 

23.03.2012

Tadelakt-Workshop bei artefact in Glücksburg

Tadelakt-Workshop bei artefact in GlücksburgMarokko-Reisende kommen bei Tadelakt schnell in´s Schwärmen, doch auch unter Innenarchitekten und Liebhabern anspruchsvoller und ökologischer Innenraumgestaltung ist dieser außergewöhliche Kalkglanzputz aus Marokko längst mehr als ein Geheimtip: mit Erd- und Farbpigmenten lassen sich damit wunderschöne wasserabweisende Oberflächen gestalten. Wie diese nordafrikanische Technik selber erlernt und angewendet werden kann, verrät der Naturfarben- Experte Martin Krampfer aus Hamburg erstmals im hohen Norden bei einem Workshop. Am Samstag, dem 21. April  werden im Glücksburger Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact, die Grundlagen der Tadelakt- Technik vorgestellt. Im Anschluss üben die Teilnehmer  die spezielle Verarbeitung an einer kleinen Platte, um dann selbst ein eigenes Objekt mit Mineral- und Erdpigmenten anzufertigen. Die auch in größeren Feuchträumen wie Hammams bewährte Oberflächenbehandlung lässt sich hervorragend in Küchen, Bädern  und Wellness-Oasen anwenden. Weitere Informationen zu Anmeldung und Kosten des Workshops finden sich unter Veranstaltungen » Tadelakt-Workshop.

Seminar mit Martin Krampfer, Naturfarben Hamburg
Samstag, 21.April 2012 von 9.00 bis 17.00 Uhr

 

solarcup Schleswig-Holstein 2012
12.03.2012

Anmeldebeginn auf der „New energy Husum“ zum vierten Schleswig-Holstein-Anmeldebeginn auf der „New energy Husum“ zum vierten Schleswig-Holstein-Solarcup

Ab sofort grassiert wieder das Solarfieber unter Schleswig-Holsteins Kindern und Jugendlichen: Auf der Energiemesse „New Energy“ in Husum fällt der Startschuss für den Solarcup 2012.

Ab dem 15. März können sich Zehn- bis Achtzehnjährige am Informationsstand von artefact anmelden für den diesjährigen Wettbewerb. Teams von zwei bis vier Jungs und Mädchen können dort den Bausatz gegen eine Schutzgebühr bestellen und mit Tüfteln uns Bauen loslegen. Unterstützt wir der Solarcup von der Bingo Umweltlotterie, der Jugendstiftung der NOSPA und den vier Solarfirmen SEA aus Sprakebüll, EBB aus Flensburg, SAT aus Struckum und solarnova aus Wedel. Erstmals werden für den Bausatz des diesjährigen Wettbewerbs Rohzellen des einzigen Modulherstellers Schleswig-Holsteins, solarnova, verwendet, die eigens für den Solarcup einlaminiert werden. Dazu wird von artefact ein kleiner Motor gestellt. Karrosserie- und Felgenbau liegen dann im Ermessen der jugendlichen Solar-Pioniere. „Es gibt wie bisher die auf Geschwindigkeit orientierte Ultraleichtklasse in zwei Altersgruppen, die am 17. Juni bei den Finalläufen in Glücksburg auf der 10-Meter- Bahn ausgetragen wird sowie die Kreativklasse, bei der vor Allem Originalität, Recyclinganteil und Design bewertet werden. Dazu kommt nach dem erfolgreichen Start im Vorjahr auch wieder die Solarbootklasse für Neueinsteiger.“ erläutert Werner Kiwitt von artefact. „Wer sich einige Prototypen anschauen und selber an einem Schnupper-Workshop teilnehmen möchte, hat dazu während der „New Energy“ in Husum Gelegenheit. Lehrer können auch noch ihre Klasse kurzfristig über artefact dazu anmelden.“

Für Familien mit Kindern bietet sich auch der Sonntag besonders für einen Messebesuch an, denn dann werden bei verschiedenen Energie-Mitmachaktionen weder der Windrad-Bastelworkshop noch Elma, die Elektrisiermaschine von artefact fehlen. Weitere Informationen zum Solarcup gibt´s unter Veranstaltungen » solarcup.

