Artefact har som institution gennemlevet en række økonomiske kriser. Efter den anden konkurs var den tæt på at forsvinde helt til fordel for boligbyggeri. Men der skulle nu være skabt grundlag for en videreførelse som et aktieselskab. I det følgende er den tyske redegørelse for dette forløb.

Kauf des artefact – Zentrums ist erfolgt
Unterstützung für Sanierung und Ausbau gesucht

Seit dem 15. März 2005 ist unsere artefact gGmbH endlich Eigentümer des Zentrums!

Damit sind auf den Tag genau vier Jahre nach Betriebsaufnahme der artefact gGmbH Planungsunsicherheit aufgrund vierwöchiger Kündigungsfristen, mehrfache Übernahmeversuche Dritter und andere kritische Situationen vom Tisch! Umso schöner, dass zum ersten März als Anerkennung für unsere Bildungsarbeit auch noch die Auszeichnung als Partnerprojekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ verliehen wurde!

Allen, die uns in dieser Zeit durch Aufträge und Buchungen, Zuspruch, moralische oder finanzielle Unterstützung den Rücken gestärkt haben, gebührt an dieser Stelle ganz herzlicher Dank! Ohne alte und viele neue Freunde und Stammkunden wäre auch der wirtschaftliche Erfolg der letzten vier Jahre nicht möglich gewesen, der wiederum Voraussetzung war für die Kreditaufnahme bei der GLS Gemeinschaftsbank.
Der Kauf ist mit Eigenmitteln, zinslosen Darlehen eines Freundeskreises sowie einem GLS-Kredit finanziert worden. Mit Zins und Tilgung liegen wir damit unter Einbeziehung der Privatdarlehen nun deutlich unterhalb der bisher an die Zwangsverwalterin gezahlten Miete.
Dabei war von vornherein klar, dass nun die Arbeit erst richtig los geht: Fassadensanierung, Dachisolierung, Heizwerk, Ausbau von Powerpark und „Expo“-Pavillon sind aufgrund des jahrelangen Investitionsstaus dringend in Angriff zu nehmen, um die Substanz zu erhalten, zu verbessern und um das Zentrum für seine Gäste noch attraktiver zu gestalten: die Besucherzahlen und Einnahmen zeigen zwar in allen Bereichen eine positive Tendenz auf, doch Gebäudeschäden und Nutzungsengpässe müssen schnellstmöglich angegangen werden, um höhere Folgekosten zu vermeiden und die Auslastung weiter zu erhöhen.
Wir rechnen mit einem Investitionsvolumen von bis zu € 200.000 über zwei Jahre. Eigenleistungen können dabei eingebracht, voraussichtlich auch Zuschüsse eingeworben werden, doch ohne weitere Kredite ist diese Herausforderung nicht zu bewältigen.

 

Dafür haben wir mit der GLS Gemeinschaftsbank zwei sehr günstige Finanzierungsmöglichkeiten ausgehandelt, die sich schon hundertfach etwa bei der Finanzierung von Waldorfschulen und ökologischen Projekten bewährt haben:
a) eine Leihgemeinschaft
b) ein Bürgschaftskredit

Bei einer Leihgemeinschaft werden z.B. monatliche Beiträge von je € 50,- von den Gemeinschaftsmitgliedern bis zu einer Höhe von maximal € 3000,-/Mitglied an die GLS eingezahlt , um sofort einen Investitionskredit von € 30.000,- auszahlen zu können, der nach fünf Jahren zurückzuzahlen ist;
Bei einem Bürgschaftskredit wird in gleicher Maximalhöhe für den Investitionskredit gebürgt, ohne dass monatlich Geld fließt.
Auf der Homepage der Gemeinschaftsbank sind unter www.GLS.de/Kredite/Kreditinstrumente Bürgschaftskredite und Leihgemeinschaften anschaulich beschrieben.

Für Nicht-Surfer haben wir auch gedruckte Informationen im artefact-Büro.
Angesichts der guten Erfahrungen mit Privatdarlehen für den Kauf des Zentrums und den vielen Besuchern, Freunden und Sympathisanten halten wir diese beiden Möglichkeiten für gut geeignet, bei begrenztem Risiko einen Sanierungs- und Ausbaukredit für deutlich unter 4 % zu erhalten, der bereits nach fünf Jahren abbezahlt ist.
Wenn Sie sich eine entsprechende Beteiligung vorstellen können, laden wir zu einem Besuch der GLS-Homepage und zu einem persönlichen Gespräch hier bei uns ein.

Neben einer solchen finanziellen Unterstützung ist aber auch anderweitiges Engagement möglich:
Neben unserem Beirat als fachlich beratender Instanz, bislang besetzt mit Prof. Wilfried Probst, Dr. Aribert Peters, Claudia Roth und Willi Erl, ist an einen Verein gedacht, der die Bildungsarbeit unterstützen kann, ohne sich mit der wirtschaftlichen Gesamtverantwortung und dem operativen Alltagsgeschäft der gemeinnützigen GmbH beschäftigen zu müssen:
der FÖRDERVEREIN Globales Lernen und Lokales Handeln ist bereits in Gründung und lädt ein zur aktiven oder passiven Mitarbeit: Freunde aus dem Umfeld mögen Zeit und Lust haben, ihre Ideen und Erfahrungen im Naturerlebnisraum und dem Powerpark oder zur sporadischen Mithilfe bei der Besucherbetreuung einzubringen; weiter entfernt Wohnende, die vielleicht mit ihrer Schulklasse oder als Urlaubsgast zu uns gefunden haben, mögen vielleicht anderswo für uns werben oder Kontakte zu Sponsoren und Kooperationspartnern knüpfen. Dazu folgt bald eine genauere Information und Einladung.

Viele Ideen und weitere Pläne sind in den letzten Jahren in der Warteschleife geblieben oder zurückgestellt worden. Helfen Sie uns weiter dabei, dass Notwendige in den Griff zu bekommen, und das langfristig Wünschenswerte, für die nächste Generation aber so Wichtige im Auge zu behalten!