 

04.03.2012

Leuchtturm von Falshöft steht in BerlinLeuchtturm von Falshöft steht in Berlin:
artefact wirbt auf ITB-Gemeinschaftsstand für Ostsee-Urlaub

Normalerweise gelten Leuchttürme als recht bodenständig und erdverwurzelt, nichts kann und soll sie umhauen. Doch der Leuchtturm von Falshöft, üblicherweise auf der Geltinger Birk zuhause, wandert gerade von Glücksburg nach Berlin. Auf der Internatonalen Tourismusbörse soll er fünf Tage lang die Blicke auf sich und potentielle Touristen an Schleswig-Holsteins Ostseeküste ziehen.

Gemeinsam mit anderen Jugendgästehäusern vom Knivsberg und aus Kiel ist das Glücksburger Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact erstmals auf der ITB vertreten. „Und wenn, dann gleich mit Hingucker“ meint Werner Kiwitt von dem ungewöhnlichen Gästehaus an der Flensburger Förde. „Unsere Auslastung durch Seminargruppen, Schulklassen und Urlauber aus ganz Europa entwickelt sich sehr erfreulich, aber da ist noch Luft nach oben.“ Ganz oben im Leuchtturm tut sich auch etwas , wenn auf dem Energiefahrrad kräftig in die Pedale getreten wird: Was genau, lässt sich in dieser Woche auf der ITB in Berlin herausfinden und ab dem 1. April wieder im „Powerpark“, Deutschlands erstem Energieerlebnispark, in Glücksburg.

 

08.02.2012

Spannende Veranstaltungen und internationale Besucherguppen bei artefact
Aktueller Veranstaltungskalender für 2012 im internet

Der Energieerlebnispark von artefact liegt zwar noch unter einer Schneedecke verborgen und öffnet erst im April seine Pforten, doch Besucher aus dem In- und Ausland gehen auch jetzt schon im Zentrum für nachhaltige Entwicklung ein uns aus.

internationale Besucherguppen bei artefactDas nun im internet abrufbare Jahresprogramm 2012 zeigt die große Palette unterschiedlicher Themen und Zielgruppen, die das gemeinnützige Bildungszentrum anspricht. Von der Kindergartengruppe, die Sonnenuhren baut bis zur professionellen Solarfachberaterqualifizierung reicht die Bandbreite. Neben fachtechnischen Schulungen bietet artefact im neuen Jahr auch maßgeschneiderte Kurse für auswärtige Gäste an. Anfang Februar findet das erste internationale Seminar des Jahres für zwanzig US-Amerikaner statt, die sich vor allem für die wirtschaftlichen Instrumente der „Energiewende made in Schleswig-Holstein“ interessieren. Das Thema Bürgerbeteiligung und Nachhaltigkeit bringt Bildungsurlaubsträger aus Hessen und Nordrhein-Westfalen zu artefact, während südafrikanische Bauern sich auf Einladung kirchlicher Partnergemeinden mit angepasster Wasserver- und -entsorgung beschäftigen. „Zahlreiche Führungen für Gruppen aus der Region und Betriebsausflüge tauchen dabei nicht in unserem Programm auf, weil die, oft mit Kaffee und Kuchen oder anderen Mahlzeiten, kurzfristig angefragt werden. Wir spüren, dass sich immer mehr Menschen mit Wegen weg von Klimawandel und Wachstumsblase hin zu nachhaltiger Zukunftsgestaltung beschäftigen wollen.“ Tages- und Wochenprojekte für Schulklassen, Seminare von Hochschulstudenten, Chorfreizeiten, Urlaube und Familienfeiern, oft mit Unterkunft in den attraktiven Gästezimmern und Gewölben, finden ganzjährig statt: „Viele Gäste suchen die Erfahrung, wie es sich in gesunder Lehmarchitektur mit 100 Prozent eigener Energieversorgung leben, feiern und schlafen lässt.“ so Werner Kiwitt.

Zwei besondere Highlights sollten sich alle Sonnenhungrigen schon jetzt notieren: mit der bundesweiten Anerkennung als „Ort der Ideen“ im Rücken will artefact am 16. Juni wieder eine elektromobile „Tour de Flensrund um die Förde durchführen. Bürger, Initiativen und Unternehmen beiderseits der Grenze sind zur Mitwirkung eingeladen. Am 17. Juni soll dann auf der Messe „naturtec“wieder mit dem Schleswig-Holstein Solarcup das Rennen des Jahres für alle Daniel Düsentriebs des Nordes starten, in 2012 erstmals auch mit dänischen Jugendlichen.

 

Tour de Flens
30.01.2012

Tour-de-Flens“ als Land-der-Ideen-Projekt ausgezeichnet

„Tour-de-Flens“ als Land-der-Ideen-Projekt ausgezeichnet„Damit hatte ich nicht gerechnet“ zeigte sich Werner Kiwitt freudig überrascht, als gleich mehrere Radio- und Print-Redakteure bei artefact anriefen: das vom Glücksburger Zentrum für nachhaltige Entwicklung im Jahr 2011 initiierte Projekt einer erneuerbaren „Tour de Flens“ wurde nun als eines von 365 beispielhaften Projekten bundesweit ausgewählt.

„Mit Sonne und Wind um die Flensburger Förde“ lautete das Motto der ersten grenzübergreifenden erneuerbaren „Bürgerbewegung“ im Juni des letzten Jahres: zehn dänische und zehn deutsche Elektro-Fahrzeuge starteten in Sonderborg. Gefahren wurden sie von ganz unterschiedlichen Testpiloten: Bürger, die für mehrere Monate die Alltagstauglichkeit der Familiendroschken testeten, waren ebenso dabei wie der Sonderborger Kulturstadtrat Stephan Kleinschmidt und Flensburgs zweiter Bürgermeister Henning Brüggemann, der auf einem Elektro-Tandem souverän die Strecke bewältigte. Das Startprogramm war von der Sonderborger Initiative „Project Zero“ organisiert worden, das nach einigen kulturellen und kulinarischen Zwischenstopps wie dem unvermeidlichen „Hotdog-Havn“ bei Annie nach Flensburg führte. Dort übernahm der Klimapakt Flensburg das Steuer und informierte Mitfahrer wie Zuschauer über die kommunalen Ziele zur CO2-Reduktion im Stadtverkehr. Die Weiterfahrt nach Glücksburg koordinierte dann das artefact-Team, das den Mitfahrern das Zentrum für nachhaltige Entwicklung vorstellte. Am Folgetag konnten die Elektro-Fahrzeuge von den Besuchern der Bau- und Energiemesse naturtec bestaunt und getestet werden und motivierten Kinder und Jugendliche zusätzlich, die mit selbst gebauten Solar-Kleinstfahrzeugen die schleswig-holsteinischen Meisterschaften um den Solarcup austrugen.

Diese Mischung aus technisch-pädagogischer Innovation und breiter Öffentlichkeitsarbeit, noch dazu grenzübergreifend, überzeugte offensichtlich die Jury des Bundeswettbewerbs „Land der Ideen, die unter mehreren tausend Vorschlägen für jeden Tag des Jahres ein Leuchtturm-Projekt auswählte. Für das artefact-Team wurde der 6. Mai vorgesehen: „Bis dahin wollen wir das Programm für eine neue „Tour de Flens“ im Juni stehen haben.“ erläutert Werner Kiwitt. „Denn diese Auszeichnung ist natürlich ein großer Ansporn, gemeinsam mit anderen Akteuren aus der Region noch mehr Bürger an die Themen Elektromobilität und erneuerbare Energien heranzuführen: denn nur mit Solar- und Windenergie lässt sich der zusätzliche Strombedarf zukunftsfähig decken.“

 

03.01.2012

Auszeichnung neuer Solarfachberater bei artefact
Aktueller Veranstaltungskalender für 2012

Die Sonne schwächelt derzeit zwar noch, doch jeder Strahl wird dank qualifizierten Bodenpersonals immer effizienter genutzt. Dafür wird die berufliche Qualifizierung zum Solarfachberater seit zwölf Jahren im Glücksburger Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact, angeboten. Die Prüfung durch die Deutsche Gesellschaft für Solarenergie DGS ist Voraussetzung für den Titelerwerb.
Auszeichnung neuer Solarfachberater bei artefactJahresbester wurde mit einem Ergebnis von 86 Prozent der Nördlichste aller Teilnehmer, Torben Fehlhaber aus Medelby. Der Absolvent der Fachhochschule Flensburg arbeitet  inzwischen für die Firma Solar Energie Andresen in Sprakebüll und liess es sich nicht nehmen, sein Zertifikat nun persönlich in Empfang zu nehmen. Doch auch die Ergebnisse der anderen Prüflinge konnten sich sehen lassen. „Inzwischen führen wir alljährlich zusätzliche Kurse bei uns und anderswo für Unternehmen oder etwa Bundeswehrangehörige durch, die sich damit auf den anstehenden Berufswechsel vorbereiten.“ erläutert Werner Kiwitt, Leiter der Glücksburger Solarschule. „Auch unsere Frühjahrs-Schulungen zu Solarthermie werden bereits aus aus anderen Bundesländern angefragt. Der klare Trend weg von Öl- und Gasabhängigkeit zu erneuerbaren Energien hat erst angefangen - eine Chance auch für kleinere Betriebe und Quereinsteiger.“

Neben fachtechnischen Schulungen bietet artefact im neuen Jahr auch wieder zahlreiche Kurse für andere Zielgruppen an. Anfang Februar findet das erste internationale Seminar des Jahres für zwanzig US-Amerikaner statt, die sich vor allem für die wirtschaftlichen Instrumente der „Energiewende made in Schleswig-Holstein“ interessieren. Das Thema Bürgerbeteiligung und Nachhaltigkeit bringt Bildungsurlaubsträger aus Hessen und Nordrhein-Westfalen zu artefact, während südafrikanische Bauern sich auf Einladung kirchlicher Partnergemeinden mit angepasster Wasserver- und -entsorgung beschäftigen. „Zahlreiche Führungen für Gruppen aus der Region und Betriebsausflüge tauchen dabei nicht in unserem Programm auf, weil die, oft mit Kaffee und Kuchen oder anderen Mahlzeiten, kurzfristig angefragt werden. Wir spüren, dass sich immer mehr Menschen mit Wegen weg von Klimawandel und Wachstumsblase hin zu nachhaltiger Zukunftsgestaltung beschäftigen wollen.“ Tages- und Wochenprojekte für Schulklassen, Seminare von Hochschulstudenten, Chorfreizeiten, Urlaube und Familienfeiern, oft  mit Unterkunft in den attraktiven Gästezimmern und Gewölben, finden ganzjährig statt: „Viele Gäste suchen die Erfahrung, wie es sich in gesunder Lehmarchitektur mit 100 Prozent eigener Energieversorgung leben, feiern und schlafen lässt.“ so Werner Kiwitt.  Der neue Veranstaltungskalender und weitere Informationen finden sich im Veranstaltungskalender » Solarfachberater.

 

03.01.2012

Das Jahr 2011
Ausblick 2012

Liebe Mitstreiter, Unterstützer, Freunde und Freundinnen unserer Arbeit, herzlich willkommen im Jahr 2012!

Viele Auguren in den Medien reden davon, „das Schlimmste“ sei jetzt wohl überstanden, Deutschland blicke wieder optimistisch in die Zukunft, auch wenn die Weltwirtschaft und der Euro kränkeln.

Dieser bedenklich schmale Blickwinkel dieser Kaffee- , Zins- und Hebesatzleser auf Hauptsache-Ruhe und weiter-so-Stabilität macht mir demgegenüber große Sorgen. Das, was manche bei ihrer Urlaubsplanung erschaudern lässt - Hunderttausende Bürger, die von Tunis bis Stuttgart, von Kairo bis Moskau für Demokratie auf die Straße gehen, macht mir dagegen gerade Hoffnung: von diesem „Schlimmen“ gerne mehr! Vor wenigen Wochen war ich selber in Tunis und begeistert von der Aufbruchstimmung der Menschen, die gerade ihren ersten demokratisch gewählten Präsidenten vereidigen ließen.

Demgegenüber scheint der immer bedrohlicher werdende Klimawandel fast aus den Nachrichten verdrängt. Kanada bricht internationale Verträge und steigt einseitig aus „Kyoto 1“ aus, denn Menschenschutz koste zu viel Geld; also will seine Regierung die wissentliche Zerstörung der Lebensgrundlagen von Milliarden Menschen weltweit weiterhin durch Steuerbefreiungen beschleunigen. Dies ist nichts Anderes als die Subventionierung von internationalem Terrorismus. Wo ist der Aufschrei der sogenannten „Zivilisierten Welt“?

Und doch besteht mehr als nur Anlass zur Hoffnung. Die in Deutschland beschlossene Energiewende, die ohne die Pionierarbeit Hunderttausender undenkbar gewesen wäre, löst allerorts Interesse und fast neidische Anerkennung aus. So hatten wir in Glücksburg in diesem Jahr gleich dreimal 25 US-Amerikaner zu Gast , die Anfänge und Umsetzung der Energiewende „made in Schleswig-Holstein“ mit Erfolgen und auch vermeidbaren Fehlentwicklungen studieren wollten. Motto: wenn Deutschland das schafft, dann ist das auch überall sonst auf der Welt möglich. Dieser Verantwortung wollen wir uns weiter stellen!

Doch nun konkret zum Jahr 2011 im Zentrum für nachhaltige Entwicklung:
was hat sich getan?

Jugend- und Erwachsenenbildung

Die absolute Teilnehmerzahl von Kindern und Jugendlichen an Projekttagen war wie erwartet im vergangenen Jahr stark rückläufig, weil mit dem Schwennauhof die übernachtungsstärkste Jugendeinrichtung Glücksburg geschlossen worden war. Mit eigenen Kräften sowie Kai Dobbeck und Kathrina Schipper als Honorarkräften gelang es, die saisonal sehr schwankenden Anfragenkompetent zu bedienen. Ferienpassaktionen zu Solarenergie und Projekte nicht-schulischer Jugendgruppen von der Leuchtpol- Fortbildung für Erzieher bis zum Juleica-Kurs der Stadt- und Kreisjugendringe wurden demgegenüber zusätzlich durchgeführt, zum Teil wie bei FÖJ- und FSJ-Seminaren auch mit zusätzlichen Übernachtungen.
Ein selbst entwickelter Projektbaustein zu Windenergie wurde erstmals mit Kindergartenkindern durchgeführt und machte allen Beteiligten großen Spaß.

Das Projektthema „Wie kommt die Sonne in die Steckdose?“, meist von Heiko Rux und Kai Dobbeck durchgeführt, wurde gegen den Trend deutlich stärker nachgefragt, sicher auch als erwünschte Auswirkung des Solarcups, der am 19.Juni zum drittenmal als Landeswettbewerb mit weiter steigenden Teilnehmerzahlen durchgeführt werden konnte: mit Unterstützung der Bingo Umweltlotterie, Sparkassenstiftung und den vier Solarfirmen S.A.T., MBT, Baltic Solar und SEA wurden fast 1000 Schulen und Jugendgruppen angeschrieben, Tage der Offenen Tür und fünf Messen landesweit mit Infoständen und Mitmachaktionen besucht. Als Schirmherr des diesjährigen Solarcups hielt vor dem Beginn Landesbischof Ulrich persönlich einen Gottesdienst, der wegen des Wetters leider statt OpenAir kurzfristig under cover durchgeführt werden musste. Die Sonne liess dann zu den Finalläufen in der Ultraleichtklasse und der Kreativklasse sowie beim erstmaligen Solarboot-Bauen die kreativen Ideen und stolzen Sieger im passenden Licht erscheinen. Die Presse berichtete wieder ausführlich. Im September schlugen sich die Landessieger wieder achtbar beim Solarmobil-Bundesfinale in Berlin.

Unser weltwärts-Freiwilligendienst solivol hat sich in der Regie von Frank Lüschow trotz zeitweiliger Deckelung der Einsatzplätze durch das zuständige Ministerium mit ca 28 Freiwilligen in Ostafrika stabilisieren können. Mehrere Rückkehrerseminare und die geäußerten Rückmeldungen waren ein Motivationsschub auch für uns, diese Jugend- und Multiplikatorenarbeit trotz wirtschaftlicher Risiken und großer Verantwortung mit hohem persönlichen Einsatz weiterzuentwickeln. Unter www.solivol.org werden unser Profil und typische Einsatzstellen beschrieben. Seit einigen Monaten sind nun erstmals zwei Freiwillige in Äthiopien, außerdem machen sechs junge Leute einen etwas anders strukturierten Einsatz über den Internationalen Jugendfreiwilligendienst IJFD.

Freiwilligenarbeit fängt bei uns im Inland an. Da im Jahrgang 2011/12 eine schleswig-holsteinische
FÖJ-Stelle ruht, musste für unsere im Sommer verabschiedeten Freiwilligen Matthias Nowc und Simon Ottrand die Staffelstabübergabe anderweitig organisiert werden. Einziger „klassischer“ FÖJler ist nun Konstantin Kaesche aus Neuruppin, erste französische FÖJlerin Bertille Kapela und unser erster BuFDi ist der Kieler Ole Gronenberg. Alle sind mit neuem Schwung und Engagement dabei.
Wie im Vorjahr sind auch jetzt wieder mehrere Flensburger Schüler dabei, ein eigenes Projekt zu realisieren. Die neue große Komposttoilette, die von Rainer Ries vom Förderverein detailliert gezeichnet und von Freiwilligen während der Sommer-Workcamps mit dem Service Civil International begonnen wurde, soll bis zum Frühjahr fertig werden. Der Wasserberg im Powerpark wird von Jahr zu Jahr weiterentwickelt. Eine beschädigte Selbstbau-Kleinwindkraftanlage wurde von Flensburger Studenten und Tansania- Rückkehrern runderneuert.
Seit November arbeiten Thomas Rothenburg und Lena Seehausen als Praktikanten an der konzeptionellen Weiterentwicklung des Powerparks um einen CO2-Parcours: der Energeierlebnispark ist teilweise in die Jahre gekommen und bedarf einer gründlichen Reattraktivierung.

Die Erwachsenenbildung ist weiterhin breit aufgestellt. Drei Photovoltaik-Solarschulungen stand diesmal nur ein Solarthermie-Kurs gegenüber. Gleich zwei Seminare für Nord-Süd-Austausch zu erneuerbaren Energien konnten 2011 offen ausgeschrieben werden: im März ging es mit Unterstützung von Bingo um Kleinwindkraftanlagen, im Mai in Kooperation mit dem Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein um dezentrale Versorgung mit Solarenergie. Dazu kamen wieder unzählige Kurse und Führungen für Gruppen etwa von DAAD und dem Studiengang SESAM der Unversität Flensburg, der Universität Kopenhagen und Auszubildenden der KFW bis zum nepalesischen Mönch und sizilianischen Touristik-Schülern. Ungewöhnlich war im vergangenen Jahr die Zunahme an Bildungseinsätzen im Ausland.
Bei zwei Workshops in Amman und Tunis ging es um die Beratung und Unterstützung von Universitäten von Marokko bis Palästina bei der Entwicklung zu Curricula zu erneuerbaren Energien und deren Markteinführung. In Wien durfte ich vor einem zentraleuropäischen Auditorium unsere Erfahrungen mit Produktentwicklungen zu nachhaltigem Tourismus und dem Energie-Erlebnispark vorstellen.
Dazu passte unsere neueste Erfahrung bei Vorbereitung und Durchführung der ersten“Tour de Flens“: mit zwanzig erneuerbar geladenen Elektrofahrzeugen und einem bunt gemischten Teilnehmerfeld von Bürgern bis Bürgermeister führte sie von Sonderborg und dem Projektpartner „Project Zero“ über Flensburg und den Klimapakt nach Glücksburg.
Auch abseits dieser Highlights waren wir 2011 zweimal beim NDR auf Sendung, so bei der bekannten „Landpartie“ mit Heike Götz.

Das Gästehaus konnte durch mehrtägige Seminare, aber auch durch zusätzliche Klassenfahrten mit Programmbausteinen seine Auslastung weiter verbessern. Nach langjähriger rein ehrenamtlicher Arbeit hat Gyde Diederich nun eine Teilzeitstelle im Gästehaus, ebenso wie Martina Jánssen, die vor 20 Jahren als Leiterin eines SCI-Workcamps zum erstenmal artefact kennenlernte.
Neben der weiterhin erfreulichen Zusammenarbeit mit dem ökologischen Reiseveranstalter renatour hat sich auch eine engere Kooperation mit der Fachschaft sowie dem Alumni-Kreis der Energie- und Umweltmanagement- Studenten der Universität Flensburg entwickelt , die inzwischen zu regelmäßigen Belegungen führen. Auch allen anderen Erst- und Stammgästen, Urlaubern wie Familienfeierern, Chorund Theaterprobanden gilt es für ihre Treue oder erstmalige Buchung zu danken. So manche Freundschaft hat sich im Laufer der Jahre daraus entwickelt.
Die nun fast abgeschlossene Erweiterung um weitere fünf Zimmer im ehemals hohlen Powerhaus ist nicht nur in der Hauptsaison dringlich. Bei großen Gruppen oder Einzelzimmeransprüchen ist sie Voraussetzung für die gesamte Buchung. Während durch großen Einsatz eigener Kräfte und Unterstützung durch zusätzliche Maurer-, Holzbau- und Dachdeckerfirmen Innenausbau, Wandbehandlung und ökologische Dämmung u.a. mit Produkten der Firmen Kreidezeit und steico im Jahr 2011 abgeschlossen werden konnte, fehlen noch kleine aber wichtige Schlussarbeiten an Fassadenputz und Dachanschluss, um das „Sonnenhaus“ endlich offiziell einweihen zu können.

Ausblick 2012

Neben der Einweihung des Sonnenhauses ist 2012 eine weitere Einweihung geplant:
Eine 20 KW-Photovoltaikanlage wurde noch in den Weihnachtstagen auf dem Dach der Projektwerkstatt installiert - wir müssen sie aber noch für artefact erwerben!
Sie soll damit zum Herzstück unseres wegweisenden Energiemanagement-Konzeptes werden:
mit dieser zweiten Photovoltaikanlage soll im Unterschied zur ersten vorrangig Eigenstrombedarf gedeckt werden, erst dann in´s Netz eingespeist werden.
Die begrenzt vorhandenen Netzaufnahmekapazitäten führen jedoch ohne Zwischenspeichermöglichkeiten temporär zu einer Konkurenzsituation mit der bestehenden Windkraftanlage.
Wir wollen, gern mit wissenschaftlicher Begleitung, herausarbeiten, ob und wie Windstrom zeitweise ökonomisch und ökologisch sinnvoll als Warmwasserheizung eingesetzt oder aber in einem Stromspeicher zwischengelagert werden kann.
Dies ist eine prinzipiell bundes- und europaweit gestellte Herausforderung: wie lässt sich erneuerbare
Energie bedarfsabhängig abrufen und speichern? Auch die Stadtwerke Flensburg prüfen gerade die Option, mit dänischer Windkraft als „Heizstab“ zeitweise den Bedarf an Kohle bzw. begrenzt verfügbarer
Biomasse zu reduzieren. Wir können damit in Ergänzung zur Solarthermienutzung ebenfalls Hackschnitzel
ersetzen, für deren Ernte nur begrenzt Knicks und Kurzumtriebsplantagen verfügbar sind.

Um dieses Projekt zu finanzieren, benötigen wir in Ergänzung und alternativ zu grundsätzlich erhältlichen
Krediten auch Eigenkapital.
Wir hoffen auf die Verlängerung bzw. Neu-Gewährung von zinslosen oder inflationsbereinigten Krediten aus unserem Freundes- und Förderkreis in Höhe von 5.000 oder 10.000 Euro über fünf bis 15 Jahre. Die neue Photovoltaikanlage gilt als auch von Banken akzeptierte Sicherheit, da sie sich über diesen Zeitraum refinanziert. Die zusätzlichen Speicher- und Energiemanagementkosten und -erfahrungen sind jedoch für eine Bank uninteressant, für uns aber der entscheidende Schritt zur kompletten Energiewende!

Längerfristig tragen neue Solaranlage und Heizkosteneinsparung bei besonders zinsgünstiger Finanzierung zur Unterstützung unserer Jugendbildungsarbeit bei, denn jeder spätere „Gewinn“ wird von uns als gemeinnütiger GmbH in den gemeinnützigen Bidungsbereich reinvestiert.
Gern gebe ich Ihnen auf Anfrage genauere Informationen zu Konzept und Finanzen.
Rufen oder mailen Sie mich an!

Weitere Pläne und Perspektiven für 2012 stimmen ebenfalls optimistisch:
Die nächste Tour de Flens soll am 16. Juni, der Solarcup 2012 am 17.Juni gemeinsam mit der naturtec stattfinden.
Wir hoffen gemeinsam mit der Fachhochschule Flensburg und anderen Akteuren im deutsch-dänischen Grenzgebiet in einem EU-geförderten MINT-Projekt Solarenergie als Projektthema nun auch in Sonderborger und andere Schulen tragen zu können.

Im Energie-Erlebnispark sollen bestehende Stationen überholt, Tafeln dreisprachig ersetzt und neue Stationen und Medien etwa zur Ermittlung von CO2- Ausstoß und Einsparmöglichkeiten im Rahmen eines
CO2-Parcours eingesetzt werden.
Das Energiewende-Strategiespiel „Changing the Game“ soll erstmalig in deutsch erstellt und über Multiplikatorenseminare verbreitet werden.
Für Teile der Kofinanzierung sind wir noch auf der Suche nach Ideen- oder Geldgebern.

Für das Gästehaus liegen uns bereits jetzt erfreuliche Buchungszahlen und Anfragen vor: von Vereinsund
Familienfreizeiten über Triathleten- und Urlauberbuchungen bis zu neuen Bildungsurlauben,
Klassenfahrten und Multiplikatorenschulungen für amerikanische oder tansanische Zielgruppen.

Doch auch wir selber brauchen Motivation und Unterstützung, um Vieles weiter und manches noch besser zu machen. Allen haupt- und ehrenamtlichen Unterstützern, ob hier vor Ort bei Geländeentwicklung und Kaffeekochen oder bei der Werbung im Kollegenkreis, ob als Mitglied im Förderverein oder „von Fall zu Fall“ an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für handfeste oder moralische Unterstützung! Bleiben Sie uns gewogen!
Übrigens erhält jedes Fördervereinsmitglied ganzjährig kostenlosen Eintritt im Powerpark.
Mit nur 40 Euro Jahresbeitrag sind Sie schon dabei!

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familienfreundlicher Urlaub im artefact Gästehaus in Glücksburg/Ostsee

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